Habicht

Amsel

Der Habicht (Accipter gentilis )gehört zur Familie der Habichtartigen, zur Gattung der Habichte und Sperber und ist den Greifvögeln zugeordnet. Im Jahre 2015 wurde der Habicht vom Landesbund für Vogelschutz Bayern und vom Naturschutzbund Deutschland zum Vogel des Jahres ernannt.

Aussehen der Habicht

Die Weibchen werden bis zu 60 Zentimeter groß. Die Männchen sind um etwa ein Drittel kleiner. Die Flügelspannweite beläuft sich zwischen 89 und 122 Zentimeter.

Das Gefieder hat auf der Oberseite eine dunkelgraue Färbung. Am weißen Bauch und an der weißen Brust befindet sich eine enge schwarze Querbänderung. Der Schwanz ist schmal und die Flügel wirken im Flug gerundet.

Besonderheit

Brombeeren

Aussehen Jungvögel

Die jungen Habichte haben an Brust und Bauch keine Querbänderung, sondern ein Tropfenmuster in dunkelbrauner Farbe. Die Oberseite ist braun gefärbt.

Merkmale Männchen und Weibchen

Männchen und Weibchen sind gut an der unterschiedlichen Körpergröße auseinanderzuhalten. Zudem ist das Gefieder der Oberseite bei den Weibchen leicht heller und ihre Kopfzeichnung ist nicht ganz so konstrastreich.

Stimme

Der Ruf des Habichts klingt hell und lang gezogen („hiiiäh“) oder es erfolgen schnelle Tonreihen („gjägjägjä“). Ebenfalls ist ein kurzer Ruflaut zu hören („jük“).

Habichte rufen fast nur in der Nähe ihres Horstes.

Vorkommen

Habichte sind fast im gesamten europäischen Raum vertreten. Außerdem kommen sie im Norden und Westen Afrikas, in Kleinasien, in Nordiran und in Nordamerika vor.

Momentan gibt es zehn anerkannte Unterarten:

  • Das Verbreitungsgebiet von Accipter gentilis gentilis vom Norden Europas über Mitteleuropa bis zu den Pyrenäen, den Alpen, den Karpaten und bis zum Osten Russlands sowie nach Mittelrussland.
  • Der Verbreitungsbereich von Accipter gentilis marginatur schließt sich im Süden an das Gebiet der Nominatform an und verläuft bis Spanien, Marokko bis Elburs und zum Kaukasus. Diese Unterart ist kleiner und dunkler als die Nominatform.
  • Accipter gentilis arrigonii kommt auf Sardinien und Korsika vor. Sie ist kleiner und dunkler als die Unterart Accipter gentilis marginatur.
  • Accipter gentilis buteoides kommt vom Norden Schwedens bis Sibirien und zur Taiga vor. Diese Unterart ist größer als die Nominatform. Das Jugendkleid ist wesentlich heller als das der Nominatform.
  • Accipter gentilis schvedowi ist in Ostasien und Hokkaido vertreten.
  • Accipter gentilis albidus ist vom Nordosten Sibiriens bis Kamtschatka verbreitet.
  • Accipter gentilis atricapillus lebt in Nordamerika und hat eine blaugrau gefärbte Oberseite. Das Kopfmuster ist sehr kontrastreich.
  • Accipter gentilis fujiyamae ist die kleinste Unterart, die sehr dunkel gefärbt ist auf der japanischen Insel Honshu vorkommt.
  • Accipter gentilis apache kommt in den Bergen des Grenzgebietes Mexiko – USA vor.
  • Accipter gentilis laingi ist auf Vancouver Island und Haida Gwaii vertreten.

Lebensraum

Der bevorzugte Lebensraum des Habichts ist ein lockerer Misch- oder Nadelwald. Man trifft diesen Greifvogel aber auch am Stadtrand mit hohen Baumbeständen an. Im Frühling kann man den Habicht gut beobachten, weil er zu dieser Jahreszeit – und nur zu dieser Jahreszeit - kreist.

Zugverhalten

Habichte sind Standvögel.

Nahrung

Die Nahrung setzt sich aus Vögel und Säugetiere zusammen und das von der Größe einer Maus bis zur Größe eines Hasen. Die Größe der Beute hängt mit dem Geschlecht des Habichts zusammen: Die größeren Weibchen können beispielsweise Vögel in Hühnergröße schlagen, während die kleineren Männchen höchstens Vögel in Taubengröße erbeuten können.

Balzverhalten und Paarbildung

Habichte führen monogame Ehen und zeigen ein sehr territoriales Verhalten. Schauflüge und Revierrufe dienen der Reviermarkierung.

Zum Balzverhalten gehören Balzflüge, bei denen Männchen und Weibchen sehr schnelle Sturzflüge vollführen.

Nestbau und Gelege

Habichte bauen ihren Horst in hohen Bäumen und dort im Kronenbereich. Sie nisten an Lichtungen oder an Waldrändern.

Ein Gelege besteht aus zwei bis fünf Eiern, die rein weiß sind.

Eier der xxx

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Amselnest mit Eiern / Amselgelege,
von Martin Rosenlehner, CC BY-SA 4.0

Gelege

Brutverhalten

Die Bebrütung wird vom Weibchen alleine durchgeführt. Das Männchen versorgt währenddessen das Weibchen mit Nahrung. Die Brutzeit dauert zwischen 37 und 39 Tagen. Die jungen Vögel sind mit 40 bis 45 Lebenstagen flügge. Das Revier ihrer Eltern verlassen sie jedoch erst nach drei bis sechs Wochen.

Lebenserwartung

Brombeeren