Dipteracanthus - Kulturanleitung & Pflege

     
Zimmerpflanzen | «Dipteracanthus»
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Dipteracanthus

Aus der Gattung Dipteracanthus, die im Handel auch unter dem Namen Ruellia verkauft wird, hat eigentlich nur die Art Dipteracanthus makoyanus als Zimmerpflanze Bedeutung. Die Pflanze wird besonders wegen ihrer im Winter erscheinenden Blüten und wegen ihrer samtigen Blätter gerne kultiviert. Mit den hängenden, sich reichlich verzweigenden Trieben, die eine Länge von bis zu 70 cm erreichen können, ist Dipteracanthus als Ampelpflanze sehr gut geeignet.

An den Stengeln der Dipteracanthus wachsen gegenständig langovale, spitz zulaufende Blätter. Diese sind an der Oberseite olivgrün mit einer auffallenden hellen Äderung; die Unterseite der Blätter ist kräftig purpurrot gefärbt. Die roten, fünfblättrigen, nahezu symmetrischen Blüten dieser Pflanzen entspringen  den Blattachseln in der Nähe der Triebspitzen.

Kulturanleitung Dipteracanthus:

Licht: Dipteracanthus kultiviert man an einen hellen Platz ohne direkte Sonnenbestrahlung. Durch zu schwache und ungenügende Lichtverhältnisse in den lichtarmen Wintermonaten verkürzt sich die Blühzeit der Pflanzen erheblich.

Gießen: Während der Wachstumsperiode gießt man die Pflanzen mäßig (siehe: Grundlagen für Zimmerpflanzen - Gießen). Nach dem Verblühen der Dipteracanthus hält man eine fünf- bis achtwöchige Ruhezeit ein. In dieser Zeit gießt man gerade nur soviel, dass die Erde nicht vollständig vertrocknet.

Temperatur: Die Dipteracanthus benötigen Temperaturen um 20 °C. Trockene Luft wird von den Dipteracanthus nicht gut vertragen. Am besten stellt man die Pflanzgefäße in mit Wasser gefüllte Schalen auf Kieselsteine oder benutzt wassergefüllte Untersetzer unter den Blumenampeln. Bei Temperaturen über 21 °C sollten die Blätter der Pflanzen einmal täglich mit kalkfreiem, zimmerwarmem Wasser besprüht werden. Die untere Temperaturgrenze für eine Dipteracanthus liegt bei etwa 13 °C.

Vermehrung: Im frühen Sommer kann man die Dipteracanthus durch 7 bis 10 cm langen Kopfstecklinge vermehren. Man schneidet einen Steckling direkt unterhalb eines Blattknotens von einem jungen Trieb ab und entfernt dann die unteren Blätter. Der Steckling sollte nun noch mindestens 3 bis 4 Blattpaare besitzen. Den so vorbereiteten Steckling taucht man mit der Schnittfläche in ein Bewurzelungshormon und setzt ihn in ein Gemisch aus gleichen Teilen Torf und Sand. Über das Pflanzgefäß stülpt man einen Plastikbeutel oder man stellt es in einen beheizten Vermehrungskasten an einen nicht sonnigen aber hellen Platz. Zur Bewurzelung benötigen die Dipteracanthus eine Mindesttemperatur von 21 °C. Das Substrat wird bis zur Bewurzelung, die sich durch den ersten neuen Austrieb zeigt, nur schwach gegossen, die Anzuchterde sollte nur leicht feucht sein.

Man wartet bis die Pflanze sich kräftig bewurzelt hat und topft die Stecklinge dann in Gruppen von 3 bis 6 Exemplaren in ein größeres Pflanzgefäß mit dem empfohlenen Erdgemisch um.

Erdmischung: Die am besten geeignete Kulturerde besteht aus einem Gemisch von einem Teil Torferde und einem Teil Komposterde.

Umtopfen: Für diese flachwurzelnden Pflanzen eignen sich am besten niedrige Töpfe, Schalen oder Ampeln. Wenn das Gefäß durchwurzelt ist, wird die Pflanze im Frühjahr umgetopft.

Dünger: Die Dichorisandra werden während des Wachstums alle zwei Wochen mit Flüssigdünger in mäßiger Konzentration gedüngt. Während der Ruheperiode stellt man das Düngen ein.

Hinweise: Die jungen, zarten Triebspitzen von Dipteracanthus werden gerne von Blattläusen befallen. Insbesondere zu niedrige Luftfeuchtigkeit fördert den Befall durch diese Insekten.


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