Graureiher

Amsel

Der Graureiher (Ardea cinerea) gehört zur Familie der Reiher, zur Unterfamilie der Tagreiher und ist den Schreitvögeln zugeordnet. Dieser Vogel wird auch Fischreiher genannt.

Aussehen der Graureiher

Graureiher werden zwischen 90 und 98 Zentimeter groß. Das Gefieder ist grau gefärbt. Der gelbe Schnabel ist lang. Am Hinterkopf befinden sich dünne Schmuckfedern. Zudem besitzt der Graureiher schwarze und breite Überaugenstreifen. Der Kopf ist weiß gefärbt und hat eine schwarze Kappe.

Die drei Zehen sind weit auseinander gespreizt, sodass der Graureiher auf weichem Untergrund nicht einsinken kann.

Die Bürzeldrüse ist stark verkümmert. Der Reiher besitzt jedoch sogenannte Puderfedern, die sich in den Leisten und an der Brust befinden. Indem er seinen Kopf an diesen Federn reibt, zerbröseln sie zu Puder, das fetthaltig ist. Dies verteilt der Reiher auf seinem Körper und ist somit vor Nässe geschützt. Diese Puderfedern wachsen stetig nach.

Manchmal wird der Graureiher mit dem Kranich verwechselt. Der Graureiher ist jedoch wesentlich kleiner und hat einen längeren Schnabel. Zudem ist der Kranich gut an seinem roten Scheitel erkennbar.

Besonderheit

Beim Fliegen zieht der Graureiher seinen Hals s-förmig ein und streckt die Beine nach hinten aus.

Aussehen Jungvögel

Bei jungen Graureihern hat die Kappe noch eine graue statt schwarze Farbe.

Merkmale Männchen und Weibchen

Brombeeren

Stimme

Die Rufe sind laut und hören sich teilweise krächzend an („kraak“ oder „chrääk“). Fliegt der Graureiher auf, lässt er häufig einen kurzen zweisilbigen Laut hören („krä ik“).

Vorkommen

Graureiher kommen in Asien und Europa in südlichen Gebieten und Regionen mit mildem Klima vor. Zudem sind sie in Südafrika verbreitet. In diesen Verbreitungsgebieten fehlen sie in Hochgebirgen, in Steppen, Wüsten und Tundren.

Lebensraum

Graureiher leben an Gewässern, deren Ufer üppige Vegetation vorweisen. Außerdem besiedeln sie Feuchtwiesen und Sümpfe.

Zugverhalten

Je nachdem in welchem Verbreitungsgebiet die Populationen brüten, sind sie Standvögel, Teilzieher oder Kurzstreckenzieher. Die Brutvögel in Irland und Großbritannien sind in der Regel Standvögel. Die meisten Graureiher Europas ziehen zum Überwintern in südliche oder südwestliche Regionen.

Nahrung

Die Nahrung besteht aus Fischen und Mäusen, aber auch aus Fröschen, Insekten und Molchen. Graureiher bleiben bewegungslos im oder am Wasser stehen oder pirschen sich vorsichtig und langsam an die Beute an, um dann mit ihrem dolchartigen Schnabel schnell zuzustoßen.

Balzverhalten und Paarbildung

Graureiher werden im zweiten Lebensjahr geschlechtsreif. Sie führen monogame Ehen.

Nestbau und Gelege

Graureiher brüten in Kolonien und manchmal liegen diese Brutkolonien auch fernab vom Gewässer in Wäldern. Sie bauen große Reisignester auf hohen Bäumen oder im Schilf. Oft nutzen sie ihre einmal errichten Nester einige Jahre hintereinander. Das Nest wird von Männchen und Weibchen gemeinsam gebaut. In der Regel bringt das Männchen das Material und das Weibchen errichtet das Nest.

Von den Brutkolonien aus fliegt der Graureiher bis zu vierzig Kilometer weit, um auf Nahrungssuche zu gehen.

Ein Gelege umfasst drei bis fünf Eier, die blass grün gefärbt sind.

Eier der xxx

xxxeier

Amselnest mit Eiern / Amselgelege,
von Martin Rosenlehner, CC BY-SA 4.0

Gelege

Brutverhalten

An der Bebrütung sowie an der Aufzucht beteiligen sich beide Elternteile.  Die Brutzeit dauert rund 25 Tage. Die Küken werden zwei Wochen lang gehudert und erst am dem 20. Lebenstag werden die Jungen auch mal alleine im Nest gelassen. Ab ihrem 30. Lebenstag können sie auf den Ästen des Brutbaumes herumklettern. Mit 50 Tagen sind sie flügge. Meistens kehren sie aber noch bis zu zwanzig Tage lang zu ihrem Nest zurück.

Lebenserwartung

Anhand eines beringten Graureihers konnte nachgewiesen werden, dass dieser über 35 Jahre alt war. Allerdings ist die Sterblichkeitsrate bei den Jungvögeln sehr hoch. Schätzungsweise siebzig Prozent der jungen Graureiher sterben in ihrem ersten Lebenshalbjahr.