Pflege des Erica / Glockenheide

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Erica / Glockenheide

Zur Gattung der überwiegend aus Südafrika stammenden Erica gehören etwa 520 ursprüngliche Arten und zahlreiche Hybriden. Ericen sind in Wohnungen schwierig zu kultivieren; die meisten stammen aus kühlen Gegenden und benötigen entsprechende Standorte. In Wohnungskultur sollte man eine Erica als kurzlebige Pflanze betrachten, man versucht die Blüte durch kühle Standorte möglichst lange zu halten und wirft sie nach der Blüte, sobald die Pflanzen unansehnlich werden, weg.

Erica gracilis wächst als sich stark verzweigender Strauch mit zäh verholzten Trieben. Die dicht stehenden, nadelähnlichen Blätter sind quirlig an den Stämmen und Zweigen angeordnet. Erica gracilis kann eine Höhe von 40 bis 45 cm erreichen, die aufrecht wachsenden Zweige sind mit dicht aneinandergereihten, unbehaarten, hellgrün gefärbten, 4 bis 6 mm langen Blättern bewachsen. Die im Herbst erscheinenden Blüten sind rot, rötlich oder rosafarben gefärbt.

Erica gracilis "Alba" besitzt die gleiche Wuchsform wie Erica gracilis. Die Blüten dieser Pflanzen sind jedoch reinweiß gefärbt.

Erica hiemalis kann eine Höhe von 60 cm erreichen. Die Wuchsform gleicht allen anderen Erica Sorten, die Blätter sind jedoch fein behaart. Die sich im Winter öffnenden zweifarbigen Blüten sind weiß und am Ansatz rot gefärbt. Sie entspringen den Haupttrieben dieser Erica in Form endständig wachsender Trauben.

Erica ventricosa hat die Wuchsform und Größe der Erica hiemalis. Im Gegensatz zu dieser fällt die Blütezeit nicht in den Winter sondern in den Frühling bis frühen Herbst. Eine Besonderheit sind die glänzenden, wie mit einer Glasur überzogenen weißen oder roten Blüten.

Kulturanleitung Erica / Glockenheide:

Licht: Die Erica mag einen hellen Standort ohne direkte Sonnenbestrahlung. Direkte Sonnenbestrahlung lässt die Blätter vertrocknen und abfallen.

Gießen: Glockenheiden gießt man reichlich, so daß der Wurzelballen sollte immer etwas feucht sein und darf niemals austrocknen. Da Eriken keinen Kalk vertragen, muss das Gießwasser absolut kalkfrei sein. Regenwasser ist gut geeignet, Leitungswasser kann zum Absterben der Pflanzen führen.

Temperatur: Eriken benötigen kühle Temperaturen. Die ideale Temperatur liegt zwischen 7 und 11 °C. Um dem Bedarf an einer leicht erhöhten Luftfeuchtigkeit gerecht zu werden, stellt man die Pflanzgefäße in mit Wasser gefüllte Schalen auf Kieselsteine.

Vermehrung: Eine Vermehrung durch Samen ist schwierig. Da man bereits vorgezogene Pflanzen fast überall im Pflanzenhandel zu günstigen Preisen erhält, sollte man besser auf diese Eriken zurückgreifen.

Erdmischung: Für die Kultivierung einer Glockenheide eignet sich ein Substrat aus gleichen Teilen kalkfreiem Sand und kalkfreier Blumenerde auf Torfbasis.

Umtopfen: Da man Eriken normalerweise nur über eine Saison hinweg kultiviert, ist ein Umtopfen der Pflanzen nicht notwendig.

Dünger: Alle 4 Wochen einen flüssigen Blühdünger im mäßiger Konzentration. Nach dem Öffnen der ersten Blüten stellt man die Düngung ein.

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