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deutsche Pflanzennamen: Palmlilie Pantoffelblume Passionsblumen Peitschenkaktus Peperoni Pfeffer Pfeifenputzer Pfeilblatt Pfennigbaum Pfeilwurz Primeln Purpurtute | Anzeigen
Pelargonium / GeranienDie kleinwüchsigen Kräuter oder Sträucher, die auch unter der Bezeichnung Geranien bekannt sind, obwohl diese Pflanzen eigentlich nicht zur Gattung Geranium gehören, sind meistens Hybriden. Pelargonium wird gerne wegen der sehr schönen Blüten und der bei manchen Arten duftenden, bunten Blätter kultiviert.
Die in Wohnungen gepflegten Pelargonium sind überwiegend kleine, buschige Sträucher mit leicht brüchigen, sich stark verzweigenden Stengeln. Die Blätter dieser Pflanzen kommen in unterschiedlichen Formen und Größen vor. Die Blattstiele einer Pelargonium sind fast ebenso lang wie die Blattspreite.
Die bei den meisten Arten vorherrschende Blattform ist rundlich mit einem etwas gelapptem Rand. Die Blätter haben beim Zerreiben einen typischen Geruch. Die kurzstieligen Blüten einer Pelargonium werden in Form kugeliger Dolden am Ende eines langen, dünnen Blütenstiels gebildet. Die Einzelblüten können, je nach Sorte, klein und unscheinbar oder groß und kräftig leuchtend gefärbt sein. Sie haben einen oder mehrere Kränze aus fünf löffelförmigen Blütenblättern, von denen immer zwei nach oben und drei nach unten wachsen. Die Blüten dieser Pflanzen sind je nach Sorte weiß oder treten in fast allen Schattierungen von Rosa bis Rot auf. Bei den meisten Pelargonien sind die Blüten sehr langlebig.
Pelargonium Grandiflorum Hybriden (Edelpelargonien) erreichen eine Wuchshöhe von 25 bis 50 cm. Die auf der Oberseite rauhen, grob strukturierten und einfarbig grün gefärbten Blätter sind im Randbereich kantig scharf gezahnt und gewellt oder fransig gelappt. Die im allgemeinen einfachen, trichterförmigen Blüten sind 5 bis 8 cm breit. Bis zu zehn Blüten bilden jeweils eine Dolde an den Enden der Stengel oder der jungen Zweige. Die Blumenblätter sind im inneren Bereich etwas dunkler gefärbt und oftmals strahlen dunkle Linien in den vorderen Bereich der Blütenblätter. Edelpelargonien blühen bereits vom zeitigen Frühjahr bis fast gegen Ende des Sommers. Die Blüten sind besonders eindrucksvoll und manchmal so zahlreich, dass das grüne Laub im oberen Pflanzenbereich vollständig verdeckt wird.
Pelargonium Peltatum Hybriden (Efeupelargonien oder Hängegeranien) sind mit ihren langen, herabhängenden Trieben sehr gut für Blumenampeln geeignet. Leider sind die Triebe etwas spröde und brechen leicht, man sollte also sehr vorsichtig mit dieser Pflanze umgehen. Die bei vielen Arten glänzenden Blätter wachsen an 3 bis 5 cm langen Stielen, werden 4 bis 7 cm lang und breit. Die zahlreichen etwa 3 cm breiten Blüten bilden kleine Dolden an langen Stielen. Die Blütezeit beginnt im Frühjahr und hält den ganzen Sommer und Herbst über an.
Pelargonium Zonale Hybriden (Zonal oder Gürtelpelargonien) bleiben mit 30 bis 40 cm Wuchshöhe recht klein. Die rundlich geformten 6 bis 12 cm breiten Blätter bilden sich an 3 bis 6 cm langen Stengeln. Die Blätter sind in der Regel mittelgrün gefärbt und haben eine kontrastreiche, meist dunkelrotbraune, ringartige Zeichnung. (siehe Bild) Dieser farbige Gürtel kann je nach Sorte und Kulturbedingungen sehr auffallend oder auch nur zart angedeutet sein. Die Blüten werden in großen, runden Dolden an ca. 20 cm langen, den Blattachseln entwachsenden Stielen ausgebildet. Jede Einzelblüte ist erheblich kleiner als bei den großblütigen Pelargonium Grandiflorum Hybriden. Die Blütezeit ist jedoch erheblich länger, mit Ausnahme der kurzen Ruheperiode können manche Sorten fast beständig blühen.
Pelargonium mit duftenden Blättern Die Blätter einer Pelargonium verströmt beim Zerreiben einen typischen Duft, der bei einigen Arten und einigen Hybriden sehr angenehm ist. Nur einige von diesen Pflanzen eignen sich jedoch als Zimmerpflanzen, da sie kleinwüchsig sind und attraktives Laub bilden. Die nachstehenden Arten und Sorten zeichnen sich sowohl durch ihr hübsches Aussehen, attraktive Blüten und einen angenehmen Duft aus:
Pelargonium graveolens, wird aufgrund ihres Dufts der Blätter Rosenpelargonie genannt. Der bläulich grün gefärbte Strauch kann aber auch in Wohnungen eine Höhe von 120 cm erreichen. Die Pflanze hat tief eingeschnittene, gelappte und auf der Ober- und Unterseite behaarte Blätter. Im Sommer bilden sich kleine, rosa bis purpurfarbene Blüten.
Pelargonium quereifolium kann bis etwa 100 cm hoch werden. Die mittelgrün gefärbten Blätter sind an der Basis herzförmig, mit rundlichen Lappen und Buchten, der Rand des Blattes ist wellig und gekerbt, auf der Ober- und Unterseite behaart und mit einem purpurnen Fleck gezeichnet. Die Blattstiele sind etwa 6 cm lang.
Pelargonium tomentosum "Peppermint" ist eine Sorte mit hängenden samtigen, grünen Blättern, die nach Minze duften.
Kulturanleitung Pelargonium
Licht: Eine Pelargonium benötigt einen hellen Standort und einige Stunden tägliche Sonnenbestrahlung. Nur dann wachsen die Pflanzen gesund und bilden ihre hübschen Blüten aus.
Gießen: Die Pflanzen werden regelmäßig gewässert, zwischen den einzelnen Wassergaben lässt man die oberste Schicht der Erde etwas antrocknen. In der Ruhezeit schränkt man das Gießen ein und achtet nur darauf, dass der Topfballen nicht austrocknet.
Pelargonium Grandiflorum Hybriden (Edelpelargonien) sollten während der Ruheperiode nicht so kühl stehen wie die Pelargonium Zonale Hybriden (Zonal oder Gürtelpelargonien). Aufgrund der etwas höheren Temperaturen benötigen diese dann auch etwas mehr Feuchtigkeit.
Temperatur: In der Wachstumsperiode gedeihen die Pflanzen gut bei normalen Raumtemperaturen.
Pelargonium Grandiflorum Hybriden (Edelpelargonien) sollten die Ruheperiode bei Temperaturen um die 15 °C verbringen.
Pelargonium Zonale Hybriden (Zonal oder Gürtelpelargonien) überwintert man bei einer Temperatur von etwa 10 °C.
Alle anderen Pelargonium verbringen die Ruheperiode bei Temperaturen zwischen 10 und 13 °C.
Vermehrung: Alle Pelargonium kann man vegetativ durch Kopfstecklinge vermehren. Im frühen Sommer schneidet man die Stecklinge unterhalb eines Blattknotens; bei den Zwerg- und Miniaturformen sollten die Stecklinge etwa 5 cm, bei den großwüchsigen Formen etwa 10 cm lang sein. Generell werden bei allen Stecklingen die unteren Blätter und alle Blüten oder Knospen entfernt. Dann setzt man mehrere der so vorbereiteten Stecklinge in ein angefeuchtetes Gemisch aus gleichen Teilen Torf und scharfem Sand.
Bis zur Bewurzelung stellt man die Anzuchtgefäße an einen hellen, nicht sonnigen Platz und hält das Substrat nur ein klein wenig feucht. Die Stecklinge einer Pelargonium wurzeln problemlos, nach 3 bis 4 Wochen sollten sich bereits die ersten frischen Triebe gebildet haben. Ab diesem Zeitpunkt kann man die Wassergaben ein wenig erhöhen, achten sie aber darauf das Substrat nicht zu verwässern. Nach weiteren 4 Wochen kann man die jungen Pelargonium bereits dem direkten Sonnenlicht aussetzten und sie wie ausgewachsene Exemplare weiterkultivieren.
Sobald der Topfballen mit der Anzucherde gut durchwurzelt ist, kann man die Pflanzen pikieren (vereinzeln) und in normale Erde auf Kompostbasis eintopfen.
Erdmischung: Zur Kultivierung der Pelargonium verwendet man eine Komposterde. Um für einen guten Wasserabzug nach dem Gießen zu sorgen, sollte man eine Schicht Tonscherben auf den Boden des Pflanzgefäßes legen.
Umtopfen: Eine Pelargonium bildet mehr Blüten und ein kräftiger gefärbtes Laub, wenn die Pflanzgefäße nicht zu groß gewählt werden. Junge Pelargonium topft man in größere Pflanzgefäße, wenn zahlreiche Wurzeln aus dem Abzugsloch heraustreten und dies zu verstopfen beginnen. Ältere Pflanzen kann man etwa alle 2 Jahre in frische Erde umtopfen. Dabei schüttelt man vorsichtig die alte Erde aus den Wurzeln und kürzt die langen, dickeren Wurzeln und auch die Triebe der Pflanze um etwa die Hälfte ein. Dann topft man die so vorbereitete Pelargonium wieder in den alten, gut gereinigten Topf mit frischer Erde ein.
Der beste Zeitpunkt zum umtopfen ist der Frühling, generell kann man die Pflanzen aber auch während des restlichen Jahres umtopfen.
Dünger: Vom Frühjahr bis zum Herbst düngt man die Pflanzen im Abstand von 14 Tagen mit einem kalireichen Flüssigdünger.
Hinweise: Für ein buschiges, attraktives Wachstum sollte man bereits bei jungen Pflanzen beginnen die Triebe hin und wieder zu entspitzen. Auch die älteren Pflanzen sollte man jährlich zurückschneiden. Das kann man, je nach den vorhandenen Platzverhältnissen, an jeder beliebigen Stelle der Pflanze vornehmen, da auch die alten, bereits verholzten Triebe immer wieder neu austreiben.
Krankheiten & Pflanzenschädlinge: Die Pelargonium werden manchmal von Cyclamenmilben befallen. Hin und wieder sollte man die Pflanzen sorgfältig auf einen Befall mit diesen Pflanzenschädlingen kontrollieren. > Cyclamenmilben bekämpfen
Pelargonium werden leider sehr leicht von der Stecklingsfäule, auch Schwarzbeinigkeit genannt, befallen. Ein deutliches Zeichen dafür ist die schwarzfärbung der Stengel in Bodenhöhe. Leider breitet sich diese Krankheit rasch aus und kann die ganze Pflanze erfassen. Die Ursache der Stecklingsfäule liegt an einer vernässten Erde oder an zu hoher Luftfeuchtigkeit. Geranien gedeihen im Gegensatz zu den meisten anderen Zimmerpflanzen am besten in relativ trockener Luft gedeihen. > Stecklingsfäule bekämpfen Hier geht es weiter im Pflanzenlexikon:Pellaea |