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Sinningia / Gesnerien1. Beschreibung weiterer Sinningia Sorten 2. Pflege- und Kulturanleitung der Sinningia
Kulturanleitung Sinningia
Licht: Man kultiviert die Sinningia an einem hellen, jedoch nicht vollsonnigen Standort. Ein wenig leichte Sonnenbestrahlung in den Morgen oder Abendstunden werden von der Pflanze vertragen, besser ist es jedoch auch diese leicht abzuschatten. Zu kräftige Sonnenbestrahlung ruft Verbrennungen an den Blätter der Sinningia vor.
Gießen: Die Pflanzen werden reichlich gegossen, der Topf darf aber nicht im Wasser stehen und die Erde darf nicht vernässen. Fallen die Temperaturen unter 18 °C, verringert man vorübergehend die Wassergaben bis zum erneuten Temperaturanstieg. Während der kühlen Jahreszeit wässert man die Sinningia nur mäßig und lässt die obere Schicht der Erde zwischen den Wassergaben etwas abtrocknen. Sobald kurz vor Beginn der winterlichen Ruhezeit die Blätter verblassen, schränkt man die Wassergaben allmählich ein, bis die oberirdischen Organe der Pflanze abgestorben sind. Die ruhenden Knollen werden vollständig trocken gehalten.
Temperatur: Die Sinningia gedeihen bei Temperaturen zwischen 18 und 24 °C. Bei der Pflege dieser Pflanzen sollte man für eine hohe Luftfeuchtigkeit sorgen. Ein mit Kieseln und Wasser gefüllter Untersetzter leistet hierbei gute Dienste.
Man darf die Blätter der Sinningia nicht direkt mit Wasser besprühen, weil Wassertropfen auf den Blättern und den Blüten Flecken hinterlassen.
Während der winterlichen Ruhezeit lagert man die Knollen der Sinningia bei Temperaturen um die 10 bis 15 °C. Im Frühjahr werden die Pflanzen dann bei Temperaturen von 16 bis 19 °C angetrieben.
Vermehrung: Alle Arten der Sinningia können durch Aussaat vermehrt werden. Der Samen ist sehr fein ist und zur Keimung sind Temperaturen von mindestens 25 °C nötig. Ausgesät wird die Sinningia normalerweise ab Anfang Oktober. Nach der Keimung sollten die kleinen Pflänzchen hell, jedoch ohne direkte Sonnenbestrahlung stehen.
Erdmischung: Man kann die Pflanzen gut in einer humosen Blumenerde kultivieren. Besser ist jedoch ein Torfkultursubstrat z.B. TKS 1 für Jungpflanzen und TKS 2 für Pflanzen die kurz vor der Blüte stehen.
Umtopfen: Für größere Pflanzen nimmt man Töpfe mit einem Durchmesser von ungefähr 14 cm, für Miniaturformen genügen 6 bis 8 cm große Pflanzgefäße. Die kühl überwinterten Knollen der Sinningia werden im zeitigen Frühjahr in frische Erde ausgelegt. Anfangs wird nur mäßig gewässert.
Sobald sich dann oberirdische Organe auszubilden beginnen, werden die Wassergaben langsam gesteigert. Die Knollen der Pflanzen werden aus den Töpfen herausgenommen, sobald die Ruhezeit wieder beginnt und die oberirdischen Organe abgestorben sind.
Dünger: In der Hauptwachstumszeit erhalten die Pflanzen jede Woche eine Düngung in schwacher Konzentration. Auch während der Blütezeit wird auf diese Weise weiter gedüngt, damit sich möglichst viele der angesetzten Knospen zu schönen Blüten entwickeln. Im Sommer schränkt man die Düngung dann ein, und ab dem frühen Herbst wird die Düngung vollständig eingestellt, um die Pflanzen später zum Einziehen anzuregen.
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