Umtopfen: Es ist ausreichend Orchideen ca. alle 2 Jahre
im Frühjahr umzutopfen. Terrestrisch wachsende Erdorchideen setzt
man am besten in herkömmliche Ton- oder Kunststofftöpfe.
Die epiphytischen Orchideen wachsen meist besser auf einem Stück
Borke, auf Osmunda Fasern, auf einem mit Sphagnum umwickelten Ast
oder in auch in löchrigen Gefäßen und Körben.
Beim Umtopfen entfernt man vorsichtig die Reste der alten Erde von
den Wurzeln und schneidet mit einem scharfen Messer abgestorbene oder
beschädigte Wurzeln ab.
Bei rhizombildenden Orchideen setzt man die Pflanze so in den neuen
Topf, dass die Rückbulbe den Rand des Topfes fast berührt und die
Triebspitzen in Richtung Topfmitte zeigt. So kann sich die Pflanze
gut entwickeln und hat genügend Platz neue Bulben auszubilden. Das
neue Substrat wird rund um die Saugwurzeln der Orchideen angedrückt
und bei Bedarf vorsichtig mit einem Holzstöckchen zwischen die
Wurzeln gestopft. Achten Sie darauf die Wurzeln hierbei nicht zu
beschädigen. In den ersten Wochen gießt man nun sehr wenig, vielen
Orchideen reicht es aus, wenn Sie täglich mit lauwarmem Wasser
besprüht werden. Nach einigen Wochen hat sich die Orchidee in der
neuen Erde verwurzelt und man kann Sie beim
Gießen wieder normal behandeln.
Epiphytische Orchideen werden nicht in Erde gesetzt. Man taucht die
Wurzeln dieser Pflanzen in Wasser und pflanzt sie dann auf eine
ausreichende Menge Sphagnum. Die Wurzeln werden nun zusammen mit dem
Sphagnum vorsichtig mit einem Nylonfaden auf der Pflanzunterlage,
beispielsweise einem Ast oder einem großen Stück Rinde,
festgebunden.
Vermehrung: Rhizombildende Orchideen
vermehrt man am besten durch Teilung. 4 bis 6 Wochen vor der
Teilung zerschneidet man das Rhizom in Teilstücke, die Stücke
sollten 2-3 Bulben und einige Blätter besitzen. Nachdem die
Schnitte abgeheilt sind entfernt man die Pflanze aus Ihrem Topf
oder von ihrer Unterlage und pflanzt die Teilstücke wie oben
beschrieben neu ein oder bindet sie an der neuen Wuchsunterlage
an.
Wie beim umtopfen generell werden auch hier die neuen Teilstücke
der Orchidee nur sehr vorsichtig und wenig gegossen. Besser ist
es die Pflanze täglich nur mit etwas Wasser zu besprühen, bis
sich neue Wurzeln gebildet haben.
Monopodial wachsende Orchideen vermehrt man durch Kopfstecklinge
oder Seitentriebe. Der abzuschneidende Steckling sollte
mindestens 2 bis 3 Luftwurzeln besitzen. Der Steckling wird in
einen kleinen Topf gepflanzt und an einen warmen und hellen,
aber nicht sonnigen Platz gestellt. Auch hier gießt man die
ersten 1 bis 2 Monate nur sehr sparsam; nachdem die Pflanzen
neue Wurzeln gebildet haben kann man die Orchideen dann wie
ausgewachsene Pflanzen gießen und düngen.
Besonderheiten: Für das vorsichtige
Abwischen ihrer Blätter mit einem feuchten Schwamm, einmal pro
Woche ist ausreichend, sind viele Orchideen sehr dankbar.
Orchideen neigen dazu, von Schild- und Wollläusen befallen zu
werden. Meist findet man die Schädlinge unter vertrockneten
Blättern oder an der Basis älterer, gestutzter Blütenschäfte.
Man behandelt diese Schädlinge mit handelsüblichen Mitteln.
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