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Sanikel - Doldenblütler (Apiaceae) Sanikel, Kurt Stueber, Lizenz: GFDL
In dem Namen des Sanikel verbirgt sich das lateinischen Wort "sanare", welches "Heilen" bedeutet. Heute hat der Sanikel als Heilpflanze an Bedeutung verloren, aufgrund ähnlicher medizinischer Eigenschaften wird der gemeine Odermennig oder der Vogelknöterich oftmals vorgezogen. Im mittelalter war die Verwendung des Sanikel als Heilkraut jedoch sehr verbreitet, zeitweise wurde diese Heilpflanze in Gärten angepflanzt.
Die zerdrückten, rohen Blätter des Sanikel werden auf Quetschungen und Blutergüsse aufgelegt; auch der Pflanzenaufguss wird für heilende Umschläge bei Quetschungen und Knochenbrüchen oder zur Reinigung offener Wunden verwendet. In der Regel heilt eine mit dem Sanikel behandelte und gereinigte Wunde ohne ohne zu eitern oder zu vernarben ab. In Milch gekocht und mit Honig gesüßt liefern die Blätter des Sanikel ein auch von Kneipp empfohlenes Hausmittel gegen Erkrankungen der Luftwege und Verschleimung der Atemwege. Zubereitungen mit dem Sanikel dienen auch als Gurgelwasser bei Entzündungen der Mundschleimhaut.
Man findet diese Heilpflanzen im Schatten von Laubwäldern und auf frischen, nährstoffreichen Böden. Der Stängel des Sanikel trägt am Grund handformig geteilte Blätter, die den Winter überstehen und vor der Blüte sowie im Herbst gesammelt werden können.
Hier findet man den Sanikel Die Pflanze findet man in Europa bis in Höhenlagen von etwa 1700 m. Der Sanikel wächst meist in schattigen Laubwäldern. In Nadelwäldern ist diese Heilpflanze eher selten anzutreffen.
Sanikel, Foto: Bernd Haynold, Lizenz: GFDL
Eigenschaften der Heilpflanze Der Sanikel wirkt adstringierend, narbenbildend, wundheilend und wundreinigend.
Wirksame Pflanzenteile In der Naturheilkunde benutzt man von dem Sanikel den im Herbst gesammelten Wurzelstock und die vom Mai bis in den Juni gesammelte, gesamte Pflanze. Der Geschmack der des Sanikel ist stark bitter und adstringierend, der Geruch dieser Heilpflanze ist kräftig würzig.
Inhaltsstoffe des Sanikel Saponine, Gerbstoffe, ätherisches Öl, Bitterstoffe
Anwendung der Heilpflanze Der Sanikel wird in der Naturheilkunde innerlich und äußerlich angewendet. Anwendungen mit dem Sanikel in der Naturheilkunde finden Sie unter folgenden Stichworten: Angina, Bluterguss, Bronchitis, Durchfall, Halsweh, Magen, Quetschung, Schürfwunden, Sodbrennen, Verletzungen, Weißfluss, Wundbehandlung
Obwohl die Anwendung mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten. Disclaimer
Verwendung und Verarbeitung der Heilpflanzen
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