Gesnerien - Kulturanleitung & Pflege der Zimmerpflanzen

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deutsche Pflanzennamen:
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Gesnerien

Die in Wohnungen kultivierten Gesnerien sind gemächlich wachsende, recht kurzstämmige und bei fast allen Arten rosettenbildende Pflanzen, die bei guten Kulturbedingungen fast ganzjährlich blühen. Die gegenständig wachsenden, kurzstieligen, kräftig geäderten, grün gefärbten Blätter der Gesnerien sind fast elliptisch geformt.

Die Blüten der Gesnerien entwachsen den Blattachseln und bilden sich einzeln oder zu mehreren an langen Stielen. Die röhrenförmigen Blüten einer Gesnerie öffnen sich leicht nach oben. Die Gesnerien entwickelt unterirdische Ausläufer, welche wiederum neue, rosettenförmige Pflänzchen bilden.

Da Gesnerien für ihre Blüte und für ein gesundes Wachstum eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit benötigen, kultiviert man sie am besten in Glasbehältern, Terrarien oder klimatisierten Blumenfenstern.

Gesneria cuneifolia ist für die Zimmerkultur die wichtigste Art. Gesneria cuneifoliua besitzt meist nur einen einzigen Trieb, der so langsam wächst, dass er erst nach einigen Jahren 15 bis 20 cm Höhe erreicht. Erst im höheren Alter verzweigt sich der grüne, manchmal rötlich gefärbte, haarige Stengel dieser Gesnerien. An den sich neu bildenden Trieben, die sich im Laufe der Zeit mit weißen Haaren überziehen, bildet die Gesnerie weitere Blattrosetten. Die Blätter erreichen eine Länge von bis zu 15 cm lang und eine Breite von 3 cm. Die Blätter der Gesnerien haben eine dunkelgrün gefärbte Oberseite und eine hellgrün gefärbte Unterseite. Die kräftig hervortretenden Adern der Gesneria cuneifolia sind an der Unterseite mit langen, weißlichen Haaren besetzt.

Die Blüten der Gesneria cuneifolia sind am Saum leicht gefranst und wachsen an aufrechten, behaarten, 5 bis 7 cm langen, grünen Stielen. Die leuchtend roten Blüten dieser Gesnerien sind im Schlund orange rot gefärbt und mit kurzen, weißlichen Haaren bedeckt. Wie bei fast allen anderen Gesnerien Arten entwachsen auch  bei der Gesneria cuneifolia die Blüten den Blattachseln der Pflanze.

Kulturanleitung Gesnerien

Licht: Die Gesnerien benötigen das ganze Jahr über einen möglichst hellen Standort. Das direkte, volle Sonnenlicht vertragen die Gesnerien aber nur im Winter. An einem dunklen Standort sollte eine Gesnerie zusätzlich künstlich beleuchtet werden.

Gießen: Man wässert Gesnerien reichlich und so oft, dass der Topfballen der Pflanze stets gleichmäßig feucht ist. Man achte aber unbedingt darauf, dass der Topf nach dem Wässern nicht im Wasser steht. Lässt man die Erde der Gesnerien nur leicht austrocknen, wird die Blüte der Pflanze stark beeinträchtigt.

Temperatur: Die Gesnerien benötigen eine Mindesttemperatur von 18 °C. Um die Luftfeuchtigkeit in der Umgebung der Gesnerien zu erhöhen, stellt man die Töpfe der Pflanzen in wassergefüllte Untertöpfe auf Kieselsteine. Gesneria cuneifolia kultiviert man am besten einer Pflanzenvitrine oder in einem Terrarium. Steht ein solcher Platz nicht zur Verfügung, dann sollte man die Pflanze mehrmals am Tag mit Wasser besprühen.

Vermehrung: Zur Vermehrung von Gesnerien verwendet man die jungen Ausläufer der Pflanze. Man trennt einfach die Jungpflanzen mit einem scharfen Messer von der Mutterpflanze ab. Die kleinen Gesnerien werden einzeln eingetopft und sofort wie größere Exemplare weiterkultiviert.

Erdmischung: In ihrer natürlichen Umgebung wachsen Gesnerien in humusreichem Boden auf Kalkgestein. Als Pflanzsubstrat eignet sich deshalb am eine Mischung aus gleichen Teilen Sphagnum und Perlite, wobei man dem Substrat einen kleinen Anteil gemahlenen Kalkstein oder kohlensauren Kalk zusetzt.

Umtopfen: Am besten kultiviert man die Gesnerien in flachen, breiten Pflanzschalen. Dies begünstigt die Bildung von zahlreichen Ausläuferpflanzen. Normalerweise kürzt man die Wurzeln der Gesnerien  einmal pro Jahr um etwa ein Drittel und setzt die Pflanze dann ein wenig tiefer in ihre alte, zuvor gereinigte Pflanzschale wieder ein. Bei Bedarf wird frisches Substrat zugesetzt.

Dünger: Bei jedem zweiten Wässern verabreicht man den Gesnerien einen schwach konzentrierten Flüssigdünger.

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