1) Orchideen allgemein, Blütenaufbau
2) Orchideen schneiden / beschneiden
3) Licht & Temperatur
4) Luftfeuchtigkeit, Gießen, Substrat
5) Vermehrung, Düngen
6) Umtopfen von Orchideen
--- Austopfen und reinigen
--- Schneiden der Wurzeln
--- Reinigen der Wurzeln
--- Teilen des Rhizoms
--- Vor der Versiegelung
--- Versiegeln der Schnittflächen
--- Trocknen der Versiegelung
--- Eintopfen der Orchidee
7) Ruheperiode
8 ) Die Jahreszeiten
--- Orchideen im Frühling
--- Orchideen im Sommer
--- Orchideen im Herbst
--- Orchideen im Winter
9) Versiegelungspaste herstellen
--- Reinigen der Muscheln
--- Vorbereiten des Arbeitsmaterials
--- Muschelschalen ausglühen
--- Säubern der Muschelschalen
--- Zerkleinern und vermischen
--- Wässern und zu Brei verarbeiten
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Oncidium forbesii
Foto: Larsen Twins
Lizenz: Bestimmte Rechte vorbehalten
Schomburgkia crispa
Foto: Maarten Sepp
Lizenz: GNU-Lizenz für freie Dokumentation
Rhizombildende Orchideen vermehrt man am besten durch Teilung. 4 bis 6 Wochen vor der Teilung zerschneidet man das Rhizom in Teilstücke, die Stücke sollten 3 Bulben und einige Blätter besitzen. Nachdem die Schnitte abgeheilt sind entfernt man die Pflanze aus Ihrem Topf oder von ihrer Unterlage und pflanzt die Teilstücke wie oben beschrieben neu ein oder bindet sie an der neuen Wuchsunterlage an.
Wie beim umtopfen generell werden auch hier die neuen Teilstücke der Orchidee nur sehr vorsichtig und wenig gegossen. Besser ist es die Pflanze täglich nur mit etwas Wasser zu besprühen, bis sich neue Wurzeln gebildet haben.
Monopodial wachsende Orchideen vermehrt man durch Kopfstecklinge oder Seitentriebe. Der abzuschneidende Steckling sollte mindestens 2 bis 3 Luftwurzeln besitzen. Der Steckling wird in einen kleinen Topf gepflanzt und an einen warmen und hellen, aber nicht sonnigen Platz gestellt. Auch hier gießt man die ersten 1 bis 2 Monate nur sehr sparsam; nachdem die Pflanzen neue Wurzeln gebildet haben kann man die Orchideen dann wie ausgewachsene Pflanzen gießen und düngen.
Paphiopedilum bellatulum
© Foto: Wolfgang H., Chiangmai Thailand
Orchideen benötigen bei der Kultivierung in dem richtigen Substrat nur sparsame Düngergaben. Die natürlichen Standorte der Orchideen, hoch in den Baumkronen, sind sehr Nährstoffarm. Die salzempfindlichen Wurzeln vertragen keine zu konzentrierten oder zu häufigen Düngungen, die Orchidee erleidet bei Überdüngung Schaden und kann absterben oder aber sie wachsen zu weich und üppig. Dies geht dann auf Kosten der Orchideenblüte, die sich nicht oder nicht richtig entwickelt.
Man kann die Orchideen jedoch mit speziellem Orchideendünger einmal im Monat sehr sparsam düngen. Dies sollte man aber nur machen, wenn die Orchidee gerade neue Blätter ausbildet. Falls die Orchidee sehr wuchskräftig ist, kann man in der Hauptwachstumszeit auch alle 14 Tage Düngen. Die Düngerkonzentration sollte man dann aber immer auf niedrigem Niveau halten, die Angaben der Hersteller sollten auf keinen Fall überschritten werden. Besser ist nur 50 bis max. 70% der angegeben Düngergaben zu verwenden.
Etwa 6 Wochen vor der Blüte verzichtet man auf den herkömmlichen Orchideendünger und verwendet ab diesem Zeitpunkt einen phosphathaltigen Blütendünger, mit dem man die Orchidee ebenfalls in mäßiger Konzentration fein einnebelt.
Während der Ruhepause sollte man, wie auch bei anderen Pflanzen, auf das Düngen verzichten.