Dreizehenspecht

Amsel

Picoides tridactylus lautet der wissenschaftliche Name vom Dreizehenspecht. Er ist Teil der Familie der Spechte und der Unterfamilie der Echten Spechte. Zudem ist er den Spechtvögeln zugeordnet.

Aussehen der Dreizehenspecht

Das Gefieder des Dreizehenspechtes ist schwarz-weiß gefärbt und mit einer lebhaften Musterung versehen. Die Unterseite ist stark gefleckt und der Kopf schwarz-weiß gestreift. Der Rücken weist eine schwarz-weiße Bänderung auf. Insgesamt wirkt der Dreizehenspecht dunkel. Da er keine roten Färbungen im Gefieder vorweist, kann er leicht vom Buntspecht unterschieden werden.

Wie der Name schon aussagt besitzt dieser Specht keine vier, sondern nur drei Zehen.

Besonderheit

Der Dreizehenspecht mag den zuckerhaltigen Saft von Bäumen. Um an diesen Saft heranzukommen, hämmert er Löcherreihen in Nadelbaumrinden.

Aussehen Jungvögel

Bestäubung

Merkmale Männchen und Weibchen

Die männlichen Dreizehenspechte besitzen einen gelben Scheitelfleck.

Stimme

Die Rufe hören sich weich und gedämpft an („ügg“). Diese Rufe sind aber nur selten zu vernehmen.

Vorkommen

In Deutschland kommt der Dreizehenspecht lediglich im Alpenraum, im Schwarzwald und im Bayrischen Wald vor. Ansonsten ist er im gesamten paläarktischen Raum verbreitet.

Es wird zwischen folgenden Unterarten unterschieden:

  • Picoides tridactylus tridactylus ist die Nominatform, dessen Verbreitungsgebiet von Skandinavien bis zum Fluss Ussuri verläuft
  • Das Verbreitungsgebiet von Picoides tridactylus crissoleucus verläuft von der nördlichen Taiga bis zum nördlichen Gebiet des Amurs
  • Picoides tridactylus albidor kommt auf der nordasiatischen Halbinsel Kamtschka sowie auf Nachbarinseln vor. Man geht davon aus, dass diese Unterart ebenso auf den nördlichen Inseln Japans verbreitet ist. Die Bauchseite dieser Unterart hat fast keine Zeichnung und ist weiß.

Daneben gibt es noch die Unterarten Picoides tridactylus tienschanicus und Picoides tridactylus funebris, die im Südosten und im Süden der Paläarktis vorkommen.

Lebensraum

Dreizehenspechte ziehen Fichtenwälder vor, die sich in Höhlenlagen zwischen 800 Metern und 1700 Metern befinden. Zudem muss sich in den Wäldern viel totes und morsches Holz befinden. Manchmal sind sie aber auch in Gärten anzutreffen, die in der Nähe eines Waldes liegen und einen Bestand von hohen Nadelbäumen vorweisen.

Zugverhalten

Der Großteil der Dreizehenspechte gehört zu den Standvögeln, die selbst bei kalten Wintertemperaturen in ihren Brutgebieten bleiben. Wahrscheinlich sind manche Populationen Teilzieher oder Strichvögel. Man geht dabei besonders von den Unterarten in Zentralasien und Ostasien aus.

Nahrung

Der Dreizehenspecht ernährt sich von den Insekten und Larven, die unter der Borke leben. Außerdem labt er sich gerne am Baumsaft. Er ist ein Spezialist darin, Käferlarven und –puppen herauszuholen, die unter der Rinde von abgestorbenen Bäumen leben. Somit ist der Dreizehenspecht auf Totholz angewiesen. In Wäldern, die intensiv bewirtschaftet werden, fehlt dieser Specht.

Balzverhalten und Paarbildung

Dreizehenspechte führen monogame Saisonehen, wobei die Bindung an den Partner sehr stark zu sein scheint. Beobachtungen zufolge kommt es über mehrere Jahre zu Wiederverpaarungen.

Zur Reviermarkierung erklingen Trommelwirbel mit langen Schlagfolgen. Die Schlagfolgen werden zum Ende hin zunehmend schneller.

Nestbau und Gelege

Jedes Jahr werden neue Bruthöhlen gezimmert. Dazu werden absterbende oder tote Fichten oder andere Koniferen genutzt. Die Bruthöhle wird alleine vom Männchen angelegt.

Selten werden Höhlen anderer Spechte oder die Bruthöhle vom Vorjahr verwendet.

Ein Gelege umfasst drei bis vier Eier von weißer Farbe.

Eier der xxx

xxxeier

Amselnest mit Eiern / Amselgelege,
von Martin Rosenlehner, CC BY-SA 4.0

Gelege

Brutverhalten

Bei der Bebrütung wechseln sich Männchen und Weibchen ab. Die Brutdauer beträgt rund zwölf Tage. Die Nestlinge werden von beiden Elternteilen gepflegt und gefüttert.

Nach etwa 25 Tagen verlassen die Jungvögel die Bruthöhle, werden jedoch noch bis zu einem Monat von den Eltern gefüttert.

Lebenserwartung

Brombeeren