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WunderblumeBougainvilleen stammen ursprünglich aus den Subtropen. Die Pflanzen sind unter dem deutschen Namen Wunderblume bekannt. Wunderblumen sind starkwüchsige, meist dornenbesetzte Sträucher. Obwohl es sich bei den Wunderblumen eigentlich um Kletterpflanzen handelt, die in subtropischen, warmen Gegenden im Freien wachsen, sind die in Zimmerkultur wachsenden Pflanzen meist buschig wachsend. Die ovalen, leicht spitzen Blätter sind eigentlich nicht besonders hübsch, doch besitzt die Wunderblume äußerst dekorative Hochblätter, so genannte Brakteen, die die kleinen cremefarbenen Blüten der Pflanze umgeben. Unter guten Kulturbedingungen können diese Hochblätter, die besonders im Frühjahr und Sommer gebildet werden, mehrere Wochen - bei den Zwergformen der Wunderblume sogar noch länger halten. Die Hochblätter der Bougainvilleen können orangefarben, rosarot, rot, weiß, gelb, oder purpurrot sein und treten meist zu mehreren in zapfenartig geformten Blütenständen auf.
Wunderblumen sind in der Wohnung nicht ganz einfach zu kultivieren. Die Pflanzen benötigen günstigere Bedingungen als die allgemein üblichen in Wohnungen kultivierten Zimmerpflanzen.
Bougainvillea X buttiana ist die Ursprungsform zahlreicher Wunderblumen-Hybriden. Diese Formen wachsen nicht so kräftig und können deshalb leichter als Sträucher kultiviert und in Zimmerkultur einem Raum mittlerer Größe angepasst werden.
Am bekanntesten sind Bougainvillea X buttiana "Mrs. Butt" . Diese Sorte wird auch als Bougainvillea X buttiana "Crimson Lake" bezeichnet. Diese Wunderblume bildet sehr attraktive, dunkelkarminrote Hochblätter.
Bougainvillea X buttiana Brilliant bildet kupferorangefarbene Hochblätter aus.
Bougainvillea X buttiana Temple Fire, entwachsen ziegelrote Hochblätter, die sich im Lauf der Blütezeit intensiver einfärben.
Bougainvillea glabra ist eine sehr kräftig wachsende Kletterpflanze, die bereits in einem früheren Alter, früher als die meisten anderen Arten, blüht. Die purpurn oder magentaroten Hochblätter treten im Spätsommer und Herbst auf.
Unter den Wunderblumen gibt es auch andersfarbige und buntblättrige Zuchtformen. Besonders hübsche Sorten sind Bougainvillea glabra "Harrisii" mit cremefarbenen Streifen entlang der Blattmitte und im Bereich der Blattnerven sowie Bougainvillea glabra "Sanderiana Variegata", deren Blätter cremefarbene Randzonen besitzen.
Auch die Bougainvillea glabra "Alexandra" mit leuchtend purpurvioletter Farbe gilt als attraktive Zimmerpflanze
Kulturanleitung Wunderblume
Licht: Nur wenn die Wunderblume während der Hauptwachstumszeit viel Licht und möglichst auch etwas direkte Sonnenbestrahlung bekommen, bilden die Wunderblumen ihr Blüten mit den hübschen Hochblättern aus.
Gießen: Die Wunderblume wässert man gleichmäßig, man hält den Topfballen stets etwas feucht. Zwischen den Wassergaben sollte nur die oberste Erdschicht leicht antrocknen. Vor dem Beginn der Ruhepause schränkt man das Gießen stark ein. Während der Ruhepause im Winter muss der Topfballen der Wunderblume lediglich vor dem vollständigen Austrocknen bewahrt werden.
Temperatur: Während der Hauptwachstumszeit sind übliche Zimmertemperaturen ausreichend. Zur Zeit der Winterruhe muss die Wunderblume kühler stehen, die Temperatur darf aber nicht unter 10 °C fallen.
Vermehrung: Eine Wunderblume vermehrt man im Frühling durch Kopfstecklinge. Im zeitigen Frühjahr schneidet man 10 bis 15 cm lange Stecklinge von jungen Trieben ab und taucht die Schnittflächen in Bewurzelungshormon. Dann setzt man die Stecklinge in ein angefeuchtetes Gemisch aus gleichen Teilen Torf und scharfem Sand. Die Töpfe mit den Stecklingen stellt man in einen Vermehrungskasten bei der gleichmäßigen Temperatur von 24 °C. Der Standort des Vermehrungskasten muss sehr hell, aber ohne direkte Sonnenbestrahlung sein. In den nächsten 8 bis 10 Wochen bilden sich Wurzeln aus. Dann können die Wunderblumen aus dem Vermehrungskasten genommen und in das übliche Erdgemisch umgetopft werden. ( > Vermehrungskasten siehe Marktplatz )
Erdmischung: Für die Kultivierung der Wunderblume verwendet man herkömmliche Blumenerde oder ein Gemisch aus Komposterde und etwas Torf. Im zeitigen Frühjahr wird die Wunderblume bei Bedarf in größere Töpfe umgesetzt .
Dünger: Sobald im Frühjahr die ersten Triebe an der Wunderblume erscheinen, düngt man alle 4 Wochen mit einem Flüssigdünger. Die Düngung wird während der Blütezeit im Abstand von zwei Wochen fortgesetzt, wobei jede zweite Düngung mit einem Blühdünger erfolgen sollte.
Hinweise: Wunderblumen können in einem hellen Blumenfenster sehr üppig wachsen. Wenn der Platz in der kommenden Saison nicht ausreichend ist, schneidet man im zeitigen Frühjahr den Zuwachs des vergangenen Jahres um mindestens ein Drittel zurück. Gleichzeitig werden auch die überlangen Triebe so weit zurückgeschnitten, dass an jedem Trieb nur noch zwei Augen stehenbleiben.
Wunderblumen werfen im Winter für kurze Zeit die Blätter ab. Werden jedoch Fehler in der Kultivierung der Pflanzen gemacht, kann der Blattfall zu jeder Jahreszeit eintreten. Lesen Sie beliebte Hausmittel mit Heilpflanzen
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