Gartengrasmücke

Amsel

Die wissenschaftliche Bezeichnung für die Gartengrasmücke heißt Sylvia borin. Dieser Singvogel gehört zur Familie der Grasmückenartigen und zur Ordnung der Sperlingsvögel. Der unscheinbare Vogel hält sich meistens im Gebüsch auf, sodass man ihn nur selten zu sehen bekommt.

Aussehen der Gartengrasmücke

Die Gartengrasmücke wird rund vierzehn Zentimeter groß und erreicht ein Gewicht zwischen 16 und 22 Gramm. Dieser schlanke Singvogel hat ein eher unscheinbares Gefieder:

  • Die Oberseite ist graubraun gefärbt
  • Die Unterseite hat eine hellere graubraune Farbe
  • Der Schwanz hat eine schmutzig-weiße Färbung
  • Die dunklen Augen sind von einem hellen, aber blassen Augenring umrahmt
  • Auch der helle Augenstreifen ist eher undeutlich
  • Die Halsseiten sind graufarbig
  • Der Schnabel wirkt stumpf und dicklich
  • Die kräftigen Beine haben eine blaugraue bis beige Farbe

Besonderheit

Brombeeren

Aussehen Jungvögel

Die Jungvögel kennzeichnen sich durch die hellen Säume, die sich auf den Schirmfeder und den Schwungfedern befinden.

Merkmale Männchen und Weibchen

Brombeeren

Stimme

Der etwas heiser klingende Ruf hört sich wie ein „wäd wäd wäd“ an. Droht Gefahr, ruft die Gartengrasmücke wiederholt ein hart klingendes „tschek“.

Der laute Gesang hört sich melodisch an und besteht aus langen Strophen, die volltönig geflötet werden.

Vorkommen

Gartengrasmücken brüten in der paläarktischen Region und kommen in Mitteleuropa als Brutvögel fast überall vor.

Die zwei Unterarten der Gartengrasmücke lassen sich vom Aussehen her fast nicht unterscheiden. Sylvia borin borin ist die Nominatform, die in Europa flächendeckend verbreitet ist. Sylvia borin woodwardi ist von Südosteuropa bis Sibirien verbreitet.

Lebensraum

Die Gartengrasmücke ist in Gebüschen und Feldgehölzen anzutreffen. In Wäldern bewohnt sie lediglich die Randgebiete und die Lichtungen. Auch in Gärten und Parks ist die Gartengrasmücke vorzufinden, wenn sich dort genügend Gebüsche befinden.

Da die Grasmücke sich überwiegend im Gehölz oder Gebüsch aufhält, bekommt man sie eher selten zu Gesicht. Dass sie da ist bemerkt man aufgrund ihres lauten Gesangs.

Zugverhalten

Gartengrasmücken gehören zu den Langstreckenziehern und überwintern im südlichen Teil der Sahara, in der Sahelzone, sowie in Ost- und Südafrika.

Nahrung

In erster Linie ernährt die Gartengrasmücke sich von Insekten, Insektenlarven, Spinnen sowie andere Kleinsttiere.

Ab Herbst sorgt sie für Energiereserven, indem sie verschiedene Beeren frisst. Sie nimmt dabei stetig an Körpergewicht zu, während sie sich auf ihrem Weg vom Norden Europas zum Süden befindet. Mit genügend Fettreserven kann sie dann die Sahara in einem Flug überqueren.

Balzverhalten und Paarbildung

Brombeeren

Nestbau und Gelege

Das Nest wird bodennah in dichtem Unterwuchs gebaut. Das Nest ist napfförmig und als Baumaterialien werden Halme, Gräser, Haare und Wurzeln verwendet.

Das Gelege besteht aus vier bis sechs weißlich gefärbten Eiern, die hellbraun gefleckt sind.

Eier der xxx

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Amselnest mit Eiern / Amselgelege,
von Martin Rosenlehner, CC BY-SA 4.0

Gelege

Brutverhalten

Die Bebrütung und die Aufzucht werden von beiden Elternteilen übernommen. Die Brutzeit dauert zwischen elf und zwölf Tagen. Die Jungvögel verlassen nach zehn bis zwölf Tagen ihr Nest.

Lebenserwartung

Gartengrasmücken können bis zu vierzehn Jahre alt werden, wie Ringfunde belegten.