Asplenium, Streifenfarn

Asplenium
Streifenfarne

Ordnung: Tüpfelfarnartige (Polypodiales))
Familie: Streifenfarngewächse (Aspleniaceae))
Gattung: Streifenfarne
Wissenschaftl. Name:. Name:. Name: Asplenium.L.
Unter Glas (in Wohnungen) gepflegte Art/en, Sorten oder Varietäten: Asplenium antiquum (Schmalblättriger Nestfarn, Streifenfarn), Asplenium antiquum ‘Osaka‘ (Schmalblättriger Nestfarn, Gewellter Nestfarn, Streifenfarn), Asplenium daucifolium (Lebend gebärender Streifenfarn, Brutfarn), Asplenium nidus (Nestfarn, Asplenium, Vogelnestfarn), Asplenium scolopendrium (Hirschzunge)
Wuchshöhe unter Glas (Wohnung): 50 bis 100 cm, je nach Art
Verwendung: Blattschmuckpflanze
Schwierigkeit: pflegeleicht, für Anfänger gut geeignet
Hilfreiche Seiten: Farnpflanzen pflegen
Lexikon:  Übersicht der Farne

Arten & Pflege der Streifenfarne

Die Asplenium Pflege ist einfach, der Farn verzeiht auch den einen oder anderen Pflegefehler.

Asplenium nidus

Asplenium Nidus, Vogelnestfarn

Asplenium nidus, auch Nestfarn genannt, weil die glänzenden und ungeteilten Wedel eine trichterförmige Rosette mit kreisförmig angeordneten, langen, breit-lanzettlichen Blättern ausbilden. Die apfelgrünen, etwas gewellten Wedel dieser Farne können bis zu 1 m lang und 20 cm breit werden. Die Wedel besitzen eine dunkel- bis schwarzbraune Mittelrippe. An der Unterseite reifer Wedel sind, von der Mittelrippe ausgehend, die braunen Sporenhäufchen angeordnet. Asplenium nidus bildet keine Nebentriebe, sondern wächst jahrelang als einzelnstehende Rosette.

Eine erhöhte Luftfeuchtigkeit von 60 bis 80% fördert ein vitales Wachstum dieser eindrucksvollen Farne. Bei der Pflege eines Asplenium nidus ist es wichtig, das Substrat stets gleichmäßig feucht zu halten und nur in Maßen zu Düngen.

Im Handel findet man den Asplenium nidus unter diesen Namen: Nestfarn, Asplenium, Vogelnestfarn. Manchmal wird dieser Farn auch unter seinem Synonym Asplenium nidus-avis verkauft.


Asplenium antiquum

Asplenium antiquum, Schmalblättriger Nestfarn

Die ursprüngliche Heimat dieses Farns ist Japan. Asplenium antiquum bildet eine grundständige Rosette mit schwarzer Mitte, aus der die neuen, eingerollten Blätter entsprießen. Später entfalten sie sich lanzettlich und biegen nach außen über. Die Blattfarbe ist mattgrün, die Oberfläche der Blätter ist leicht glänzend. Asplenium antiquum wird etwa 25 bis 30 cm hoch und 30 bis 40 cm breit.

Ein guter Standort für den Asplenium antiquum ist hell bis halbschattig, aber niemals vollsonnig. Der Farn mag es etwas kühler, im Sommer 18 bis 20°C, im Winter sind 14 bis 16°C empfehlenswert.

Die Farne gedeihen besonders gut bei gleichmäßiger Bodenfeuchte, mittlerer Nährstoffzufuhr und etwas erhöhter Luftfeuchtigkeit von 60 bis 80%.

Im Handel findet man den Asplenium antiquum unter unter diesen Namen: Schmalblättriger Nestfarn, Streifenfarn


Asplenium antiquum ‘Osaka‘

Asplenium antiquum ‘Osaka‘, Gewellter Nestfarn

Dieser Farn ist eine Kulturform (Mutation) des Asplenium antiquum.  Der Gewellte Nestfarn bildet ebenfalls eine grundständige Blattrosette mit schwarzer Mitte. Aus dieser entwachsen die jungen, stark eingerollten Blätter. Mit zunehmendem Alter biegen sie sich leicht nach außen. Wie auch bei der Ursprungsform ist die Blattfarbe mattgrün und die Blattoberfläche leicht glänzend. Die Blattränder sind hingegen nicht glatt, sondern stark gewellt. Asplenium antiquum ‘Osaka‘ wird etwa 25 bis 30 cm hoch und etwas breiter.

Ein guter Standort zur Pflege dieser Farne ist hell bis halbschattig und niemals vollsonnig. Der Gewellte Nestfarn verträgt auch weniger helle Standorte noch recht gut. Die idealen Sommertemperaturen sollten zwischen 18 und 20°C liegen, während des Winters sind kühlere Werte bei 14 bis 16°C vorteilhaft.

Im Handel findet man den Asplenium antiquum ‘Osaka‘ unter diesen Namen: Schmalblättriger Nestfarn, Gewellter Nestfarn, Streifenfarn


Asplenium daucifolium

Asplenium daucifolium, Brutfarn

Asplenium daucifolium, auch unter dem Namen Asplenium viviparum bekannt, besitzt dunkelgrüne, zart geschwungene und aufwärts gerichtete Wedel. Die Wedel dieser Farne bilden sich aus zahlreichen dichtstehenden Fiederblättern. Die Wedel können eine Länge von 50 cm und eine Breite von 20 cm erreichen. Der Stiel der Wedel ist frisch grün gefärbt. Die Fiederblätter sind in nadelförmige, etwa 1 cm lange Abschnitte aufgeteilt. An der Oberseite einiger Fiederblätter bilden sich kleine, braune Brutknöllchen, aus denen winzige Jungpflanzen entwachsen. Auf älteren Blättern bilden sich sehr viele dieser Brutpflanzen.

Asplenium daucifolium erreicht, je nach Alter, eine Pflanzenhöhe von 20 bis 60 cm. Asplenium daucifolium mag es eher kühler, im Sommer sind 16 bis 20°C, zwischen Oktober und März sind kühlere Temperaturen von 12 bis 16°C förderlich.

Im Handel findet man den Asplenium daucifolium unter diesen Namen: Lebend gebärender Streifenfarn, Brutfarn, Möhrenblättriger Streifenfarn


Asplenium bulbiferum

Asplenium bulbiferum, Streifenfarn

Asplenium bulbiferum besitzt grüne Wedel, die etwas an die Blätter von Möhren erinnern. Die Wedel des Farnes sind jedoch derber und stärker gefiedert. Die auf grauen Stielen stehenden Wedel können eine Länge von bis zu 60 cm und eine Breite von bis zu 25 cm erreichen. Jeder einzelne Wedel dieses Farnes ist in viele hübsche Fiederblätter geteilt.

Auf der oberen Seite einiger der Fiederblätter bilden sich kleine Pflänzchen, die exakt wie die Mutterpflanze aussehen. Unter dem Gewicht dieser kleinen Farne können sich die Wedel der Mutterpflanze stark nach unten neigen.

Den Asplenium bulbiferum pflegt man in einem humosen, lockeren Substrat mit etwas Kompostanteil. Der Boden pH-Wert sollte mit 4,5 bis 6,0 leicht sauer sein. Die Farne gedeihen besonders gut bei gleichmäßiger Bodenfeuchte, mittlerer Nährstoffzufuhr und etwas erhöhter Luftfeuchtigkeit von 60 bis 80%.


Asplenium scolopendrium

Asplenium scolopendrium, Hirschzunge

Diesen Farn findet man in Europa, Vorderasien, Nordafrika, Japan, Nordamerika, Kaukasus und auf den Kanarischen Inseln. Der Hirschzungenfarn wächst als niedrige Staude mit kurzem Spross und rosettenartiger, grundständiger Blattrosette. Die leicht glänzenden Blätter sind zungen- bis breit schwertförmig und leuchten in frischem grün. Die Art Asplenium scolopendrium ‘Crispa‘ bildet stark gewellte Blattränder aus.

Je nach Alter erreicht der Asplenium scolopendrium eine Pflanzenhöhe von 20 bis 40 cm. Die Farne benötigen einen hellen bis halbschattigen Standort ohne direkte Sonnenbestrahlung. Asplenium scolopendrium liebt es besonders mit 12 bis 18°C kühl und ist deshalb schwieriger zu pflegen als die restlichen Arten.

Im Handel findet man den Asplenium scolopendrium unter diesen Namen: Hirschzunge, Hirschzungenfarn. Manchmal wird er aber auch unter einem seiner Synonyme Scolopendrium vulgare, Scolopendrium officinarum, Scolopendrium officinale, Phyllitis scolopendrium zum Kauf angeboten.

Bildnachweise: Asplenium nidus von Forest & Kim Starr, Asplenium antiquum von Mokkie unter der Lizenz CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons.

 

 

 

 

 

Standort / Licht

Asplenium brauchen relativ wenig Licht und geben sich mit einem hellen bis halbschattigen Standort zufrieden. Die durchschnittliche Beleuchtungsstärke am Standort sollte 800 bis 1000 Lux betragen. Pflegt man den Streifenfarn dauerhaft mit geringeren Lichtwerten, beginnt er zu stagnieren oder zu verkümmern.

Lesetipp: So findet man den richtigen Standort

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Pflanzen bleiben nur gesund und vital, wenn ihre Lichtbedürfnisse erfüllt werden. Kenntnisse über die Lichtstärke, angegeben in Lux, geben Auskunft ob der Standort hell genug ist. Pflanzen mit geringem Lichtbedarf benötigen immer noch mindestens 500 bis 600 Lux. Zimmerpflanzen für sehr helle Standorte brauchen 1600 Lux und mehr.

Himmelsrichtung, Jahreszeit, Verglasung und vor der Wohnung stehende Bäume und Büsche reduzieren die Lichtstärke schnell um 30 bis 70%. Bereits 2 bis 3 Meter hinter einem hellen Fenster kann es bereits zu dunkel für die meisten Topfpflanzen sein. Auch zu viel Licht ist für zahlreiche Zimmerpflanzen schlecht, es muss abgeschattet werden oder man ändert den Standort.

Lichtmangel Symptome

  • Lange, helle zum Licht wachsende Triebe, weiter Blattabstand und bleiches, aufgehelltes Laub
  • Schlaffer, nicht stabiler Wuchs
  • Dünne, blassgrüne, durchscheinende Blätter
  • deutlich zu kleine Blätter, weiche Triebe
Standort finden

Sicherheit über die Lichtstärke erhält man nur mit einem Luxmeter. Dieses zur Standartaurüstung eines Pflanzenliebhabers nützliche Hilfsmittel finden Sie hier:

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Gießen / Wässern

Während der Hauptwachstumsphase gießt man einen Asplenium reichlich.

Pflanzen mäßig gießen

1. Vor dem Gießen lässt man nur die oberste Schicht des Substrates leicht Antrocknen. Dann gießt man gründlich.

2. Beim Gießen verabreicht man dem Asplenium soviel Wasser, bis dieses aus dem Abzugsloch herausläuft und sich ansammelt.

3. Das in dem Untersetzter verbliebene Wasser wird nach ca. 20 Minuten abgeschüttet. Auch Pflanzen mit einem hohen Wasserbedarf leiden wenn die Wurzeln längere Zeit im Wasser stehenbleiben.

Die Asplenium dürfen nicht zu nass gepflegt werden, ein trockener Wurzelballen muss aber ebenfalls vermieden werden. Im Inneren des Topfballens sollte immer eine gleichmäßige Bodenfeuchtigkeit bestehen. Als Gießwasser darf man nur weiches, zimmerwarmes Wasser verwenden. Regenwasser oder enthärtetes Leitungswasser ist ideal.

Wann, wie viel und wie oft gegossen wird kann nicht generell beantwortet werden. Das sorgt, besonders bei unerfahrenen Pflanzenfreunden für Unsicherheit. Man sollte es sich aber auch nicht zu schwer machen.

Grundsatz beim Gießen

Wenn man sich nicht sicher ist, sollte man lieber etwas weniger als zu viel Gießen. Die wenigsten Zimmerpflanzen gehen an Trockenheit ein, meistens werden sie zu Tode gewässert.

Weshalb wird zu viel gewässert ?

Wenn eine Pflanze schlapp aussieht, greifen viele Hobbygärtner zuerst zur Gießkanne. Dies ist der mit Abstand häufigste Pflegefehler. Bei schlaffen Pflanzen sollte man nicht wässern ohne die Erde zu prüfen, denn sehr oft ist nicht der Wassermangel an einer siechenden Pflanzen schuld.

Zum Prüfen des Feuchtigkeitsgehalts fühlt man zuerst mit einem Finger oder dem Handrücken ob sich das Substrat feucht anfühlt. Besteht weiterhin Unsicherheit, so zerreibt man einige Erdkrümel zwischen den Fingern. Feuchte oder trockene Erde kann man so gut unterscheiden. Vor und nach dem Gießen sollten Sie das Pflanzgefäß kurz anheben, so bekommen sie ein Gefühl für das Gewicht und recht schnell auch für den Feuchtigkeitsgehalt des Topfballens.

Große Pflanzgefäße erfordern einen Feuchtigkeitsmesser. Damit kann man in der Topfmitte schnell und zuverlässig die Feuchtigkeit ermitteln. Das Messgerät ist preiswert zu erstehen und er gehört zu jeder Grundausrüstung eines Pflanzenliebhabers.

Messgeräte und Bodentester

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Weshalb sterben Pflanzen bei zu viel Wasser?

Eine schlapp aussehende Pflanze kann oft kein Wasser aufnehmen, weil sie bereits über einen längeren Zeitraum hin zu stark vernässt war. Dadurch ist zu wenig Sauerstoff in der Erde und die Wurzeln werden faulig. Die zerstörten Wurzeln können kein Wasser mehr aufnehmen und die Pflanze wird schlapp. Ein Zeichen von Wassermangel, aber nicht durch zu wenig Gießen sondern wegen der verfaulten Wurzeln. Jetzt hilft nur noch schnelles Austopfen der Pflanze, alle Wurzeln von der vernässten Erde säubern, abgestorbene und verfaulte, schwarze Wurzeln abzupfen und abschneiden. Dann wird die Pflanze in frische Erde eingetopft und bis zur Bildung neuer Wurzeln, etwa 1 bis 2 Monate sparsam gegossen. Mit etwas Glück erholt sich die Pflanze.

So verhindert man das Wurzelsterben

Gießen Sie nie vorbeugend oder auf Verdacht. Erst die Erde auf Feuchtigkeit kontrollieren, dann Gießen. Alles nach dem Wässern im Untersetzer oder Übertopf stehenbleibende Wasser muss spätestens nach 5 Minuten abgegossen werden. Falls man dies verpasst, können empfindlichere Pflanzen bereits nach 10 Minuten nicht wieder gut zu machende Wurzelschäden erleiden.

Was tun bei Ballentrockenheit ?

Wenn der Ballen mal völlig abgetrocknet ist, reicht einfaches Gießen, besonders bei kleineren Pflanzgefäßen, nicht aus. Der gesamte Topf muss solange vollständig bis zu Erdoberfläche in Wasser getaucht werden, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen.

Lesetipp: Pflanzen reichlich, mäßig, sparsam gießen & der richtige Zeitpunkt zum Wässern
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Luftfeuchtigkeit

Asplenium einsprühen

Eine mittlere bis leicht erhöhte Luftfeuchtigkeit, 60 bis 70%, ist für alle Asplenium vorteilhaft. Bei einer ausreichend hohen Luftfeuchtigkeit gedeihen die Pflanzen gesund und entwickeln sich prächtig, sofern auch die anderen Pflegebedürfnisse ausreichend erfüllt werden.

Außerhalb der Heizperiode ist die natürliche Luftfeuchte für die meisten Pflanzen ausreichend bis gut. Während des Winters sinkt die Luftfeuchte in unseren Wohnungen jedoch deutlich. Problematisch ist es besonders dann, wenn der Farn während der Heizperiode in der Nähe eines Heizkörpers steht. Mit einer Wetterstation oder einem einfachen Hygrometer lässt sich der Feuchtigkeitsgehalt in der Luft messen, bei Bedarf kann man die Luftfeuchte durch Sprühen oder Verdunster erhöhen.

Bekommt ein Asplenium braune, vertrocknete Blattspitzen, so liegt dies meist an zu trockener Luft. Problematisch ist es, wenn die Pflanze während der Heizperiode in der Nähe eines Heizkörpers steht.

Bei Bedarf sollte man die Luftfeuchte erhöhen, hierfür eignen sich in der Nähe der Pflanze aufgestellte Luftbefeuchter (Über Amazon ab ca. 15 Euro) oder Verdunster für Heizkörper (ab ca. 8 Euro, Amazon).

Zusätzlich ist es hilfreich, die Pflanze hin und wieder mit weichem, zimmerwarmem Wasser einzusprühen. Damit die Sprühdüse nicht verstopft verwendet man gefiltertes Regenwasser. Leitungswasser eignet sich nicht so gut, denn es hinterlässt im Laufe der Zeit oft Flecken auf den Blättern. Am besten funktioniert das Einsprühen mit einem kleinen Drucksprüher mit Schlauch und Lanze (ab ca. 10 Euro über Amazon).

Damit können die Blätter der Pflanze unproblematisch von allen Seiten, auch von unten besprüht werden, ohne den Topf drehen zu müssen. Dies ist bei empfindlichen Zimmerpflanzen wichtig, denn manche reagieren mit Knospen- oder Blattfall auf eine Änderung des Lichteinfalls. Einfache Handsprüher wie sie z.B bei Haushaltsreinigern verwendet werden, sind unpraktisch in der Verwendung und gehen meist schnell kaputt.

Lesetipp: Informatives über die Luftfeuchtigkeit
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überwintern / Ruheperiode

Ein Asplenium legt keine Ruheperiode ein und wächst das ganze Jahr über. Aufgrund des geringeren Lichtangebotes während der Wintermonate und den kürzeren Tagen, verlangsamt sich das Wachstum der Farne jedoch deutlich.

Während dieser Zeit benötigen die Asplenium etwas weniger Wasser, die Gießmenge und Häufigkeit muss angepasst werden. Kontrollieren Sie das Substrat regelmäßig und vermeiden Sie weiterhin Ballentrockenheit und Staunässe.

Einsprühen von Zimmerpalmen

Um während der Ruheperiode den Feuchtigkeitsgehalt im Inneren des Topfes richtig einschätzen zu können, benötigt man ein Feuchtigkeitsmessgerät für Zimmerpflanzen. Dies gilt ganz besonders für größere Pflanzgefäße.

Die praktischen Testgeräte findet man in Gartencentern oder wie hier bei Amazon Feuchtigkeitsmesser, ab ca. 5 Euro

Während der Überwinterung werden die Asplenium nur ein- bis zweimal schwach gedüngt.

Zu Beginn der Vegetationsperiode werden die Asplenium wieder kräftiger gegossen. Beginnt der Farn nun kräftig neue Wedel zu bilden, so fängt man auch wieder mit dem regelmäßigen Düngen an.

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Lesetipp: Ruhe- und Vegetationsperiode der Pflanzen

Aufenthalt im Sommer

Ein Asplenium kann während der warmen Jahreszeit an einem geschützten, hellen bis halbschattigem Standort im Freien gepflegt werden. Etwas zerstreute Morgen- oder Nachmittagssonne ist für ein gesundes Wachstum dieser Farne von Vorteil. Asplenium dürfen nicht direkt von der prallen Mittagssonne beschienen werden.

Temperatur

Asplenium mögen kühlere Temperaturen, diese sollte ganzjährig 22 °C möglichst nicht überschreiten.

Für Asplenium bulbiferum und Asplenium daucifolium sind während der Wintermonate Temperaturen zwischen 12 und 18 °C empfehlenswert.

Asplenium nidus sollte auch während des Winters nicht bei Temperaturen unter 16 °C gepflegt werden.

Extreme Temperaturen und Temperaturschwankungen führen zu Hitze- oder Kältestress. Sind die Temperaturen über das zuträgliche Maß hinausgestiegen, äußert sich dies durch gelbe und verwelkte Blätter. Bei zu kalter Pflege oder nach einem kräftigem Kälteschock, z. B. durch übermäßiges Lüften im Winter, werden die Blätter weicher, schlaff und manchmal durchsichtig.

Lesetipp: Informatives über Temperatur, Zugluft, Heizkörper und Kälteschock
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Streifenfarne vermehren

Asplenium bulbiferum und Asplenium daucifolium können sehr einfach durch die sich an älteren Wedeln ausgebildeten Brutknöllchen oder Jungpflanzen vermehrt werden.

Wenn die auf den Wedeln des Mutterfarnes wachsenden kleinen Pflanzen drei bis vier winzige Wedel gebildet haben, kann man diese leicht mit den Fingern entfernen und in Töpfe einsetzten.

Man pflanzt diese Jungfarne in ein für Farne empfohlenes Erdgemisch und feuchtet das Substrat durch mäßiges Gießen leicht an. Danach stülpt man einen Plastikbeutel über die Töpfe oder stellt sie bei normaler Raumtemperatur in einen Vermehrungskasten. Der Standort der jungen Pflänzchen sollte recht hell, aber nicht sonnig sein. Nach dem Austreiben der ersten eigenständigen Wedel kann man die Farne wie die älteren Exemplare kultivieren. Eine Düngung der jungen Farne ist erst nach ca. 1/2 Jahr notwendig.

Die Vermehrung von Asplenium nidus kann leider nur durch Sporen erfolgen. Diese Art der Vermehrung ist nicht ganz einfach und sehr langwierig, es ist sicherlich besser junge Farne dieser Art im Handel zu erwerben.

Lesetipp: So vermehrt man Zimmerpflanzen erfolgreich
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Erde / Substrat

Ideal für die Pflege aller Asplenium ist ein Substrat mit einem schwach saurem Boden pH-Wert von 4,5 bis 6,0. Nur Asplenium scolopendrium bildet eine Ausnahme und gedeiht besser in Substrat mit einem Boden pH-Wert zwischen 5,6 bis 6,5.

Ein gutes Substrat

Das richtige Substrat-Gemisch gewährleistet einen guten Halt der Pflanze und eine gute Belüftung des Wurzelbereiches. Landerde stellt den pH-Wert ein und verbessert die Aufnahme- und Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe. Ein gutes Substrat verfügt über eine gute Puffereigenschaft und darf über einen längeren Zeitraum seine vorteilhaften Eigenschaften nicht verlieren.

Durch die Fremdstoffe Quarzsand, Bims-Kies, Lavalit, Lavagranulat und andere geeignete Zuschlagstoffe verändert man nicht nur die physikalischen sondern auch die chemischen Eigenschaften des Substrats. Kleine Kiesel, Styromull, Splitt und ähnliches verbessern den Wasserabzug nach dem Gießen. Dies hilft Staunässe und damit Wurzelfäulnis vorzubeugen.

Andere wichtige Eigenschaften für eine gute Topfpflanzenerde werden von den Herstellern aus finanziellen und Transportgründen unzureichend berücksichtigt. Dies betrifft die Speicherfähigkeit für Wasser und Nährstoffe, die Luftführung innerhalb des Substrats und die Standfestigkeit um ein zusammensacken und verdichten zu verhindern.

Pufferkraft des Substrats

Auch die Pufferkraft eines Substrats ist sehr wichtig, die Pufferkraft verhindert:

  • schnelles Austrocknen der Blumenerde
  • Versalzungen an den Wurzeln
  • Schwankungen im Nährstoffvorrat
  • schnelle Veränderungen des pH-Werts

Ausführliche Informationen, Substratrezepte und Bezugsquellen finden Sie hier: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

Wenn man den Asplenium in gut abgestimmtes Substrat pflanzen möchte, mischt man sich dieses selber. Die Herstellung ist nicht schwierig. Als Belohnung erhält man einen dauerhaft gesunde und wüchsige, gegenüber Krankheiten und Schädlingen gut resistenten Farn, vorausgesetzt die restlichen Pflegeanforderungen an Licht, Wasser, Temperatur und Nährstoffe werden ebenfalls erfüllt. Da das eigene Substrat, im Gegensatz zu einfacher Blumenerde, über einen langen Zeitraum nicht zusammensackt und verdichtet, kann man auf ein jährliches Umtopfen verzichten.

pH-Wert 4,5 bis 5,5

Diese Mischung verwendet man für alle Streifenfarne, mit Ausnahme des Asplenium scolopendrium. Pflanzengattungen und Arten, die in ihrem Habitat in saurem Substrat wachsen, pflanzt man in ein Torf- oder Torfersatzsubstrat mit ähnlichen pH-Werten. Dies betrifft vor allem Heide- und Moorpflanzen, aber auch epiphytisch lebende Farne. Auf den Verpackungen der Blumenerden wird der pH-Wert und die Ausgangsmaterialien, Torf, Kompost, etc. angegeben.

Zur Herstellung des Substrats für Streifenfarne gibt man auf

  • 5 Anteile Torfsubstrat
  • 2 Anteile Komposterde
  • 1 Anteil Quarzsand
  • 0,5 Anteile Bims-Kies, Lavalit, oder Lavagranulat

Alles muss gut miteinander vermischt werden.

pH-Wert 5,5 bis 6,0

Asplenium scolopendrium pflanzt man mit einem Zusatz von Landerde in ein Torfsubstrat mit Zumischung verschiedener Perlite.

  • 3 Anteile Torfsubstrat
  • 2 Anteile Komposterde
  • 1 Anteil Landerde
  • 0,5 Anteile Quarzsand
  • 1 Anteil Bims-Kies, Lavalit, oder Lavagranulat

Alles muss gut miteinander vermischt werden.

Der Boden pH-Wert wird mit der Zugabe von mehr oder weniger Landerde, bzw. Komposterde eingestellt. Wichtig dafür ist das Mischungsverhältnis von Landerde zu saurem Torf oder Humussubstrat (Verpackungsaufdruck pH-Wert beachten). Mit einem pH-Meter oder mit Indikatorstreifen kann man den pH-Wert kontrollieren.

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Blumenerde als Basis für die Mischung.
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Quarzsand zur Auflockerung und für einen guten Wasserabzug
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Bims als Zuschlagstoff, verbessert den Luftgehalt, die Wasserspeicherfähigkeit und die Durchwurzelbarkeit, fördert die Wurzelentwicklung, Körnung 0-4 mm.
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Lava: Eifel-Lava, rein mineralisches Material mit optimalem Wasser- und Luftgehalt. Körnung ca. 0-12 mm.
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Lesetipp: Erde oder Substrat ? - Die perfekte Mischung für alle Zimmerpflanzen

umtopfen

Ein Asplenium wird bei Bedarf im zeitigen Frühjahr umgetopft.

Man topft den Farn um, wenn

  • der Topf im Verhältnis zur Pflanze zu klein geworden ist
  • das Substrat zusammengesackt ist
  • der Topf vollständig durchwurzelt ist
  • wenn reichlich Wurzeln an die Oberfläche treten

Zum Umtopfen der Asplenium wird die alte Erde aus den Wurzeln geschüttelt, und sämtliche abgestorbenen toten Wurzeln der Farne werden abgezupft oder abgeschnitten. Nach dem Umtopfen schützt man die Farne 2 bis 3 Wochen vor direkter Sonnenbestrahlung. Eine gut umgetopfter Farn erholt sich schnell und wird bald weiterwachsen.

Lesetipp: Umtopfen der Zimmerpflanzen - Theorie & Praxis
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Düngen / Nährstoffbedarf

Lediglich während der Zeit des Hauptwachstums verabreicht man nur gut durchwurzelten Farnen einmal im Monat gering konzentrierten Flüssigdünger. Nach Möglichkeit verwendet man Rhododendron Dünger. Von Oktober bis Anfang März reicht eine schwache Zwischendüngung aus.

Lesetipp: Richtiges Düngen der Zimmerpflanzen
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Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Asplenium neigen zum Befall mit Blattälchen oder Schildläusen Hin und wieder sollte man die Farne sorgfältig auf einen Befall kontrollieren.

Hier können Sie Schadbilder und Symptome an ihrer Pflanze bestimmen und Gegenmaßnahmen ergreifen.

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