Nutzung von Regenwasser im Garten

Regenwasser

Auch wenn wir Europäer in der nahen Zukunft voraussichtlich nicht von einer akuten Wasserknappheit bedroht sein werden, wird jeder unvorsichtige Umgang mit diesem sehr kostbaren Gut einen negativen Einfluss auf die Zukunft unseres Planeten haben. Das Sammeln von Regenwasser ist eine für jeden Gartenbesitzer leicht durchführbare Handlung, mit der man nicht nur einen nachhaltigen Dienst für die Umwelt leistet, sondern gleichzeitig den eigenen Geldbeutel schont.

Was macht Regenwasser so besonders?

Unter der Voraussetzung der fachmännischen Installation einer entsprechenden Nutzungsanlage, bietet Regenwasser auf Grund seiner ganz besonderen Eigenschaften sowohl für den Einsatz im Garten, als auch in anderen Bereichen, große Vorteile. Mit einer Wasserhärte unter 2db ist Regenwasser überaus weich.

 Im Gegensatz dazu kann das Wasser aus der Leitung je nach Versorgungsgebiet sehr kalkhaltig sein und dadurch empfindlicheren Gartenpflanzen, wie etwa Rhododendren oder Kamelien, erhebliche Schäden zufügen. Dem Leitungswasser werden darüber hinaus üblicherweise konservierende Stoffe, wie Chlor, Fluor oder Ozon beigesetzt, die für manche Pflanzenarten ebenfalls nicht gut verträglich sind.

Ein großer Vorteil des Regenwassers gegenüber dem Leitungswasser ist darüber hinaus die Tatsache, dass es überaus mineralhaltig ist und damit künstlich hergestellten Dünger teilweise ersetzen, sowie das Algenwachstum in einem Gartenteich fördern kann.

Die technischen Möglichkeiten

Die einfachste Art, im eigenen Garten Regenwasser zu sammeln, besteht in der Anbringung eines Fallrohres, das Wasser direkt von den Regenrinnen im Dachbereich in eine dafür vorgesehenes Regentonne leitet. Die relativ einfache und daher preisgünstige Variante mit Fallrohr und Regentonne, hat allerdings den Nachteil, dass immer nur ein vergleichsweise geringer Teil des herunterkommenden Regenwassers abgeleitet und gesammelt werden kann. Die klassische grüne Regentonne gilt dabei als überholt, denn viele Gartenbesitzer wünschen sich ein unauffälliges Modell, das sich möglichst dekorativ in den Garten einfügt (siehe Beispielbild von BENZ24)

Regenwasser

Graf Garantia Sunda-Wandtank
von BENZ24

Wer größere Mengen Regenwasser sammeln möchte - etwa, weil er eine Verwendung im Haushalt anstrebt - kann sich einen sogenannten Erdtank bzw. eine Zisterne einbauen lassen, die es möglich macht, unterirdisch und damit platzsparend große Mengen an Regenwasser anzusammeln. Das unterirdische Sammeln von Regenwasser hat darüber hinaus den Vorteil, dass das Wasser nicht so schnell verleimen kann oder "brackig" wird. Da der Einbau einer Zisterne natürlich wesentlich aufwändiger ist, als das Aufstellen einer Regentonne, sollte man sich vor dem Einbau informieren, ob das System durch Anschluss weiterer Tanks erweiterbar ist. Häufig stellt sich nämlich heraus, dass man das Volumen des entsprechenden Kanisters überschätzt hat.

Die Vorteile des Sammelns

Unser Wasserverbrauch berechnet sich nicht allein aus dem, was wir täglich aus dem Wasserhahn laufen lassen. Entscheidend für die Zukunft der Erde ist der sogenannte "virtuelle Wasserverbrauch", der beispielsweise auch die Menge an Wasser mit einschließt das benötigt wird, weil wir darauf bestehen, zu jeder Jahreszeit das Obst eingeflogen zu bekommen.

In einer Zeit, in der Wasser weltweit knapper wird, ist das Sammeln von Regenwasser überaus nachhaltig und empfehlenswert. Und erfreulich ist nicht zuletzt die Tatsache, dass uns Regenwasser vollkommen gratis zur Verfügung steht und wir daher sehr viel Geld sparen können.