Espe - Weidengewächse (Salicaceae) Espe, By Prof. Dr. Otto Wilhelm Thomé, Gera CC-BY-SA-3.0
Man erkennt Espen gut an ihrem sehr lange hell und glatt bleibenden Stamm, der lockeren Krone und den fast runden, schon bei einem leichten Windhauch zitternden Blättern. Dieses Zittern wird dadurch hervorgerufen, dass der lange Blattstiel senkrecht zur Blattspreite abgeplattet ist und einen relativ hohen Luftwiderstand bietet.
Die lichtbedürftige Espe bevorzugt helle Wälder, Buschland, Waldränder, Moore und felsige Abhänge. Auf Felsen dringen die Wurzeln der Espen tief in Felsspalten vor und umklammern das Gestein. Da Espen nicht frostempfindlich sind, wachsen die Bäume fast in ganz Europa. Man kann Espen in Skandinavien bis zum 71. nördlichen Breitengrad finden.
In der letzten Eiszeit war die Espe einer der ersten Bäume, der sich nach dem Zurückweichen des Eises wieder verbreitete. Die Espen wachsen und vermehren sich sehr schnell. Die saftige Rinde einer Espe wird gern von Nagern und vom Rotwild angefressen. Das Espenholz ist sehr weich und leicht. Man verwendet Espenholz zur Herstellung von Papier und Zündhölzern. In der Heilkunde werden die adstringierenden und antiseptischen Eigenschaften der Rinde und der Blätter genutzt.
Beschreibung der Echten Espe Espen sind bis 10 bis maximal 30 m hoch werdende Bäume. Die Espe ist zweihäusig. Der Espenstamm ist anfänglich glatt berindet, gelbbraun, bei älteren Bäumen dunkelgrau und rissig. Die wechselständig angeordneten Blätter haben lange, dünne und abgeplattete Stiele. Die Blattform ist eiförmig bis fast kreisrund. Die Oberseite eines Blattes ist lebhaft grün, die Blattunterseite ist heller. Der Blattrand ist stumpf gezähnt. Die Blütezeit dauert von März bis April. Die Blüten stehen in dichten, hängenden Kätzchen. Die oberflächlich verlaufende Wurzeln bilden Wurzelschösslinge. Der Geschmack der Espe ist bitter.
Hier findet man die Espe Die Espe wächst in fast im gesamten europäischen Raum. Man findet die Pflanze bis in Höhen von 2000 m. Der bevorzugte Standort der Espe sind lichte Wälder, Gebüsche, Hecken und Moore.
Eigenschaften der Heilpflanze Die Espe wirkt antiseptisch, entzündungshemmend und fiebersenkend.
Wirksame Pflanzenteile der Espe In der Naturheilkunde benutzt man von der Espe die Rinde, die frischen Blätter und das Splintholz.
Inhaltsstoffe der Espe Glykoside, Gerbstoff, Flavonoide, Zimtsäurederivate und Mineralsalze.
Anwendung der Heilpflanze Die Espe wird in der Naturheilkunde innerlich und äußerlich angewendet.
Anwendungen mit Espe in der Naturheilkunde finden Sie unter folgenden Stichworten: Blasenentzündung, Skorbut
Obwohl die Anwendung mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten. Disclaimer
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