Bockshornklee - Standort und Anwendung der Heilpflanzen

   
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Lexikon der Heilpflanzen / Bockshornklee

Bockshornklee - Trigonella foenum-graecum L.

Bockshornklee - Trigonella foenum-graecum L.Der einjährig wachsende Bockshornklee gehört zu den Schmetterlingsblütlern. Die Pflanze ist eine uralte Kulturpflanze Südwestasiens und des östlichen Mittelmeergebietes. Der Bockshornklee wurde etwa im 9. Jahrhundert auch in Mitteleuropa eingeführt und ab dem Mittelalters angepflanzt. Heute wird der Bockshornklee er nur noch selten kultiviert. Manchmal ist die Pflanze verwildert bei uns anzutreffen.

Man erkennt Bockshornklee an dem zarten, stark beblätterten Stängel, den weißlichen, zwischen den oberen Blättern verborgenen Blüten und den langen, gebogenen, in einen spitzen Schnabel auslaufenden Hülsen. Allen Teilen dieser Heilpflanze verströmen einen unangenehmen, starken Geruch, der auch bei getrockneten Pflanzen erst nach vielen Jahren langsam nachlässt.

In der Naturheilkunde werden vor allem die sich durch einen hohen Schleimgehalt auszeichnenden Samen genutzt. Der unangenehme Geruch wird durch Kochen etwas abgeschwächt. Die Samen enthalten erhebliche Mengen an Eiweiß, Fett und Stoffen, die die Fettaufnahme fördern und den Appetit anregen. In Kleinasien werden die Samen deshalb vor allem von Frauen gegessen. Allgemein gelten sie als kräftigend und anregend auf den gesamten Stoffwechsel.

Beschreibung des Bockshornklees
Der Bockshornklee wird, je nach Standort, 30 bis 75 cm hoch. Die Pflanze ist einjährig, die Stängel wachsen aufrecht und sind rund. Die zahlreichen, grünen Blätter sind kurz gestielt und aus 3 verkehrteiförmigen Blättchen zusammengesetzt.

Die gelblich-weiß gefärbten Blüten des Bockshornklees bilden sich von April bis Juni. Jeweils 1 bis 2 wachsen sitzend in den Achseln der oberen Blätter. Der Kelch ist behaart, die Krone eine Schmetterlingsblüte. Die Staubfäden sind verwachsen, der oberste Staubfaden ist frei.

Die Früchte bestehen aus 8 bis 10 cm langen Hülsen. Diese wachsen aufrecht, sind leicht gebogen und haben einen 2 bis 3 cm langen Schnabel. Die Hülsen beinhalten 1 Reihe mit 10 bis 20 verbeulten Samen.

Die Wurzel des Bockshornklees pfahlförmig, der Geruch der gesamten Pflanze ist stark und ekelerregend. Der Geschmack aller Pflanzenteile ist unangenehm.

Hier findet man den Bockshornklee
Diese Heilpflanze wächst überwiegend im Mittelmeerraum und Südwestasien. In Mitteleuropa wird der Bockshornklee nur noch selten kultiviert, manchmal findet man die Pflanze verwildert bis in Höhenlagen von etwa 1000 m.

Eigenschaften der Heilpflanze
Der Bockshornklee wirkt abführend, appetitanregend, blutzuckersenkend und tonisch.

Wirksame Pflanzenteile
In der Naturheilkunde benutzt man von dem Bockshornklee die blühenden Sprossspitzen und die getrockneten Samen.

Inhaltsstoffe des Bockshornklee
Schleimstoffe, Saponin, Trigonellin, Bitterstoff, ätherisches Öl, fettes Öl

Anwendung der Heilpflanze
Der Bockshornklee wird innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit dem Bockshornklee in der Naturheilkunde finden Sie unter folgenden Stichworten: Anämie, Appetit, Cellulitis, Diabetes, Furunkel, Magerkeit, Nagelentzündung, Rekonvaleszenz.

Obwohl die Anwendung mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten.
Disclaimer

Verwendung und Verarbeitung der Heilpflanzen