nach längerer Pause kann ich nun meine ersten Ergebnisse zur Vermehrung über vegetativem Wege präsentieren. Hierfür habe ich einige Phal. mit zusätzlichem Ca2CO3 (Kalk), welches ich im Gießwasser (schlecht löslich in reinem Wasser, besser im Saurem ---> CO2 und CaO) aufgelöst habe, bewässert. Nach einiger Zeit habe ich beobachtet, dass sich die Pflanzen nicht mehr entwickelt haben, sie haben aufgehört zu wachsen. Die Wurzeln standen sozusagen "still". Durch das Austreiben, vom CO2 und dem Entstehen von CaO (--> Ca(OH)2) wird das ganze basisch. Sehr schlecht für die meisten Pflanzen (Schutzmechanismus?!), da das gewöhnliche Regenwasser leicht sauer ist. Wie oben erwähnt haben vor allem die Wurzeln aufgehört sich zu entwickeln. Die Pflanze stand still. Sie wurde anfällig für stärkeren Lichteinfall (die Blätter "verbrannten" deutlich leichter/stärker). Nach gewisser Zeit, wurden die älteren Blätter abgebaut. Wurzeln welche in regelmäßig Nassem lagen, begannen etwas anzufaulen, die anderen blieben so wie sie waren, wuchsen nur nicht mehr. Nach dieser etwas extremen Talfahrt, musste ich die Pflanzen in neues Substrat geben und wieder normal gießen, damit sie sich wieder erholen. Die Wurzeln wuchsen wieder. Die Pflanze begann wieder zu wachsen und es bildeten sich bei 4 von 5 Pflanzen, Kindl aus. Jedoch eben nicht auf einem Seitentrieb, sondern direkt aus den Wurzeln, bzw. dem Rumpf der Mutterpflanze. Bei der 5. Pflanze handelte es sich um eine Jungpflanze (Hybrid), welche dadurch letalen Schaden erlitt.
Ich empfehle diese Methode nicht unbedingt weiter, da dies sehr einfach zu einer Vernichtung der Mutterpflanze führen kann und sollte nur bei großen Exemplaren gemacht werden. Zudem ist es auch möglich anders Ca2+-Ionen zuzugeben. In Kombination mit Kindlpaste oder anderen Möglichkeiten Kindl zu erzeugen dürfte sich dies als Zusatz sinnvoll erweisen. Häufig erkennt man auch, dass beim Gießen mit Leitungswasser (vor allem hartes) Kindl entstehen, aufgrund der erhöhten Ca2+-Ionen darin und der erhöhten Stresssituation. Simultan dazu wachsen die Pflanzen nur gering (Verwendung eigener Substanz, Blattabbau für neue etc.).
Um ein gesundes Wachstum zu erhalten, sollte man aufgrund des pH-Wertes immer mit leicht saurem, Wasser gießen. Gilt auch meist für andere Pflanzen (Regenwasser), welches zudem bei Phalaenopsen recht Ionen arm sein sollte.
2 dieser Pflanzen sind hier zu sehen, die anderen Zwei befinden sich zurzeit nicht bei mir.
Bei anderer Meinung, bin ich gern dazu bereit von anderen zu lernen.
@ hauzi danke dir fuer deinen beitrag ueber deinen versuch. ich war wirklich schon sehr gespannt darauf. ich selber habe ja nur einen "kleinversuch" mit der kindelpaste durchgefuehrt. meine phal. cornu-cervi var. alba hat ein kindel ausgetrieben, dafuer aber in diesem jahr keine bluete. das kindel habe ich bewusst an der mutterpflanze belassen. nun bin ich mal gespannt, wie sich die beiden im naechsten jahr entwickeln ( ab juni muessten blueten austreiben). l.g. nach oesterreich wolfgang