Lilien pflegen

Die Pflege der Lilien mit ihren bezaubernden Blüten ist nicht nur im Garten, sondern auch in Wohnungen möglich. Die etwa 100 Arten der Lilien sind in den gemäßigten Zonen der nördlichen Halbkugel beheimatet. Die Zwiebeln der Lilien bilden einfache, manchmal im oberen Bereich verzweigte Stängel. Bei den meisten Arten sind die Blätter schmal, die hübschen Blüten einer Lilien sind trichter- oder glockenförmig. Wegen ihrer meist großen, wunderschönen Blüten gelten die Lilien, zusammen mit den Rosen, als "Königinnen der Blumen".

Lilium x Amos

Wissenschaftl. Name: Lilium
Deutscher Name: Lilie
Familie: Liliaceae
Wuchshöhe: 60 bis 150 cm
Verwendung: Blütenschmuckpflanze
Blütezeit: je nach Art zwischen Mai und Juli
Hilfreiche Seiten: Knollen- & Zwiebelpflanzen richtig pflegen
Lexikon / Übersicht:  Knollen- & Zwiebelpflanzen
Schwierigkeit: mittelschwer

Standort / Licht

Lilien pflegt man an einem sonnigen bis halbsonnigen Standort mit mindestens einigen Stunden täglicher Sonneneinstrahlung. Da die Lilien einen "kühlen Fuß" vorziehen, wirkt sich eine Unterpflanzung mit niedrigen oder halbhohen Stauden günstig auf die Entwicklung der Pflanzen aus.

Lilien gießen / Wässern

Während der Wachstumsphase und der gesamten Blühzeit gießt man gleichmäßig. Das Substrat sollte in dieser Zeit nicht zu stark antrocknen aber auch nicht vernässen. Lilien vertragen keine Staunässe und keine Ballentrockenheit.

Temperatur

Die Lilien können bei Wohnungstemperaturen zwischen 18 und 26 °C kultiviert werden. Kühlere Temperaturen während der Blühphase verlängert die Blütezeit erheblich.

Lilien vermehren

Bei den Lilien sind die Zwiebeln auch die Organe zur vegetativen Vermehrung. Bei einigen Arten bilden sich sogenannte Stängelbulben. Dies sind kleine Brutzwiebeln am Ansatz des Stängels, die nach mehreren Kulturjahren zu eigenständigen Pflanzen heranwachsen.

Bei einigen wenigen Arten werden Brutzwiebeln auch in den Achseln der Laubblätter gebildet (Lilien puerense, Lilien sargentiae, Lilien sulphureum, Lilien arboricola, Feuer-Lilie und Tiger-Lilie). Von dort fallen sie herab und können in den Folgejahren im Boden zu eigenständigen Pflanzen heranwachsen.

Erde / Substrat

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Die Lilien sollte in einer nährstoffreichen, gut wasserdurchlässigen, grob strukturierten Komposterde kultiviert werden. Die Pflanzen wachsen besonders gut wenn das Substrat zusätzlich noch leicht kalkhaltig ist.

Lilien umtopfen / einpflanzen

Für die meisten Lilien Arten liegt die ideale Pflanztiefe zwischen 20 und 25 cm. Eine Ausnahme von dieser Regel bildet die Madonnenlilie (Lilien candidum), deren Zwiebeln beim Einsetzen nur 2 bis 3 cm von Boden überdeckt werden sollten. Bei schwerem, lehmhaltigem Boden sollte man reichlich Sand ins Pflanzloch geben. Der Pflanzabstand sollte bei den großen Zwiebeln der Kulturformen 20 bis 25 cm betragen.

Die ursprünglichen botanischen Arten mit kleineren Zwiebeln setzt man in einem Abstand von 19 bis 15 cm. Die Zwiebeln der Lilien können sowohl im Herbst als auch im Frühjahr gesetzt werden. Auch hier bildet die lediglich die Madonnenlilie eine Ausnahme, deren Zwiebeln sollten möglichst im Monat August in den Boden.

Düngen / Nährstoffbedarf

Nachdem die Lilie Knospen angesetzt hat, gibt man der Pflanze einmalig einen Blühdünger in mäßiger Konzentration.

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Schädlinge, Pflegefehler & Hinweise

Lilien sind wunderschön blühende Zimmerpflanze die normalerweise nur bis zum Ende der Blütezeit in Innenräumen kultiviert wird.

Lilien werden gerne von Lilienhähnchen befallen. Diese Käferchen erreichen eine Größe von 6 bis 8 Millimetern, sind rot gefärbt und sehen wie gelackt aus. Lilienhähnchen fressen ab Mitte / Ende März an den Blättern. Etwas später im Frühjahr wachsen die gelb-grau gefärbten und mit schleimigem Kot bedeckten Larven der Lilienhähnchen heran und beginnen ebenfalls an den Blättern der Lilien zu fressen. Die Käfer und Larven regelmäßig abzusammeln hat sich als wirkungsvolle Abwehrmaßnahme erwiesen. Lilienhähnchen lassen sich bei drohender Gefahr einfach fallen. Die Larven der Lilienhähnchen findet man auf den Unterseiten der Blätter. Natürliche Feinde der Lilienhähnchen sind Vögel und Schlupfwespen.

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Bilder der Lilien

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Lilie Lilium maculatum

Lilie

Lilium maculatum
Foto: Davids Hercbergs
Lizenz: Public Domain

Lilien Lilium pardalinum

Lilie

 Lilium pardalinum
Foto: Larry Miller
Bestimmte Rechte vorbehalten

Lilien Lilium

Lilie

Foto: Glio
Lizenz: GFDL