Artischocke - Korbblütler (Asteraceae) Artischocke, Foto: China Crisis Bestimmte Rechte vorbehalten.
Die eng mit der stacheligen Cardy (cardy cardunculus L.) in den mediterranen Gebieten beheimatete Artischocke wurde bereits zu Beginn des 15. Jahrhundert als nicht stachelige Unterart herausgezüchtet. Lange Zeit war die Artischocke in Mitteleuropa nicht von Bedeutung und eine Rarität. Heute wird die Artischocke vor allem im Süden Frankreichs, in Mittelitalien und in den milderen Zonen der Atlantikküste angebaut. Ab dem 16. Jahrhundert galt die Artischocke als wassertreibendes Gemüse. Auch die Wirkung der Artischocken als Aphrodisiakum die guten Ergebnisse bei der Behandlung der Gelbsucht wurden sehr geschätzt.
Den ausgezeichneten Ruf als Heilpflanze verdankt die Artischocke den französischen Ärzten. Von ihnen wurde die heilende Wirkung der Artischocken bei Leber-Galle-Erkrankungen nachwiesen. Die Heilwirkung der Artischocke wird von einigen Naturheilärzten so hoch geschätzt, dass eine regelrechte Artischockenheilkunde entstanden ist. Essbare Teile der Artischocken sind die Hüllkelchblätter, die ein sehr großes Körbchen mit fleischigem Blütenboden bilden. Die fiederteiligen Blätter der Artischocke wachsen am Stängel und enthalten unterschiedliche heilkräftige Wirkstoffe. Ungekocht genossen haben die Köpfe der Artischocken ähnliche, jedoch etwas abgeschwächte, medizinische Eigenschaften wie die Pflanzenblätter.
Für Diabetiker sind die Artischocken besonders gut verträgliche und bekömmliche Pflanzen. Je kürzer die Artischocke gekocht wird, desto verträglicher sind sie. Man muss jedoch darauf achten, gekochte Artischocken nicht zu lange aufzubewahren, da sich in dem gekochten Gemüse rasch Giftstoffe entwickeln. Stillenden Müttern wird vom Verzehr der Artischocken abgeraten, die Milchsekretion wird ungünstig beeinflusst.
Hier findet man die Artischocke Wildwachsende Artischocken findet man in Südeuropa, besonders in den Gebieten rund um das Mittelmeer.
Eigenschaften der Heilpflanze Die Artischocke wirkt antidiabetisch, appetitanregend, blutreinigend, cholesterinsenkend, gegen Durchfallerkrankungen, gallentreibend, harntreibend, tonisch
Wirksame Pflanzenteile In der Naturheilkunde benutzt man von der Artischocke die gesamte Pflanze mit Ausnahme der Wurzeln.
Inhaltsstoffe der Artischocke Artischocken enthalten Kaffeesäurederivate, Flavonoide, Cynarin und Sesquiterpenlactone
Anwendung der Heilpflanze Die Artischocke wird innerlich angewendet.
Anwendungen mit der Artischocke in der Naturheilkunde finden Sie unter folgenden Stichworten: Cellulitis, Cholesterin, Diabetes, Fettleibigkeit, Gallenblase, Gicht, Harnstoff, Leber
Obwohl die Anwendung mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten. Disclaimer
Verwendung und Verarbeitung der Heilpflanzen Diskutieren und Kommentieren Sie die Artischocke im Pflanzenforum
Artischocke im Forum der Pflanzenfreunde
|