
Arbeitsmaterial zum umtopfen einer Orchidee
Cattleya Stamford Blüte
© Foto: Wolfgang H., Chiangmai Thailand
Das Arbeitsmaterial zum umtopfen der Orchideen
1) Neue Töpfe mit Kokos Substrat, 24 Std vorher gewässert
2) Scheren zum trimmen des Wurzelwerkes und zum zertrennen des Rhizoms
2a) Alkohol zum desinfizieren der Scheren
3) 2-Komponenten Dünger, stärkt die Pflanze, fördert speziell die Neuwurzelbildung
4) Paste zum Versiegeln
5) Seitenschneider
6) Starker Hängedraht
7) Blumendraht, sehr flexibel
8) Holzstab, angespitzt, zur Abstützung der Pflanze
Orchideen nicht zu oft umtopfen
Es ist ausreichend Orchideen ca. alle 2 Jahre im Frühjahr umzutopfen. Terrestrisch wachsende Erdorchideen setzt man am besten in herkömmliche Ton- oder Kunststofftöpfe.
Epiphytische Orchideen aufbinden
Die epiphytischen Orchideen wachsen meist besser auf einem Stück Borke, auf Osmunda Fasern, auf einem mit Sphagnum umwickelten Ast oder in auch in löchrigen Gefäßen und Körben. Epiphytische Orchideen werden nicht in Erde gesetzt. Man schneidet, säubert und versiegelt die Wurzeln dieser Pflanzen in Wasser und pflanzt sie dann auf eine ausreichende Menge Sphagnum.
Die Wurzeln werden nun zusammen mit dem Sphagnum vorsichtig mit einem Nylonfaden auf der Pflanzunterlage, beispielsweise einem Ast oder einem großen Stück Rinde, festgebunden. Zur Befestigung des Rhizoms eignet sich auch ein Stück kräftiger Draht.
Epiphytische und terrestrische Orchideen
Beim Umtopfen beider Arten entfernt man vorsichtig die Reste der alten Erde von den Wurzeln und schneidet mit einem scharfen Messer abgestorbene oder beschädigte Wurzeln ab.
Die richtige Richtung beim einpflanzen
Bei rhizombildenden Orchideen setzt man die Pflanze so in den neuen Topf, dass die Rückbulbe den Rand des Topfes fast berührt und die Triebspitzen in Richtung Topfmitte zeigt. So kann sich die Pflanze gut entwickeln und hat genügend Platz neue Bulben auszubilden. Das neue Substrat wird rund um die Saugwurzeln der Orchideen angedrückt und bei Bedarf vorsichtig mit einem Holzstöckchen zwischen die Wurzeln gestopft. Achten Sie darauf die Wurzeln hierbei nicht zu beschädigen.
Nach dem umtopfen sparsam gießen
In den ersten Wochen nach dem Umtopfen gießt man nun sehr wenig, vielen Orchideen reicht es aus, wenn Sie täglich mit lauwarmem Wasser besprüht werden. Nach einigen Wochen hat sich die Orchidee in der neuen Erde verwurzelt und man kann Sie beim Gießen wieder normal behandeln.
Wuchshilfe für rankende Orchideen
Falls man eine Orchidee mit aufrecht wachsenden Rhizom in einen Topf pflanzt, befestigt man eine aufrechte, etwa 5 cm breite und 30 cm lange Schwarte eines Baumfarns oder eine stabile Baumrinde als Wuchshilfe in das Pflanzgefäß.
Umtopfen von Orchideen:
Austopfen und reinigen