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Platycerium / Farne1. Weitere Sorten und Arten des Platycerium 2. Pflege- und Kulturanleitung des Platycerium
Kulturanleitung Platycerium
Licht: Die Farne sollten nicht zu dunkel kultiviert werden. In der Natur wachsen sie in den oberen Bereichen der Bäume an hellen Standorten, dabei sind sie durch die Blätter im oberen Bereich der Wirtsbäume vor der direkten Sonneneinstrahlung geschützt.
Direkte und kräftige Sonnenbestrahlung lässt die Wedel der Farne verblassen und die Blätter verbrennen, es gibt unansehnliche braune Stellen auf den Wedeln.
Gießen: Während der Wachstumszeit vom Frühjahr bis zum Herbst wässert man die Farne gründlich und befeuchtet dabei das Substrat vollständig. Vor der darauffolgenden nächsten Wässerung lässt man das Substrat dann aber fast vollständig abtrocknen.
Während der lichtarmen Ruheperiode wässert man den Farn sparsamer und feuchtet das Substrat nur mäßig an.
Besondere Hinweise zur Wässerung der Farne Da das Schildblatt die Erde oft vollständig bedeckt, kann man den Platycerium nur sehr schlecht oder gar nicht von oben gießen. Am einfachsten ist es, die Wurzeln der Farne in ein größeres Gefäß mit Wasser zu tauchen, unabhängig davon ob der Farn in einem Topf oder auf einem Rindenstück kultiviert wird.
Während der Wachstumsperiode lässt man den Platycerium dann etwa 20 Minuten lang im Wasser, das Substrat sollte sich gut mit Flüssigkeit vollsaugen. Nachdem man den Farn so gewässert hat, lässt man das überschüssige Wasser gut abtropfen und bringt den Platycerium dann wieder an seinen ursprünglichen Standort zurück.
Da die Farne während der Ruheperiode sehr viel mäßiger gewässert werden müssen, sollte man in dieser Zeit den Farn nur kurz, maximal 1 bis 2 Minuten in das Wasser tauchen.
Wichtig bei der Wässerung dieser Farne, unabhängig von der Ruhe und Wachstumszeit darf man diese Farne erst gießen, wenn er das Wasser eindeutig braucht. Stärker herabhängende Wedel und der deutliche Gewichtsverlust sind dann das deutliche Anzeichen für den erneuten Wasserbedarf. . Temperatur: Die Farne mögen Temperaturen zwischen 20 und 24 °C, vorausgesetzt die Luftfeuchtigkeit ist ausreichend hoch. Bei Temperaturen ab etwa 22 °C sollte man die Farne einmal täglich mit weichem, kalkfreiem Wasser dünn einnebeln. Der Standort sollte gut belüftet sein, die untere noch verträgliche Temperaturgrenze liegt bei etwa 13 °C.
Vermehrung: Die Farne der Gattung Platycerium bilden nur selten mehrere Vegetationspunkte. Falls ein solcher Trieb aber heranwächst, kann man ihn abtrennen. Dabei ist darauf zu achten die Mutterpflanze und den neuen Trieb nicht zu beschädigen. Das abgetrennte Stück wird direkt an einem Rindenstück befestigt oder in einen Korb mit einem Gemisch aus Sphagnum und Torf gesetzt.
Alternativ kann man den Platycerium durch Sporen vermehren. Dies ist aber langwierig und wahrscheinlich ist es besser einen kleinen Farn im Handel zu kaufen.
Erdmischung: Für die Kultivierung eines Platycerium gibt es mehrere Möglichkeiten: Die natürlichste Kultivierung ist, wenn man den Farn an der rauhen und feuchten Oberfläche eines groben Rindenstücks oder einer ähnlichen Unterlage befestigt. Weiterhin kann man den Platycerium in eine Blumenampel pflanzen oder in ein herkömmliches Pflanzgefäß setzen. Diese dritte Pflanzart ist für den Platycerium jedoch am schlechtesten geeignet.
Umtopfen der Farne Manchmal werden die Farne im Handel auf einem Stück Baumfarn oder Rinde angeboten. Wenn die Schildblätter die Unterlage fast vollständig bedecken, befestigt man die Farne an einem größeren Epiphytenstamm oder Borkenstück.
Wenn man einen Platycerium an einem Rindenstück befestigt, hüllt man vorher den kleinen, schwammartigen Wurzelstock des Farns in ein grobfasriges Gemisch aus Torf und Sphagnum. Dann befestigt man dieses Bündel auf der Unterlage mit einem starken Baumwollfaden, einer Kordel oder einem Bindedraht. Perlon- oder Nylonfaden sind für die Befestigung der Farne nicht geeignet.
Alternativ kann man den Platycerium auch sehr gut in kleine Hängekörbe, wie rechts auf dem Bild zu sehen ist, kultivieren. Als Substrat verwendet man auch hier die Mischung aus Torf und Sphagnum.
Dünger: Eine Düngung ist bei den Farne nur sehr selten notwendig. Größere Farne braucht man nur 2 bis 3 mal pro Wachstumsperiode zu düngen. Eine für den Farn ausreichende Versorgung mit Nährstoffen ist gesichert, wenn man das Rindenstück, auf dem die Wurzeln befestigt sind, einige Minuten lang in die schwach konzentrierte Düngerlösung taucht.
Besonderheiten Obwohl die Farne der Gattung Platycerium nicht anfällig für Schädlinge sind, befallen manchmal Schildläuse die Unterseite der Farnblätter. Am einfachsten kann man diese Parasiten bekämpfen, indem man mit einem dünnen Pinsel Spiritus auf die Schädlinge auftupft.
Zur Reinigung der Farnwedel stellt man die Platycerium bei milder Witterung in leichten Regen oder man sprüht den Farn in der Dusche mit Wasser ab. Ein Abwischen mit einem Tuch oder Schwamm ist nicht zu empfehlen, da der feine, silbrig glänzende Flaum auf den Blättern beschädigt wird. Nach der Dusche schüttelt man das Wasser vorsichtig von den Blättern, es sollten möglichst keine Wassertropfen auf den Blättern stehenbleiben.
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Informieren Sie sich hier über die Grundlagen der Farnpflanzen 1: Licht und Temperatur für Farnpflanzen 2: Gießen und Luftfeuchtigkeit 3: Farne richtig düngen 4: Erde und umtopfen der Farne 5: Farnpflanzen erfolgreich vermehren
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