Haubenlerche

Amsel

Die Haubenlerche trägt den wissenschaftlichen Namen Galerida cristata. Sie gehört zur Familie der Lerchen und zur Ordnung der Sperlingsvögel. In Westeuropa zählt dieser Singvogel mittlerweile zu den gefährdeten Vogelarten. In Deutschland steht die Haubenlerche unter Artenschutz.

Aussehen der Haubenlerche

Haubenlerchen erreichen eine Körpergröße von achtzehn Zentimeter und ein Gewicht von 45 Gramm. Das sandbraune Gefieder der Oberseite ist dunkelgrau gestreift mit rötlichen Flügeln und weißer Unterseite. Der Außensaum des kurzen Schwanzes hat eine rostbraune Färbung. Der kräftige und lange Schnabel ist leicht gebogen und hat eine gerade Unterkante.  Die Federhaube ist spitz und wird zum größten Teil aufgerichtet getragen.

In Spanien sowie im Nordwesten Afrikas kann die Haubenlerche mit der ähnlich aussehenden Theklalerche verwechselt werden. Die Bruststrichelung der Theklalerche ist kräfter und der Schnabel dicker und kürzer. Zudem bevorzugen Theklalerchen noch kahlere und trockenere Lebensräume als die Haubenlerchen.

Besonderheit

Brombeeren

Aussehen Jungvögel

Bestäubung

Merkmale Männchen und Weibchen

Brombeeren

Stimme

Der flötende Gesang klingt laut und wird sowohl am Boden als auch im Flug vorgetragen. Ebenso wird von einer hohen Sitzwarte aus gesungen.

Die pfeifenden Rufe hören sich ein wenig wehmütig an und klingt wie „dü dü dür dli“ oder „die die dri e“.

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet verläuft südlich der borealen Zone des westlichen und südwestlichen europäischen Raums bis Korea. Ebenso kommt sie in Afrika, Nordindien und Nepal vor.

Als im sechszehnten und achtzehnten Jahrhundert ein wärmeres Klima vorherrschte, breitete die Haubenlerche sich in Europa aus. Während kälterer Perioden im siebzehnten Jahrhundert zog sie sich wieder in die südlichen Regionen zurück.

In Spanien, Italien, Rumänien, Ungarn und in der Türkei gibt es die größten Populationen. Dort liegt der Bestand zwischen 190 000 und 4 Millionen Brutpaare. In Deutschland ist der Bestand so stark zurückgegangen, dass es nur noch weniger als 10 000 Brutpaare gibt.

Lebensraum

Haubenlerchen bevorzugen karge und dürre Gebiete. Sie waren ursprünglich Bewohner von Steppenlandschaften sowie von Halbwüsten. Heute sind sie sogar auf Plätzen und Straßen in Großstädten anzutreffen. Ansonsten leben sie auf offenen Flächen mit niedriger und lückenhafter Vegetation. Sie mögen vor allem lehmige Sandböden. In Städten halten sie sich zudem auf Industriegelände, Sportplätzen, sandige Ackerflächen und auf Schulhöfen auf.

Zugverhalten

Die meisten Haubenlerchen sind Standvögel. Nur im Nordosten von Russland sind sie Zugvögel. Ansonsten ziehen die europäischen Haubenlerchen manchmal mehrere hundert Kilometer gen Süden, wenn die Wintermonate sehr kalt sind.

Nahrung

Die Nahrung der Haubenlerche besteht überwiegend aus Sämereien. Ebenso frisst sie frische Grasspitzen, Getreidekörner, Spinnen und Bodeninsekten.

Balzverhalten und Paarbildung

Haubenlerchen führen monogame Saisonehen. Manche Paare bleiben auch über die Brutzeit hinaus zusammen. Im Frühjahr beginnt die Balzzeit, in der es dann zur Paarbildung kommt.

Nestbau und Gelege

Das Nest wird auf dem Boden gebaut und den Platz zum Nisten sucht das Weibchen aus. Hat es sich für einen Nistplatz entschieden, scharrt es eine etwa 3,5 Zentimeter tiefe Mulde aus. Das Nest wird aus Pflanzenteilen gebaut und erhält eine weiche Polsterung.

Haubenlerchen, die in Großstädten leben, errichten ihr Nest oftmals auf Flachdächern, an Bahndämmen oder an Böschungen am Straßenrand.

Der Nestbau wird stets vom Weibchen getätigt, wobei das Männchen als Begleiter anwesend ist.

Ein Gelege besteht aus drei bis fünf Eiern, die einen weißen Untergrund und graue Flecken haben.

Eier der xxx

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Amselnest mit Eiern / Amselgelege,
von Martin Rosenlehner, CC BY-SA 4.0

Gelege

Brutverhalten

Nachdem das vorletzte Ei abgelegt wurde, fängt das Weibchen an zu brüten. Wird das Gelege kurzzeitig verlassen, werden die Eier vom Männchen bewacht. Die Brutzeit dauert zwischen zwölf und dreizehn Tage.

Nach dem Schlüpfen erhalten die Küken zunächst ausschließlich vom Weibchen ihr Futter. Nach einigen Tagen werden die Nestlinge von beiden Elternteilen gefüttert. Das Nest wird nach neun bis zwölf Tagen verlassen. Ab dem zwölften Lebenstag sind die jungen Haubenlerchen bereits flugfähig. Nachdem sie das Nest verlassen haben, werden sie noch etwa sechs Tage mit Nahrung versorgt. Diese Aufgabe wird häufig vom Männchen alleine übernommen, wenn das Weibchen bereits mit der Vorbereitung für die nächste Brut beschäftigt ist.

Sind die Jungvögel etwa sechs Wochen alt, bleiben sie zwar in der Regel in der Umgebung des Brutreviers, leben aber von der Familie getrennt.

Haubenlerchen brüten zwei bis drei Mal jährlich.

Lebenserwartung

Man geht davon aus, dass Haubenlerchen sechs Jahre alt werden können.