Johannisbeere - Stachelbeergewächse (Grossulariaceae) Johannisbeere / Ribes rubrum Foto: Apple2000 Lizenz: GFDL
Die echte Wildform der stachellosen roten Johannisbeere ist in Europa nur selten zu finden. Die größten Chancen eine solche Pflanze zu entdecken hat man in Auwäldern. Wer etwas Glück hat, kann größere Bestände der roten Johannisbeere entdecken; die Pflanze verbreitet sich durch Kriechsprosse.
Die fruchtigen Beeren der Wildform sind verhältnismäßig klein. Die aus der Wildform gezüchtete rote Johannisbeere ist ein beliebter Gartenstrauch, die Beeren sind größer als bei ihrer wilden Verwandten und die Zuchtformen bilden keine Kriechsprosse zur Vermehrung.
Gegen Ende Juni reifen die fruchtig und säuerlich schmeckenden Früchte der Johannisbeeren heran. Sie wirken blutreinigend und erfrischend, Johannisbeeren dürfen auch von Diabetikern gegessen werden. Bei etwa 90 °C Im Ofen getrocknet, sind die Johannisbeeren gut haltbar. Im Winter kann man aus den getrockneten Früchten einen verdauungsfördernden und sehr delikat schmeckenden Tee aufgießen.
Die Johannisbeeren sind außerordentlich reich an unterschiedlichen Fruchtsäuren. Früher war das Gelee aus den Johannisbeeren sehr beliebt, man kann ein solches Gelee herstellen ohne die Früchte zu kochen. Zur Geleeherstellung werden die Johannisbeeren mit der Gabel von den Trauben abgestreift und dann vorsichtig zerquetscht. Man sollte dabei darauf achten, die Kerne der Früchte nicht zu zerdrücken. Anschließend wird der Johannisbeersaft abgeseiht und die doppelte Menge Zucker hinzugegeben.
Die rote Johannisbeere ist ein strauchiges Gewächs, dass eine Wuchshöhe zwischen 1 und 1,5 m erreicht. Die Äste der roten Johannisbeere haben keine Stacheln, die Rinde ist grau gefärbt, an älteren Ästen löst sie sich in Streifen ab. Die handförmig gelappten, wechselständig angeordneten Blätter einer Johannisbeere wachsen an kurzen Stielen. Von April bis Mai bilden die roten Johannisbeeren gelb-grün gefärbte Blüten in hängenden Trauben. Gegen Ende des Monats Juni reifen dann die in Trauben hängenden, kleinen, rot gefärbten, glänzender Beeren mit saftigem Fruchtfleisch und mehreren Samen
Hier findet man die Johannisbeere Die Pflanze wächst in Mittel- und Nordeuropa bis in Höhenlagen von etwa 2000 m. Die bevorzugten Standorte der roten Johannisbeere sind Auenwälder und lichte, feuchte Gehölze.
Eigenschaften der Heilpflanze Die Johannisbeere wirkt abführend, adstringierend, appetitanregend, blutreinigend, harntreibend, mineralsalzzuführend, verdauungsfördernd
Der Geschmack der roten Johannisbeere ist fruchtig säuerlich..
Wirksame Pflanzenteile der Johannisbeere In der Naturheilkunde benutzt man von der Johannisbeere die Früchte.
Inhaltsstoffe der Johannisbeere Kohlenhydrate, Apfelsäure, Zitronensäure, Weinsäure, Schleim, Vitamin C, Proanthocyanidine, Anthocyanen, Flavonoide
Johannisbeere / Ribes rubrum Foto: Przykuta Lizenz: GFDL
Anwendung der Heilpflanze Die Johannisbeere wird in der Naturheilkunde nur innerlich angewendet.
Anwendungen mit Johannisbeere in der Naturheilkunde finden Sie unter folgenden Stichworten: Appetit, Fettleibigkeit, Flechte, Frühjahrskur, Rheumatismus, Verstopfung
Obwohl die Anwendung mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten. Disclaimer
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