Aasblume - Kulturanleitung & Pflege der Zimmerpflanzen

     
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Pflanzenlexikon A - Aasblume

1. Arten- und Sortenbeschreibung der Aasblumen
2. Pflege- und Kulturanleitung der Aasblumen

Pflege- und Kulturanleitung der Aasblume

Licht: Die Aasblume wird ganzjährig an einem hellen Standort mit viel direkter Sonnenbestrahlung kultiviert. Bei unzureichenden Lichtverhältnissen bildet die Pflanze keine Blüten.

Gießen: Die Aasblume wird nur mäßig gewässert. Wenn das Substrat zu feucht wird, neigen die Triebe der Aasblume von der Basis her zu faulen. Wenn die Erde aber zu sehr austrocknet, beginnen die Triebe zu verschrumpeln und abzusterben. Am sichersten wässert man die Aasblume durch Eintauchen. Während der Wachstumsperiode stellt man die Töpfe zum Wässern etwa 8 bis 10 cm tief in eine wassergefüllte Schale und wartet, bis die Erde sich durchgehend befeuchtet hat. Sobald sich das Substrat an der Oberfläche etwas feucht anfühlt, nimmt man den Topf aus der Schale. Dann wird erst wieder gewässert, wenn die oberste Schicht der Erde gut ausgetrocknet ist.

Während der winterlichen Ruhezeit stellt man die Töpfe alle 14 Tage nur wenige Minuten lang ins Wasser und nimmt sie wieder heraus, bevor das Substrat oben feucht geworden ist.

Temperatur: Am besten gedeihen die Aasblumen  in warmer und trockener Luft. Die Temperatur sollte nicht unter 15 °C fallen. Obwohl einige Arten der Aasblume durchaus auch niedrigere Temperaturen vertragen, bekommen die Pflanzen in kühler Luft oftmals dunkle Flecken und Pilzkrankheiten.

Vermehrung: Eine Aasblume lässt sich sehr leicht aus den Samen heranziehen. Bei Temperaturen von etwa 22 °C keimen die Samen nach einer Woche, die Sämlinge der Aasblume entwickeln sich dann schnell. Stapelia variegata, kann bereits im Alter von 3 Jahren ihre ersten Blüten bilden, Stapelia Gigantea benötigt dafür 4 bis 5 Jahre.

Alternativ können auch im Sommer geschnittene Stecklinge zur Vermehrung der Aasblumen  verwendet werden. Oftmals ist es problemlos möglich, einen einzelnen Stamm mit den Wurzeln herauszuziehen. Diesen lässt man dann einen Tag lang antrocknen und pflanzt ihn direkt in das für ausgewachsene Pflanzen empfohlene Substrat.

Vermehrung durch Stecklinge
Wenn der Stamm beim herausziehen abreißt und keine Wurzeln besitzt, schneidet man mit einem scharfen Messer die Bruchstelle sauber. Das Teilstück lässt man nun  4 bis 5 Tage antrocknen und pflanzt ihn dann in das empfohlene Substrat. In beiden Fällen kann der Steckling sofort wie ein großes Exemplar weiterbehandelt werden.

Erdmischung: Für die Kultivierung einer Aasblume verwendet man ein durchlässiges Gemisch aus gleichen Teilen Sand und Blumenerde auf Kompostbasis.

Umtopfen: Die Aasblume ist eine schnellwüchsige Pflanze. Sobald die Stämme den Topfrand erreichen, setzt man die Aasblume in größere Gefäße. Nach Möglichkeit sollte man dies im Frühjahr tun, damit rechtzeitig genügend Platz für den Neuaustrieb vorhanden ist. Ein wiederholtes Umtopfen im späten Sommer oder frühen Herbst kann jedoch notwendig sein. Beim Umtopfen müssen die Wurzeln vorsichtig behandelt werden.

Dünger: Vom Frühjahr bis zum Herbst düngt man die Pflanzen alle 4 Wochen mit einen kalireichen Volldünger. Man mischt den Dünger am besten das Wasser, in das die Pflanzgefäße zur Bewässerung gestellt werden.

Hinweise: Die Aasblumen  werden leicht von der Stängelfäule befallen. Nachdem man einen Steckling zur Vermehrung abgeschnitten hat, darf die Schnittfläche an der Mutterpflanze nicht feucht werden. Kommt Wasser in den ersten 4 bis 5 Wochen an die Schnittstelle, fault die Pflanze häufig und stirbt ab. Im Winter sollte man auf Pilzerkrankungen achten, die sich meist durch schwarze Flecken an den Stammspitzen bemerkbar machen. Im Falle einer solchen Pilzerkrankung sollte die Aasblume mit einem Fungizid behandelt werden.