Als erstes möchte ich mich hier mal als Neuling erstmals beteiligen und sage Hallo an alle.
Neben anderen Zimmerpflanzen habe ich auch zwei Pflanzen, die wohl unter die Kategorie Ficus fallen, soviel ich weiß. Während der eine mit relativ großen Blättern prächtig gedeiht und mittlerweile mit Topf 1,60m groß ist, führt der kleinere, mit nur ca. 3cm großen Blättern versehene, ein Schattendasein. Daher ist mir erst kürzlich aufgefallen, daß in der Pflanzenerde kleine helle Pilze wachsen. Vielleicht hat sich Staunässe gebildet oder so, aber meine Frage: Ist diese Pflanze noch zu retten und wie? Eigentlich muß die Pflanze wohl in die Quarantäne, aber ich habe keinen anderen Platz dafür.
Hallo Gilmore, herzlich willkommen im Forum der Pflanzenfreunde. Die auf dem Bild zu erkennenden Blätter und der untere Bereich des Stammes zeigen deutlich, dass es sich um einen Ficus Benjamina (Birkenfeige) handelt.
Deine kleine Pilzucht ist für die Pflanze nicht schädlich. Sie deuten jedoch darauf hin, dass die Erde über einen längeren Zeitraum hin zu feucht war und der Standort wahrscheinlich ein wenig schlecht beleuchtet ist. Das würde auch erklären warum die Birkenfeige nur langsam wächst und nur kleine Blätter ausbildet. Auch die Ausblühungen am Tontopf deuten auf zu viel Nässe hin.
Ich würde den Ficus in frische Erde umtopfen. Das alte Tongefäss sollte gründlich gesäubert oder besser ersetzt werden. Besonders in der jetzt anstehenden dunkleren Jahreszeit solltest Du darauf achten deine Pflanzen nicht zu kräftig und nicht zu oft zu gießen. Die meisten Pflanzen gehen im Winter in eine Ruheperiode über, da das Licht für eine Photosynthese nicht mehr ausreichend ist. Während dieser Zeit, bis zum Frühling, sollten die Zimmerpflanzen dann nicht gedüngt und deutlich sparsamer gegossen werden.
Hier habe ich Dir noch ein paar hilfreiche Seiten herausgesucht, lies die Informationen mal in Ruhe durch:
So, mein Ficus hat jetzt neue Erde bekommen. Neuen Topf hatte ich nicht, aber den vorhandenen habe ich gründlich mit Essigwasser gereinigt. Ich habe soviel alte Erde wie möglich aus dem Ballen entfernt und dabei auch verfaulte Wurzelteile entfernt. Mal sehen, ob und wann die Pilze wieder zutage treten. Grüße von Gilmore
Und da sind die Pilze wieder! Meine Maßnahmen haben leider nicht so recht was genützt. In 3 Wochen oder so, wenn keine Nachtfrostgefahr mehr besteht, werde ich den Ficus den Sommer über auf den Balkon stellen. (Südseite, halbschattig). Vielleicht, wenn ich ihn dort nochmal in frische Erde pflanze, ist das Problem hoffentlich gelöst.
Vielleicht sind Teile des Pilzmycels an den Erdresten der Wurzeln verblieben oder Du hast Pilzsporen beim Umtopfen mit übertragen. Ich bin gespannt wie deine Erfahrung mit den Pilzen weitergeht. Grüße Pflanzer
@pflanzer: Wäre es evtl. hilfreich, beim Umtopfen den, soweit mögl., von Erde befreiten Wurzelballen eine Zeitlang in Essigwasser zu tauchen oder mag der Ficus das gar nicht? Ich fürchte, Teile des Pilzes werden wohl sonst immer mit in den neuen Topf verschleppt.
Da muss ich passen. Ich habe keine Ahnung wie ein Ficus auf Essigwasser reagiert.
Da musst Du wohl abwägen, was schlimmer ist. Den Ficus zu verlieren oder weiter Pilze zu züchten... Meiner Meinung nach stören die Pilze ja nicht wirklich. Vielleicht solltest Du es noch einmal mit säubern und umtopfen probieren. Falls die Pilze wieder wachsen, kannst Du ja im nächsten Jahr immer noch die Essigvariante probieren. Es besteht ja die Möglichkeit, das dein Feigenbaum das Essigbad übersteht, aber Erfahrung damit habe ich bis jetzt noch nicht.
Ich würde das Tauchen in Essigwasser lieber lassen. Wenn die Pilze bis jetzt dem Wachstum nicht geschadet haben, könnte ich mir vorstellen, dass so eine saure Behandlung zwar die Pilze tötet und als nächstes wäre der Feigenbaum dran.