Feldsperling

Amsel

Der wissenschaftliche Name des Feldsperlings lautet Passer montanus. Der auch als Feldspatz bezeichnete Singvogel gehört zur Familie der Sperlinge und zur Ordnung der Sperlingsvögel. Er wird oft mit dem Haussperling verwechselt, der jedoch etwas größer als der Feldsperling ist.

Aussehen der Feldsperling

Der Feldsperling lässt sich am besten an zwei Merkmalen vom Haussperling unterscheiden:

  • Der Oberkopf hat eine schokoladenbraune Farbe
  • An den weißlichen Wangen befindet sich ein schwarzer Fleck

Feldsperlinge werden etwa vierzehn Zentimeter groß und zwischen 20 und 24 Gramm schwer.

  • Der Nacken hat die gleiche schokoladenbraune Färbung wie der Oberkopf
  • An der Kehle ist ein kleiner, schwarzer Fleck sichtbar
  • Im Nacken befindet sich ein helles Halsband
  • Die Oberseite weist eine bräunliche Färbung und dunkle Längsstreifen vor
  • Brust und Bauch haben einen braungrauen Farbton
  • An den Flügen befinden sich weiße Binden
  • Der Schwanz hat eine gelbbraune Färbung

Besonderheit

Brombeeren

Aussehen Jungvögel

Der Oberkopf der Jungvögel hat eine graubraune Farbe. Die Oberseite des Körpers ist blasser gefärbt, als die der adulten Vögel. Die Längsstreifen der Oberseite habeneine graue Färbung. Die Flecken an Kehle und Wange sind schwarzgrau gefärbt.

Merkmale Männchen und Weibchen

Brombeeren

Stimme

Die Rufe der Feldsperlinge ähneln denen der Haussperlinge sehr. Allerdings ruft der Feldsperling leiser und weicher. Typische Stimmen sind ein hölzern klingender Laut („tek tek tek“) und helle Töne („zwit“).

Der Gesang besteht aus rhythmisch klingenden Tschilp-Lauten („tsche tsche“).

Vorkommen

Feldsperlinge kommen in Europa sehr häufig vor. Sie fehlen jedoch in einigen Bereichen Irlands, Schottlands, Finnlands, Skandinaviens und in Island.

Lebensraum

Feldsperlinge bevorzugen Waldränder und Randbereiche menschlicher Siedlungen sowie Alleen und Hecken. Der gesellige Vogel schließt sich außerhalb der Paarungs- und Brutzeit gerne zu Gruppen zusammen. Solche Gruppen können aus nur wenigen Feldsperlingen bestehen, aber ebenso gibt es Gruppe mit einigen tausend Vögeln. Feldsperlinge vergesellschaften sich gerne mit Ammern, Finken, Weidensperlingen und Haussperlingen.

Sie lieben Staubbäder und das so sehr, dass sie ihre Staubbadstellen aggressiv verteidigen.

Zugverhalten

Feldsperlinge sind Standvögel. Sie ziehen nur bei strengen Wintern gen Süden.

Nahrung

Feldsperlinge ernähren sich hauptsächlich von Getreidesamen, Kräutersamen und Grassamen. Zur Nahrungssuche begeben sie sich auf den Boden und picken dort die Samen auf oder sie picken die Samen aus den Getreide- und Grasähren.

Manchmal wird die Ernährung mit Beeren und Knospen erweitert.

Für die Aufzucht der Jungen werden Insekten verwendet.

Balzverhalten und Paarbildung

Feldsperlinge führen in der Regel monogame Ehen. Das heißt, sie gehen einmal eine Paarbeziehung ein und diese bleibt bis zum Tod bestehen.

Es gibt wenige Männchen, die sich polygam verhalten und sich mit dem Weibchen verpaaren, dessen Partner gestorben ist und das sich in der Nachbarschaft des Männchens befindet.

Sehr oft wird in Kolonien gebrütet, wobei die direkte Umgebung des Nestes verteidigt wird. Sobald ein Männchen einen Brutplatz besetzt, fängt es mit der Balz an. Noch nicht verpaarte Männchen plustern ihr Gefieder auf und halten sich für die Werbung im Bereich des Nestes auf. Wenn das Weibchen Interesse zeigt, schlüpft das Männchen in den Nistplatz und hält dabei trockene Halme im Schnabel. Daraufhin schlüpft das Weibchen ebenso ein und kontrolliert diesen Platz.

Nestbau und Gelege

In der Regel nutzen Feldsperlinge Nischen oder Höhlen, um ihr napfartiges oder kugelförmiges Nest zu bauen. Eher selten werden Freinester errichtet. Das Nest wird von Männchen und Weibchen gebaut. Dazu werden Blätter, Wurzeln, Stängel und Halme verwendet. Die Mulde bekommt eine Polsterung aus Haaren und Federn. Für den Nestbau benötigen die Feldsperlinge meistens fünf Tage.

Ein Gelege umfasst vier bis sechs Eier, selten neun Eier. Die Färbung der Eier ist unterschiedlich. Blassgraue oder weiße Eier haben graue, violette oder dunkelbraune Flecken oder Punkte.

Eier der xxx

xxxeier

Amselnest mit Eiern / Amselgelege,
von Martin Rosenlehner, CC BY-SA 4.0

Gelege

Brutverhalten

Nachdem das letzte Ei abgelegt wurde, beginnt die Brutzeit. Die Bebrütung wird zwar von beiden Elternteilen übernommen, aber das Weibchen übernimmt dabei den größten Teil. Nach elf bis vierzehn Tagen schlüpfen die Küken, die dann von Männchen und Weibchen gefüttert werden. In den ersten acht Tagen werden die Nestlinge vom Weibchen gehudert.

Ab dem zehnten Lebenstag nehmen die Nestlinge das Futter am Nesteingang entgegen. Nach fünfzehn bis zwanzig Tagen verlassen die Jungvögel das Nest.

Die Versorgung der Erstbrut wird teilweise von den Männchen alleine übernommen. Es kommt nämlich vor, dass das Weibchen bereits erneut brütet und die erste Brut noch versorgt werden muss.

Lebenserwartung

Brombeeren