Pfaffenhütchen - Standort und Anwendung der Heilkräuter

   
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Lexikon der Heilpflanzen / Pfaffenhütchen

Pfaffenhütchen - Spindelbaumgewächse (Celastraceae)

Pfaffenhütchen / Euonymus europaea Das Pfaffenhütchen ist eine Giftpflanze!

Die Zweige des vom Sommer bis in den Herbst blühenden Pfaffenhütchens sind als hübscher Zimmerschmuck sehr begehrt. Wer Kinder hat sollte von diesem Zimmerschmuck absehen, alle Teile des Pfaffenhütchen sind giftig.

Die kantigen, leuchtend karminrot gefärbten Früchte öffnen sich sobald die Samen im Inneren herangereift sind. Dekorativ schauen nun die von orange-rot gefärbte Mänteln umschlossenen Samen aus der geplatzten Hülle.

Alle Teile des Pfaffenhütchen enthalten giftige Substanzen. Das Holz des 2 bis 5 m hohen Strauches wurde früher gerne zum Schnitzen und für die Herstellung von Spindeln benutzt. Bereits aus diesen Zeiten wurde von Vergiftungen bei der Holzbearbeitung berichtet, die Holzspäne des Pfaffenhütchen verursachten Vergiftungen bei den Drechslern und Holzschnitzern.

Die zu Holzkohle verarbeiteten holzigen Bestandteile der Pflanze werden gerne als Zeichenkohle benutzt. 

Das Pfaffenhütchen ist ein bis zu 5 m hoch wachsendes Strauchgewächs, die grünliche Rinde ist glatt. Die jungen Zweige der Pflanze sind 4 kantig, die an kurzen Stielen wachsenden, lanzettförmigen Blätter sind gegenständig angeordnet. Die Blattränder weisen eine feine Zahnung auf, die untere Seite der Blätter sind bläulich-grün gefärbt.

Ab Mai bis Mitte Juni bildet das Pfaffenhütchen in den Blattachseln hellgrün gefärbte, 3 bis 9 blütige Scheindolden mit je 4 bis 5 Kelch-, Staub- und Kronblättern.

Die karminrot gefärbten, fleischigen Samenkapseln haben 4 bis 5 Fächer mit jeweils einem Samenkorn.

Hier findet man das Pfaffenhütchen
Die Pflanze ist fast im gesamten mitteleuropäischen Raum bis in Höhenlagen von 1200 m zu finden. Der bevorzugte Standort des Pfaffenhütchen sind buschige, feuchte Landschaften, und entlang von Bachläufen in lichten Wälder.

Eigenschaften des Pfaffenhütchen
Stark abführend, brechreizerzeugend, gallentreibend, insektizid, wundreinigend.

Pfaffenhütchen / Euonymus europaeaPfaffenhütchen / Euonymus europaea
Foto: Pratheepps, Lizenz: GFDL

Anwendung der Heilpflanze

Anwendungen mit dem Pfaffenhütchen in der Naturheilkunde finden Sie unter folgenden Stichworten: Hautgeschwür, Krätze, Läuse

Obwohl die Anwendung mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten.
Disclaimer

Inhaltsstoffe des Pfaffenhütchen
Bitterstoffe, Gerbstoffe, Öl, Farbstoffe, organische Säuren, Vitamin C, Alkaloide

Wichtige Hinweise
giftpflanzen Das Pfaffenhütchen darf nur äußerlich angewendet werden, alle Teile dieser Pflanze sind giftig. Als toxisch wirkende Substanz gilt ein bisher noch nicht richtig erforschter Bitterstoff.

Maßnahmen bei Vergiftung durch Pflanzen

Verwendung und Verarbeitung der Heilpflanzen