Rhipsalidopsis - Kulturanleitung & Pflege der Kakteen

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Rhipsalidopsis / Kakteen

Bei den Kakteen aus der Gattung Rhipsalidopsis handelt es sich um Blattkakteen. Im Frühjahr bilden die Kakteen eine große Anzahl prächtiger Blüten. Obwohl sich eine Einzelblüte nur zwei oder drei Tage hält, erstreckt sich die gesamte Blütezeit über mehrere Wochen.

Die Sprossen der Kakteen bestehen aus zahlreichen kleinen, flachen, manchmal auch kantigen, hellgrünen Gliedern mit gekerbten oder gezähnten Rändern. In den Kerben sitzen die Areolen der Kakteen. Die Sprosse der Pflanze verzweigen sich zahlreich, an dem endständigen Glied eines jeden Zweigs sitzt eine längliche Areole, an der sich die Blüten einzeln oder paarweise bilden. Alle Areolen der Rhipsalidopsis tragen gelbliche oder bräunliche Borsten. Die Sprosse wachsen anfangs aufrecht und hängen im Alter, sobald sich mehrere Glieder ausgebildet haben, nach unten herab.

Rhipsalidopsis gaertneri (Osterkaktus) wächst mit dünnen, flachen und etwa 5 cm langen Glieder. Die glockenförmigen Blüten dieser Kakteen sind scharlachrot.

Rhipsalidopsis rosea hat Sprosse mit flachen, drei bis fünfkantigen Gliedern. Die rosaroten Blüten dieser Kakteen sind flacher und sternförmiger als bei Rhipsalidopsis gaertneri. Durch die Kreuzung von Rhipsalidopsis gaertneri und Rhipsalidopsis rosea wurden einige hübsche Hybriden gezüchtet.

Kulturanleitung Rhipsalidopsis

Licht: Diese Blattkakteen benötigen einen hellen Standort ohne zu starke Sonnenbestrahlung. Am besten eignet sich ein halbschattiger Platz. Vor der Mittagssonne muss man die Pflanzen unbedingt schützen.

Gießen: Vom Frühjahr bis zum frühen Herbst gießt man reichlich, die Erde sollte beim Gießen gründlich durchfeuchtet werden. Vor der nächsten Wassergabe lässt man nur die Erdoberfläche gut abtrocknen. Nach der Blüte geht der Kaktus in eine kurze Ruheperiode über. In diesen 3 bis 4 Wochen achtet man nur darauf, dass der Erdballen nicht völlig austrocknet.

Temperatur: Wie alle Blattkakteen benötigen auch die Epiphyllen einen warmen Standort und eine hohe Luftfeuchtigkeit. Man besprüht die Kakteen täglich mit zimmerwarmem, weichem Wasser und stellt die Pflanzgefäße in mit Wasser gefüllte Untersetzer auf Kieselsteine.

Eine Ruheperiode im Januar und Februar bei Temperaturen um 5 bis 10 °C ist für den Blütenansatz wichtig. Nach der Blüte wird nochmals eine Ruhezeit von sechs bis acht Wochen bei ebenfalls 5 bis 10 °C eingehalten.

Vermehrung: Man vermehrt diese Blattkakteen am besten durch Stecklinge in der Zeit vom Frühjahr bis Sommer. Man schneidet der Kaktee einen 11 bis 17 cm langen, gesunden Trieb ab und lässt diesen einen Tag lang abtrocknen. Dann wird der Steckling in kleinen Gruppen von mehreren Exemplaren etwa 3 bis 4 cm tief direkt in das für diese Kakteen empfohlene Substrat gesetzt. In den nächsten 3 bis 4 Wochen hält man das Substrat nur leicht feucht, danach kann man die jungen Kakteen wie ausgewachsene Exemplare behandeln.

Ein Osterkaktus bildet nur Samen aus, wenn er durch Fremdbestäubung befruchtet wird. Die Anzucht aus Samen bereitet dann aber keine Schwierigkeiten.

Erde: Man verwendet eine Erdmischung aus einem Teil scharfem Sand und drei Teilen Komposterde.

Umtopfen: Am besten topft man die Kakteen der Gattung Rhipsalidopsis direkt nach der kurzen Ruhezeit im Spätfrühjahr um. Man nimmt die Kaktee vorsichtig aus dem Pflanzgefäß heraus und reinigt dieses sorgfältig. Danach setzt man die Kaktee wieder ein und gibt nach Bedarf frische Erde zu. Da diese Kakteen nur wenige und kleine Wurzeln bilden, braucht man normalerweise keine größeren Pflanzgefäße. Die Kakteen kommen sehr schön als Ampelpflanzen zur Geltung.

Dünger: Zur Unterstützung der Knospenbildung düngt man diese Kakteen im Abstand von 14 Tagen. Sobald sich ein Teil der Knospen geöffnet haben, stellt man die Düngung vollständig ein.

Hinweise: Rhipsalidopsis verträgt weder kalkhaltiges Wasser noch kalkhaltige Erde.

Krankheiten & Pflanzenschädlinge:

Schmierläuse / Wollläuse
Der Befall mit diesen Pflanzenschädlingen wird öfter an Kakteen beobachtet. Das kleine, weiße, an Wattebäusche erinnernde Gespinnst der Wollläuse ist gut auf den Blättern der befallenen Pflanzen zu erkennen.
> Schmierläuse bekämpfen / Symptome erkennen

Hier geht es weiter im Pflanzenlexikon:

Rhododendron

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