Gelbspötter

Amsel

Der wissenschaftliche Name des Gelbspötters lautet Hippolais icterina. Der Gelbspötter gehört zur Familie der Rohrsänger und zur Ordnung der Sperlingsvögel. Seinen deutschen Namen erhielt dieser Singvogel, da er oft andere Vogelstimmen nachahmt.

Aussehen der Gelbspötter

Der schlanke Gelbspötter erreicht eine Größe von etwa dreizehn Zentimetern und ein Gewicht von maximal zwölf Gramm. Der Schnabel wirkt kräftig und der Kopf groß. Er hat recht lange Flügel und einen kurzen Schwanz. Die Oberseite hat eine bräunliche, olivgrüne Färbung. Die Unterseite ist hellgelb gefärbt. Die dunkelbraunen Steuerfedern sind mit schmalen, hellbraunen Rändern versehen. Die Gelbfärbung an der vorderen Brust und der Kehle ist intensiv und auffällig. Der Schnabel ist auf der Oberseite dunkelbraun und die Unterseite hat eine gelbliche Farbe.

Besonderheit

Der Gelbspötter kann die Stimmen anderer Vögel nachahmen.

Aussehen Jungvögel

Die Oberseite der Jungvögel hat eine braungraue Farbe und die Gelbfärbung der Unterseite ist noch recht blass.

Merkmale Männchen und Weibchen

Brombeeren

Stimme

Ist der Gelbspötter beunruhigt, lässt er einen schmatzenden Ton hören („tz tz tz“). Typisch ist sein dreisilbiger („de-de-roid“) oder sein viersilbiger („dje-dj-dje-lü“) Gesang.

Ab Mai wird sein Stimmenrepertoire äußerst abwechslungsreich.

Vorkommen

Gelbspötter kommen im westlichen sowie im zentralen Bereich der Paläarktis vor: Von Nordost-Frankreich über die Schweiz bis zum südwestlichen Skandinavien und gen Osten bis in das Vorland des nordwestlichen Altai-Gebirges.

Lebensraum

Gelbspötter bevorzugen lichte Laubwälder und Auenwälder. Auch in Parks oder Gärten sind sie anzutreffen und sie bewohnen Hecken, Feldgehölze sowie Friedhöfe.

Zugverhalten

Gelbspötter sind Langstreckenzieher. Für die Vögel in den Gebieten von Mittel- und Nordeuropa beginnt der Wegzug Ende Juli. Sie überwintern in tropischen Gebieten Afrikas. Anfang April kehren die ersten Gelbspötter dann wieder zurück in die mitteleuropäischen Regionen.

Nahrung

Die Hauptnahrung des Gelbspötters besteht aus Kleinsttieren wie Spinnen, Insekten und Larven. Im Herbst erweitert er seine Ernährung durch Beeren.

Der Gelbspötter geht in sämtliche Vegetationsschichten auf Nahrungssuche. Vorwiegend sucht er auf Höhen bis zu acht Metern nach Nahrung.

Balzverhalten und Paarbildung

Der Gelbspötter führt eine monogame Saisonehe oder Brutehe.

Nestbau und Gelege

Das Nest hat eine napfartige Form und wird meistens in einer Astgabel befestigt. Das Nest wird von Männchen und Weibchen gebaut. Dazu werden Halme und anderes Pflanzenmaterial verwendet. Oftmals nutzen Gelbspötter auch Papierstücke oder Wollfäden und für den Außenbereich verbauen sie auch grobe Haare oder Rindenstücke.

Von außen erhalten die Nestwände Stabilität, indem Kokons, Spinnweben oder andere elastische oder klebende Materialien aufgebracht werden. Für die Polsterung im Innenbereich dienen Federn, Tierhaare und feine pflanzliche Fasern.

Ein Gelege besteht aus vier bis sechs Eiern, die kräftig rosa gefärbt sind und wenige schwarze Flecken aufweisen.

Eier der xxx

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Amselnest mit Eiern / Amselgelege,
von Martin Rosenlehner, CC BY-SA 4.0

Gelege

Brutverhalten

Das Weibchen bebrütet zwölf bis vierzehn Tage das Gelege. Die Fütterung der Nestlinge wird von beiden Elternteilen durchgeführt. Sind die Jungen zwischen 13 und 15 Tage alt, verlassen sie das Nest. Anschließend werden sie von ihren Eltern noch bis zu elf Tagen betreut. Zudem versorgen die Eltern ihre Jungen in dieser Zeit auch mit Nahrung.

Lebenserwartung

Brombeeren