Graugans

Amsel

Die Graugans (Anser anser) gehört zur Familie der Entenvögel, zur Unterfamilie der Gänse, zum Tribus Echte Gänse und zur Gattung der Feldgänse. Sie ist den Gänsevögeln zugeordnet. Graugänse sind die Vorfahren der Hausgänse.

Aufgrund Auswilderungsprojekten und Schutzmaßnahmen haben die Bestände der Graugänse in den letzten Jahren wieder zugenommen.

Aussehen der Graugans

Graugänse werden zwischen 75 und 90 Zentimeter groß. Sie sind etwas schlanker als die Hausgänse. Das Gefieder hat eine graubraune Färbung. Im Flug sind die hellen Oberflügel erkennbar. Das Bauchgefieder ist leicht gestreift.

 Die Beine sind fleischfarben. Der kräftige Schnabel ist je nach Unterart orangegelb oder fleischfarben.

Besonderheit

Brombeeren

Aussehen Jungvögel

Im Jugendkleid ist das Gefieder leicht brauner als das der adulten Gänse. Die Fleckung am Bauch fehlt noch. Der Schnabel hat eine grau Farbe, die sich allmählich ins Gelbe färbt.

Merkmale Männchen und Weibchen

Brombeeren

Stimme

Der häufigste Ruf ist ein dreisilbiges „ang ang ang“. Graugänse sind sehr rufaktiv und verfügen über verschiedenartige Laute.

Vorkommen

Graugänse sind ursprünglich Brutvögel aus dem Osten und Norden Europas und aus Asien. Die in Mitteleuropa vorkommenden Graugänse sind halbzahme Parkvögel, die ausgesetzt wurden. Mittlerweile brüten auch viele verwilderte Parkvögel an Seen und in Parks.

Lebensraum

Brombeeren

Zugverhalten

Graugänse sind Zugvögel, die zum Überwintern an die Nordküsten Tunesiens und Algeriens, an die Adriaküste oder an die Westküste der Iberischen Halbinsel ziehen. Allerdings tendieren in den letzten Jahrzehnten immer mehr Graugänse zur Überwinterung im Norden, sodass die nördlichen Populationen Standvögel werden. Grund für diese Tendenz ist das ausreichende Nahrungsangebot durch intensivierte Agrarwirtschaft. Wahrscheinlich führt auch der Klimawandel dazu bei.

Nahrung

Die Nahrung besteht überwiegend aus Kräutern und Gräsern. Graugänse fressen eher selten Wasserpflanzen. Die Graugans sucht ihre Nahrung meistens an Land und gründelt nur selten. Manchmal findet sie schwimmend ihre Nahrung.

Balzverhalten und Paarbildung

Graugänse sind in der Regel sehr partnertreu und verpaaren sich nur neu, wenn der Partner verstirbt.

Unter männlichen Graugänsen kommt es manchmal auch zu homosexuellen Paarbindungen. Wird ein Weibchen in diese Partnerschaft einbezogen, wird es von beiden Erpeln begattet, wobei ein Erpel dominiert. Dieses Trio zieht die Jungen gemeinsam groß. Anschließend bleibt das homosexuelle Paar zusammen, während das Weibchen sich aus dieser Gruppe löst.

Nestbau und Gelege

Das große Nest wird an Uferstellen angelegt, die unzugänglich sind. Dabei bevorzugen Graugänse Seen, die einen breiten Riedgürtel aufweisen und die an Wiesen angrenzen. Ebenso gibt es Brutplätze auf Inseln, die bewaldet sind, in Flussauen und in Mooren.

Ein Gelege umfasst vier bis acht weiße bis gelbliche Eier.

Eier der xxx

xxxeier

Amselnest mit Eiern / Amselgelege,
von Martin Rosenlehner, CC BY-SA 4.0

Gelege

Brutverhalten

Die Bebrütung wird vom Weibchen alleine übernommen. Die Küken schlüpfen nach rund 28 Tagen.

An der Betreuung der Junggänse beteiligen sich beide Elternteile. Die Aufzucht der Jungen dauert zwischen 50 und 60 Tagen.

Die Junggänse bleiben meistens solange bei ihren Eltern, bis die nächste Brut beginnt. Häufig sind sie auch danach noch bei den Eltern vorzufinden.

Lebenserwartung

Graugänse können ein Alter von 17 Jahren erreichen.