Dünger?

    • Blütenbildung durch zusätzlichen Phosphor im Dünger zu fördern, hat generell erst nur dann Sinn wenn die Pflanze im Gesamten gesund ist. Die Verwendung dieses Düngers bei Epidendrum radicans (vermute ich mal) macht nur wenig Sinn, da du ja Probleme mit den Wurzeln bzw. mit der Pflanze an sich ahst. Vor allem sollte man phosphorbetonten Dünger nur dann probieren, wenn alles andere (Lichteinstrahlung, etc.) nicht funktioniert. Zudem ist die Blütenbildung ja von mehreren Faktoren abhängig die von Pflanze zu Pflanze variiert. So benötigen eigentlich die meisten ein gewisses Alter oder auch Größe, Ruhephasen.

      Meiner Meinung nach ist die Verwendung von zusätzlichem Dünger für Phosphor abzuraten, wenn eine sinnvolle Verwendung von allg. Dünger und Substrat vorliegt.

      Zum Dünger selbst. Ich bin jemand der dazu neigt die Düngermenge sehr gering zu halten. Da es sich hierbei um einen allg. Dünger handelt, welcher für blühende Pflanzen in Erde gedacht ist, würde ich persönlich max. 0,5-1 ml/l Wasser verwenden.

      gez. Hauzi
      Ich kultiviere meine Orchideen mit SGK.

      gez. Hauzi
    • Hauzi schrieb:



      Meiner Meinung nach ist die Verwendung von zusätzlichem Dünger für Phosphor abzuraten, wenn eine sinnvolle Verwendung von allg. Dünger und Substrat vorliegt.

      Ich hab jetzt hin und her gelesen und denke mir, dass es eine Sache vom Giesswasser sein dürfte. Kalkhaltig im unguten Bereich und damit lagert sich Phosphor an. Auch Eisen ist damit nicht mehr vernünftig verfügbar.
      Zusätzlich Phosphor zu düngen kann dafür sorgen, dass überhaupt das Element verfügbar ist und auch das Wurzelwachstum anschiebt. Es ist ja nicht nur die Blütenbildung.
      Langfristig dürfte die Beschaffenheit vom Giesswasser die Probleme beheben.
      Phosphorbetont zu düngen macht zur/in der Blüte durchaus Sinn. Stickstoffbetont muss da nicht sein. Düngetechnisch variabel zu arbeiten ist kein Fehler, wobei natürlich die Bedingungen in der Kultur passen müssen. Sonst kämpft man hier gegen Windmühlen.
    • In jedem Allgemeindünger ist bereits Phosphor/Phosphat vorhanden. Meine Aussage bezog sich auf die zusätzliche Verwendung dieses oder ähnlichen Düngers.

      kuerzlich schrieb:

      Düngetechnisch variabel zu arbeiten ist kein Fehler, wobei natürlich die Bedingungen in der Kultur passen müssen. Sonst kämpft man hier gegen Windmühlen
      Ganz meiner Meinung.

      gez. Hauzi
      Ich kultiviere meine Orchideen mit SGK.

      gez. Hauzi
    • Das hab ich schon verstanden ;)
      Hat man eine Kultur in der Blüte, man kann mit veränderter Zusammensetzung im Dünger arbeiten und so das Ergebnis verbessern.
      Nimmt man Rasen, so sollte man im Herbst kalibetont düngen, das sorgt für Zellfestigkeit und damit für Frosthärte. Stickstoff wird da nicht mehr in den üblichen Mengen benötigt.
      Bei kränkelnden Rhododendren wird mit Eisenchelat nachgeholfen. Das ist sofort verfügbar und das Laub wird wieder grün. Das ist auch so ein Fall von mangelhaftem Stand. Im nicht passenden Erdreich ist Eisen oft kiloweise eingelagert, vom Kalk gebunden. Für Pflanzen ist es nicht verwertbar.
      Genau deswegen wäre der Phosphordünger einen Versuch wert. Nichtsdestotrotz es sicher kein Allheilmittel ist.