1) Orchideen allgemein, Blütenaufbau
2) Orchideen schneiden / beschneiden
3) Licht & Temperatur
4) Luftfeuchtigkeit, Gießen, Substrat
5) Vermehrung, Düngen
6) Umtopfen von Orchideen
--- Austopfen und reinigen
--- Schneiden der Wurzeln
--- Reinigen der Wurzeln
--- Teilen des Rhizoms
--- Vor der Versiegelung
--- Versiegeln der Schnittflächen
--- Trocknen der Versiegelung
--- Eintopfen der Orchidee
7) Ruheperiode
8 ) Die Jahreszeiten
--- Orchideen im Frühling
--- Orchideen im Sommer
--- Orchideen im Herbst
--- Orchideen im Winter
9) Versiegelungspaste herstellen
--- Reinigen der Muscheln
--- Vorbereiten des Arbeitsmaterials
--- Muschelschalen ausglühen
--- Säubern der Muschelschalen
--- Zerkleinern und vermischen
--- Wässern und zu Brei verarbeiten
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Wie zahlreiche Pflanzen sind auch die meisten Orchideen dem Wechsel und den unterschiedlichen Bedingungen der verschiedenen Jahreszeiten unterworfen.
Je nach Herkunft der Gattung erleben die Orchideen jedoch die Jahreszeiten ganz unterschiedlich, abhängig von der jeweiligen Klimazone des natürlichen Standortes. Einige Orchideen wachsen in Klimazonen in denen es statt der kalten Jahreszeit eine kühle Trockenzeit gibt, in anderen Gebieten fällt jährlich der Monsunregen und es regnet täglich in großen Mengen.
Die meisten Orchideen können sich aber bis zu einem gewissen Grad, jedoch nicht vollständig, unterschiedlichen Klimabedingungen anpassen. Für die erfolgreiche Kultivierung einer Orchidee ist es deshalb wichtig, die natürlichen Klimabedingungen des Herkunftslandes zu beachten und man sollte versuchen ähnliche Wachstumsbedingungen zu schaffen.
Im Frühling beginnt für viele Orchideen, so wie für zahlreiche andere Zimmerpflanzen auch, die Wachstumszeit.
Nun ist der richtige Zeitpunkt, eine Orchidee die verblüht ist und zu wachsen beginnt, umzutopfen. Kindl können von der Mutterpflanze abgetrennt und in eigene Substrate getopft werden.
Durch die lichtarme Jahreszeit sind die Orchideen zu Anfang des Frühlings noch etwas geschwächt, die Pflanzen sind jetzt besonders anfällig für saugende Parasiten, die nun wegen der steigenden Temperaturen und der frisch zirkulierenden Pflanzensäfte auch wieder aktiver werden.
Deshalb sollte man seine Orchideen nun alle paar Tage aufmerksam begutachten. So kann man einem Parasitenbefall rechtzeitig erkenn und durch geeignete Maßnahmen größere Schäden oder gar eine sich auf weitere Pflanzen übertragende Invasion verhindern.
Lesen Sie hier alles über die Pflege der Orchideen im Frühling:
Orchideen im Frühling, März bis Mai
Im Sommer gibt es für uns Orchideenfreunde einiges zu tun - wegen der bereits gestiegenen Temperaturen muss man darauf achten, das die Orchideen genügend gewässert werden, man sorgt für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit und sprüht die Pflanzen einmal am Tag mit zimmerwarmem, kalkfreiem Wasser ein.
Frische Luft ist wichtig um Stauwärme gar nicht erst entstehen zu lassen, Frischluft stärkt die Orchidee, beugt dem Parasitenbefall vor und kühlt die wärmeempfindlichen Gattungen.
Wenn die Orchideen gut wachsen und neue Triebe und Blätter bilden, achtet man auf eine ausreichende, aber nicht übertriebene Düngung, gedüngt werden kann mit dem Gießwasser oder beim Einsprühen der Orchideen mit dem Sprühwasser.
Lesen Sie hier alles über die Pflege der Orchideen im Sommer:
Orchideen im Sommer, Juni bis August
Der Herbst: Mit den nun langsam kürzer werdenden Tage beginnen auch die Nächte wieder kühler zu werden. Besonders in Höhenlagen und den Gebieten mit beginnendem Kontinentalklima (z.B. bayrischer Wald) kann es Nachts empfindlich kühl werden.
Man sollte die Wettervorhersagen genauer beobachten und falls notwendig, vor allem die kälteempfindlichen Orchideen wieder in die Wohnung, das Gewächshaus oder den Wintergarten zurückholen.
Vorher sollte man die Pflanzen an den Blättern, den Trieben und Knospen und auch im Bereich der Wurzeln gründlich auf eventuell eingenistete Schädlinge überprüfen.
Solange die Nächte noch ohne Frost sind, können die weniger kälteempfindlichen Orchideen (z.B. Dendrobium nobile) noch im Freien verbleiben.
Orchideen die die Sonne ganz gut vertragen ( Cattleya, Vanda) können ab Ende September wieder dem vollen Sonnenlicht ausgesetzt werden ohne Verbrennungsschäden zu erleiden.
Lesen Sie hier alles über die Pflege der Orchideen im Herbst:
Orchideen im Herbst, September bis November
Im Winter beginnt für viele Orchideen die Ruheperiode oder die Blütezeit. Es gibt aber auch einige Orchideen Arten die keine Ruhezeit einlegen, sie sind weiterhin aktiv und benötigen mehr Feuchtigkeit, Licht und Dünger (Phalaenopsis).
Einige Orchideen befinden sich jetzt mitten in der Ruheperiode. Dies Orchideen dürfen jetzt nur sehr sparsam gewässert werden, die Düngung ist gänzlich einzustellen.
In dieser lichtarmen Winterzeit können einige Probleme entstehen. Knospende Orchideen die in die Blüte übergehen brauchen jetzt aber viel Licht.
Ist das Licht zu schwach, können die Pflanzen kränkeln und die Knospen werden noch vor der Blüte abgeworfen. Wer keine hellen Wintergarten oder einen ähnlich gut beleuchteten Standort zur Verfügung hat, sollte spätestens jetzt eine künstliche Beleuchtung hinzuschalten.
Lesen Sie hier alles über die Pflege der Orchideen im Winter:
Orchideen im Winter, Dezember bis Februar
Orchideen im Frühling, März bis Mai
Orchideen im Sommer, Juni bis August
Orchideen im Herbst, September bis November
Orchideen im Winter, Dezember bis Februar
Falls Sie diese Seiten bereits besucht haben, sollten Sie sich nun informieren wie man eine desinfizierende Paste zum Versiegeln der frischen Schnittflächen einer Orchidee herstellt:
Versiegelungspaste herstellen