Schwarzdorn - Rosengewächse (Rosaceae) Schwarzdorn, Prunus spinosa L. Foto: Kurt Stueber, Lizenz: GFDL
Der Schwarzdorn blüht als einer der ersten Sträucher unter den in Europa heimischen Sträuchern. Das sparrige, reichlich verzweigte und mit kräftigen Dornen bewehrte Geäst des Schwarzdorns bedeckt sich im zeitigen Frühling dicht mit kleinen, duftenden, weißen Blüten.
Der Schwarzdorn ist ein sehr vitales Gewächs, das in Wiesen, an Ackerrändern, an Waldrändern und in urtümlichen Weinbergen undurchdringliche Hecken bilden kann. Die Blätter des Schwarzdorn entfalten sich nur gegen Ende der kurzen Blütezeit. Als naher Verwandter von Kirschen, Pfirsichen und Zwetschgen bildet auch der Schwarzdorn Steinfrüchte. Diese sind kugelig rund, unreif grün, im reifen Zustand blauschwarz gefärbt und mit einer dichten, hellblau wirkenden Wachsschicht überzogen.
Man kann die sehr herb schmeckenden Früchte vor den ersten frostigen Nächten im Herbst kaum genießen. Für die Herstellung von Schwarzdornlikör oder Schwarzdornschnaps sammelt man die reifen Früchte nach den ersten kräftigen Frösten. Durch das Einfrieren werden die Früchte des Schwarzdorn milder und süßlicher.
Als Arzneipflanze wird der Schwarzdorn vor allem wegen der adstringierenden Eigenschaften verwendet. Die grünen oder reifen Früchte können in der Naturheilkunde sowohl getrocknet als auch in frischem Zustand verwendet werden. Das gleiche gilt für die Verwendung der Blüten, die durch den Gehalt an Blausäureglykosiden bittermandelartig schmecken. Auch die Rinde und die Blätter des Schwarzdorn enthalten Blausäureglykoside, nicht jedoch die fleischigen Teile der Früchte.
Hier findet man den Schwarzdorn Diese Heilpflanze ist in Europa, mit Ausnahme der nördlichsten Gebiete, beheimatet. Der Schwarzdorn ist besonders häufig in an Wegrändern, in Hecken und Gebüschen sowie an den Waldrändern zu finden. Der Schwarzdorn bevorzugt sonnige Standorte mit kalkhaltigen und steinigen Böden. Schwarzdorn wächst bis in Höhenlagen von etwa 1400 m. Häufig anzutreffende Begleitpflanzen des Schwarzdorns sind Berberitze, Hasel, Wacholder, Wildrosen und Weißdorn.
Eigenschaften der Heilpflanze Der Schwarzdorn wirkt abführend, adstringierend, blutreinigend, harntreibend, schweißtreibend und tonisch. Der Geschmack der Früchte ist herb und adstringierend, der Geruch der Pflanze ist angenehm aromatisch.
Wirksame Pflanzenteile In der Naturheilkunde benutzt man von dem Schwarzdorn die Rinde, Blätter, Blütenknospen und die Früchte.
Inhaltsstoffe des Schwarzdorns Gerbstoff, Blausäureglykoside, Flavonoide, Vitamin C
Anwendung des Schwarzdorns in der Naturheilkunde Der Schwarzdorn wird in der Naturheilkunde innerlich angewendet.
Behandlung von Akne mit Schwarzdorn Man nimmt etwa 30 g Blüten des Schwarzdorns und übergießt diese mit 1 Liter siedendem Wasser. Der Tee muss 10 bis 12 Minuten ziehen. Von diesem Getränk zur Verbesserung der Akne trinkt man regelmäßig morgens vor dem Frühstück und abends vor dem Abendessen jeweils eine Tasse.
Frühjahrskur mit Schwarzdorn Man gibt 20 g getrocknete Blüten vom Schwarzdorn in 1 Liter kochendes Wasser. Der Schwarzdorn muss 5 Minuten ziehen. Von diesem Tee sollte man während der Frühjahrskur täglich nicht mehr als 2 Tassen trinken. Das erste Glas trinkt man morgens auf nüchternen Magen, das letzte vor dem Schlafengehen.
Absud mit Schwarzdorn gegen Müdigkeit Man gibt 40 g Früchte vom Schwarzdorn in 1 Liter kaltes Wasser. Dann wir das Wasser zum Kochen gebracht, die Früchte müssen vor dem Abseihen 5 Minuten leicht kochen. Von diesem Schwarzdornabsud trinkt man täglich 1 Liter.
Absud mit Schwarzdorn zur Unterstützung des Wachstums Als stärkendes Getränk verwendet man einen Absud mit Schwarzdorn. Zur Herstellung des Absudes gibt man 50 g Früchte des Schwarzdorns in 1 Liter kochendes Wasser, vor dem Abseihen lässt man die Früchte etwa 5 Minuten kochen.
Wichtige Hinweise zum Schwarzdorn Bei Verwendung der Rinde, der Blüten und der Blättern müssen die angegebenen Dosierungen eingehalten werden.
Obwohl die Anwendung mit Heilkräutern oft eine positive Wirkung auf Beschwerden haben, sollte man vor der Heilpflanzenanwendung immer Rücksprache mit einem Arzt halten. Dies gilt auch für Anwendungen mit dem Schwarzdorn .
Beachten Sie bitte unseren Hinweis zu den Gesundheitsthemen !
Verwendung und Verarbeitung der Heilpflanzen
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