ich hätte mal eine Frage. Ich verfolge ja ganz fasziniert, wie schon bei einigen von euch aus "alten Abfallbulben" noch Keikis gezogen wurden, und dieser Gedanke lässt mich jetzt auch nicht mehr los.
Ich zeige euch hier mal zwei Fotos von Pflanzen mit Altbulben:1. zwei noch sehr fit aussehende bei der Dendrobium nobile (weiß blühend), und 2. etliche bei meiner Keine-Ahnung-wie-du-heißt-Orchi, die sehen schon wesentlich schrumpeliger aus.
Hier die seit über einer Blühperiode untätigen nobile-Bulben:
Und hier mein Grübelgrübel-Sorgenkind:
Also, was meint ihr, lohnt sich der Vermehrungsversuch bei den beiden?
Bei der zweiten Orchi habe ich zuerst mal leider keine Ahnung, was es für eine sein könnte. Außerdem bildet sie gerade einen Neuaustrieb, also werde ich sie dabei erst mal in Ruhe lassen. Aber sobald die neue Bulbe schön ausgebildet ist und anständige Wurzeln hat, müssen die Schrumpelbulben dran glauben. Sonst schraubt sich das Biest nur immer im Kreis rum Bulbe für Bulbe in die Höhe, das sieht jetzt schon ziemlich albern aus. Ob die überhaupt die Wurzeln (ich seh noch gar keine kommen, wie entsetzlich) bis zum Substrat runter bringt? Ach du mein Heimatland, die macht mir echt graue Haare!
Hier vielleicht ein besseres Bild der Situation:
erstens: gesamte Pflanze zweitens: Neuaustrieb mit Würzelchenansatz (bei zweien dieser bräunlichen "Wurzelröhrchen" sieht man ein grünes Spitzlein rausspickeln drittens: gesamtes Gestrüpp
Na, erst mal muss sie die neue Bulbe samt Wurzeln hinkriegen, oder? Wie sehen die Experten das Ganze?
hallo, isabel, bei den dendrobien die altbulben, auchwenn sie unansehnlich sind, bittenicht abschneiden. erst wenn sie "verschrumpelt sind, dann abtrennen. bulben haben noch sehr viel lebenskraft, auch wenn sie schon mal geblueht haben. sie geben diese kraft an die neuen bulben weiter. spaeter dann treiben sie meist noch keikis aus. wenn also "kleine gruene spitzen" sichtbar werden, ist dies das erste zeichen, dass eine neue bulbe entsteht. l.g. wolfgang
Okay, gut zu wissen, also bleibt die nobile wie sie ist. Sie bekommt am größten abgeblühten Stamm ganz oben unter den letzten beiden Blättern ein verdächtiges "Pickelchen", also werd ich das mal gespannt verfolgen. Vielleicht gibt das ja schon den ersten Keiki.
Und wie sieht´s mit der zweiten Orchi aus? Erst mal abwarten und hoffen, dass Madame noch anständige Wurzeln hinbekommt, oder? Und danach... neue Bulbe mit zwei Schrumpelbulben zusammen abtrennen? Hab mal was gelesen von immer 3 Bulben "am Stück". Und die restlichen: Vermehrungsversuch? Oder sind die schon zu "tot"?
lass die neue bulbe erst mal austreiben. dann wirst du sehen, ob es ein keiki ist oder eine tochterpflanze aus demselben rhizom. keiki alleine abnehmen. tochterpflanzen mit so vielen gesunden bulben wie moeglich abnehmen, drei waere ideal, aber mind. eine.
Und wie genau unterscheide ich das dann? Einfach hier ein Bild einstellen und nachfragen, wäre das einfachste, oder?
Aber mal selber nachdenken: das Rhizom ist doch der "Grundstock" der Pflanze, also wie eine Hauptachse auf der das Ganze sitzt. Gibt es Orchis, bei denen das Rhizom mit den darauf sitzenden Tochterpflanzen sich im Kreis nach oben schraubt? So sieht das nämlich hier bei mir aus. Gut, das mit dem im Kreis liegt vermutlich am Übertopf, oder? Aber sie geht auf jeden Fall "straight" nach oben.
Jetzt bin ich trotz Denkvorgang genauso schlau wie vorher...
den keiki erkennst du an den wurzeln, die sich aber erst in der zweiten phase seines wachstums bilden. lass dich bitte nicht verunsichern, sondern frage ruhig nach, stelle evtl ein bild auch ein. wir helfen dir gerne weiter.
Super, danke. Dann lass ich das Schätzchen einfach mal weitermachen, bis man das genauer erkennt.
Diese Pflanze liegt mir schon sehr am Herzen - eben weil ich sie noch nie blühen gesehen hab und niemand genau weiß, was es für eine ist. Und weil sie eben auch NICHT vom Baumarkt ist, sondern aus einer Gärtnerei, da hat mein Paps sie mal mitgebracht. Damals, vor einem guten Jahr, war die Pflanze noch etwas praller in den Bulben und hatte wesentlich mehr Blätter, alle oben aus den Bulben heraus, hat aber nicht geblüht. Der Verkäuferin war sie noch zu schade zum Entsorgen gewesen, aber ein grünes Gesträuch hätte auch niemand gekauft (soviel zur zitierten "Wegwerfgesellschaft"), und so hat mein Paps sie mir mitgebracht.
Ach so, fast vergessen: schau dir mal bitte diesen Neuaustrieb an - ist das normal, dass sich das Ding so rausfaltet, auf dem zweiten Foto von unten sieht man das ganz gut.
Wie soll ich jetzt mit der Hübschen verfahren? Wachstumsphase bedeutet gießen und düngen. Genügt da mein normaler Orchi-Dünger? Das gute Stück sieht mir aus, als könnte sie ein bisschen Pep vertragen!
nimm normalemn orchideenduenger, also keinen, der hohe phosphoranteile hat ( fuer die blueten), denn die pflanze muss wachsen. ueberduenge auch nicht, denn dann "verbrennt" die pflanze.
Okay, also am besten weitermachen wie gehabt - und Daumen drücken für die Neubulbe. Ich bin gespannt, was es nun wird. Danke dir, wenn sich was Gravierendes ereignet, sage ich Bescheid.