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Platycerium / Farne1. Weitere Sorten und Arten des Platycerium 2. Pflege- und Kulturanleitung des Platycerium
Diese Farne sind epiphytische Pflanzen aus den tropischen Gebieten der Regenwälder. Platycerium lassen sich aber wegen ihrer Anpassungsfähigkeit gut in Wohnungen kultivieren. Ein besonderes Kennzeichen dieser Farne sind ihre 2 unterschiedlichen Blattarten. An der Basis des Farns bilden sich die runden Schildblätter. Mit diesen klammert sich der Farn an seiner Unterlage fest. Die übrigen Wedel wachsen ausgebreitet und herabhängend, wegen ihrer Gabelung ähneln sie Hirschgeweihen.
Die Schildblätter des Farnes sind steril und bilden keine Sporen aus. Ihre Aufgabe besteht darin, den Farn an dem Wirtsbaum festzuhalten und Sie haben in der Natur die Aufgabe, die Pflanze am Baum festzuhalten und die vom Baum herabfallenden Pflanzenpartikel und Blätter anzulagern und zu nährstoffreichem Humus zu verrotten. Im Laufe der Zeit werden die Schildblätter braun und pergamentartig, der Farn bildet dann neu und frisch grüne Blätter an ihrer Stelle.
Die sporenbildenden geweihartigen, fleischigen, dunkelgrün gefärbten Farnblätter bilden sich in größerer Anzahl. Diese Blätter sind mit einem samtigen, feinen, weißen Flaum bedeckt. Im Reifestadium bilden sie an der Unterseite braune, in dichten Haufen sitzende Sporen. Die Farne der Gattung Platycerium wachsen am besten an rauhen Rindenstücken oder in mit einem Gemisch aus Sphagnum und Torf in Blumenampeln.
Platycerium bifurcatum lässt sich in Wohnungen sehr einfach kultivieren. Das einzelne Schild- oder Schuppenblatt wird bei diesem Farn ständig ersetzt, wobei das neue Blatt als kleiner silbriger Punkt an der Oberseite des vorangehenden Blatts auftritt und sich dann allmählich über dessen trockene, braune, pergamentartige Oberfläche ausbreitet. Die jungen Schuppenblätter sind frisch grün und werden im Alter braun. Anfangs klammert es sich flach an das darunterliegende braune Schildblatt, rollt sich dann aber beim Wachsen in den letzten Zentimetern auf. In der freien Natur fängt der Farn mit diesem nach oben gewölbten Teil die herabfallenden organischen Stoffe der Wirtspflanze auf.
Die dekorativen, fruchtbaren Blätter der Farne können sich bis zu 100 cm ausbreiten, und die geweihartigen Lappen werden über 25 cm lang. Platycerium bifurcatum gibt es in unterschiedlichen Formen, sie unterscheiden sich durch dunkleres oder helleres Grün der Wedel und durch kürzere oder längere Lappen.
Platycerium grande wird größer als Platycerium bifurcatum. Die sterilen Schildblätter dieser Farne wachsen in einem helleren grün, sind im oberen Bereich stärker aufgebogen, leicht gewellt und haben am Ende einen Einschnitt. Die dekorativen fruchtbaren Wedel wachsen herabhängend und können eine Länge von 140 cm erreichen. Die jungen Blätter sind auch bei dieser Sorte filzig, samtig behaart.
Krankheiten & Pflanzenschädlinge: Farne neigen zum Befall mit Blattälchen. Hin und wieder sollte man die Pflanzen sorgfältig auf einen Befall mit diesen Nematoden / Fadenwürmern kontrollieren.
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