Rainfarn - Korbblütler (Asteraceae) Diese üppig wachsende Pflanze mit ihren kräftigen Stängeln und den farnähnlich aussehenden Blättern findet man häufig an Wegrändern, Flussufern und auf überwachsenen Geröllhalden. Auffällig sind die goldgelb gefärbten, knopfartig geformten Blüten.
Der krautig wachsende Rainfarn erreicht je nach Standort eine Höhe zwischen 60 cm und 1,60 m. Die in Büscheln wachsenden Stängel der Pflanze verzweigen sich im oberen Bereich, sie sind außen kantig und im Inneren hohl. Die wechselständig angeordneten Blätter des Rainfarn sind einfach bis doppelt fiederig und in jeweils 7 bis 15 Abschnitte geteilt. Die Fiedern sind nur schwach behaart oder gänzlich kahl und besitzen eine feine, drüsenartige Punktierung. Die von Juli bis September erscheinenden, in einer Doldenrispe angeordneten goldgelb gefärbten Blüten sind abgeplattet. Der Geruch des Geruch ist intensiv würzig, der Geschmack aromatisch und leicht bitter.
Der Rainfarn wurde bereits im Mittelalter als Gewürz für Fleischgerichte, Eierspeisen und Süßspeisen benutzt. Besonders wichtig war die Verwendung dieser Heilpflanze gegen Wurmbefall und bei Frauenleiden. Die während der Blütezeit gesammelte und als großer Strauß getrocknete Pflanze verwendete man um Insekten wie Stechmücken und Motten aus den Häusern zu vertreiben. Ein aus Rainfarn hergestelltes Mundwasser soll Linderung bei starken Zahnschmerzen bringen.
Nicht nur die Menschen, sondern auch die Haus- und Nutztiere profitierten von den Eigenschaften dieser Heilpflanze. Der Rainfarn wurde in Ställen und Hundehütten gegen plagende Insekten wie Mücken, Flöhen oder Milben eingesetzt.
Eine aus dieser vielseitigen Heilpflanze hergestellter Aufguss hilft gegen Parasiten im Darmtrakt, bei Magenkrämpfen, bei Blasenleiden und Harnbeschwerden. Der Tee wirkt wurmtreibend, verdauungsfördernd und er reguliert die Menstruation.
Hier findet man den Rainfarn Die Pflanze ist fast im gesamten europäischen Raum bis in Höhenlagen von 2000 m zu finden. In den niederschlagsärmeren und heißeren Mittelmeergebieten ist der Rainfarn nicht anzutreffen. Bevorzugte Standorte des Rainfarn sind Brachland, Geröllhalden, Wegränder, Dämme und offenes verwildertes Gelände. In manchen Gärten findet man den Rainfarn als Zierpflanze.
Eigenschaften der Heilpflanze Der Rainfarn wirkt erfrischend, menstruationsregulierend, verdauungsfördernd, wurmtreibend und als Insektizid.
Wirksame Pflanzenteile In der Naturheilkunde benutzt man von dem Rainfarn die Samen und die blühenden Sprossspitzen.
Rainfarn / Tanacetum vulgare Foto: Fir0002 Lizenz: GFDL
Inhaltsstoffe des Rainfarn Ätherische Öle, Bitterstoffe Lipide, Inulin, Harze
Anwendung der Heilpflanze Der Rainfarn wird innerlich und äußerlich angewendet. Die in den Anwendungen angegebenen Dosierung sind unbedingt einzuhalten!
Anwendungen mit dem Rainfarn in der Naturheilkunde finden Sie unter folgenden Stichworten: Bandwürmer, Bluterguss, Darmparasiten, Luftschlucken, Magen, Quetschungen, Rheumatismus , Sodbrennen
Obwohl die Anwendung mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten. Disclaimer
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