Haubenmeise

Amsel

Die Haubenmeise gehört zur Familie der Meisen und zur Ordnung der Sperlingsvögel. Die lateinische Bezeichnung lautet Lophophanes cristatus oder auch Parus cristatus. Dieser Singvogel ist weniger gesellig als seine Meisenverwandten und falls man die Haubenmeise im Garten entdeckt, dann eher hastig fliegend.

Aussehen der Haubenmeise

Der Name der Haubenmeise lässt schon auf einen Teil ihres Aussehens schließen: Diese etwa zwölf Zentimeter große und rund elf Gramm schwere Meise ist an ihrer schwarz-weißen Federhaube zu erkennen. Diese dreieckförmige Haube kann aufgestellt und angelegt werden.

  • Die Oberseite der Haubenmeise hat eine graubraune und die Unterseite eine schmutzig-weiße Farbe.
  • Die Seiten von Kopf und Hals sind weiß gefärbt
  • auffällig ist das schwarze Band, das vom Auge ausgeht und eine Halbmondform aufweist.
  • Die Kehle der Meise hat eine schwarze Färbung.

Besonderheit

Haubenmeisen führen Dauerehen und sind sehr reviertreu.

Aussehen Jungvögel

Bei Jungvögeln sind die Farben noch blasser als bei den adulten Haubenmeisen. Zudem bildet sich die Federhaube noch aus, die bei den jungen Haubenmeisen noch sehr kurz ist.

Merkmale Männchen und Weibchen

Brombeeren

Stimme

Die markantesten Rufe der Haubenmeise klingen wie rollende Laute: „Gürrrr“ oder ein „Zizigürrrr“. Singt die Haubenmeise, hört sich das klingelnd an.

Vorkommen

Der Verbreitungsraum der Haubenmeise befindet sich in Europa, im Norden Afrikas, in Vorder- und Hinterindien sowie im südlichen Teil der Arabischen Halbinsel (paläarktische Region).

Lebensraum

Die Haubenmeise bevorzugt Nadelwälder. Bewohnt sie Mischwälder, ist dort der Bestand von Nadelbäumen hoch. Das gilt auch für Gärten, in die sich die Haubenmeise niederlässt: Im Garten oder im nächsten Umfeld dürften sich Nadelgehölze befinden.

Zugverhalten

Haubenmeisen sind Standvögel und somit ihren Revieren treu.

Nahrung

Im Frühling und Sommer stehen vor allem Gliederfüßer auf dem Speiseplan der Haubenmeise. Im Herbst und Winter ernähren sich diese Vögel in erster Linie von Sämereien und hier besonders die der Nadelhölzer.

Balzverhalten und Paarbildung

Im April beginnt die Paarungszeit. Das Männchen paradiert fliegend oder es richtet seine Federhaube auf und vibriert mit den Flügeln. Das Weibchen inspiziert verschiedene, mögliche Nistplätze und fängt schon bald mit dem Bau der Bruthöhle an.

Junge Haubenmeisen wählen als Paarungspartner besonders gerne verwitwete, adulte Vögel aus.

Nestbau und Gelege

Haubenmeisen sind Höhlenbrüter, wobei das Weibchen für den Nestbau zuständig ist. Mit dem Schnabel werden in morschem oder totem Holz Höhlen gehackt. Haubenmeisen nutzen aber auch bereits bestehende Höhlen, wie die von Spechten. Vom Menschen angebotene Nistkästen werden eher selten angenommen.

Das Nest wird napfförmig angelegt und erhält eine Polsterung aus Moos, Flechtwerk, Spinnweben und Tierhaaren.

Ab Mitte April fängt die Eiablage an. Ein Gelege besteht aus fünf bis neun Eiern, die einen weißen Untergrund und rötlich, feine Zeichnung aufweisen.

Eier der xxx

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Amselnest mit Eiern / Amselgelege,
von Martin Rosenlehner, CC BY-SA 4.0

Gelege

Brutverhalten

Die weibliche Haubenmeise brütet zwischen fünfzehn und achtzehn Tage die Eier. Während dieser Brutzeit versorgt das Männchen das Weibchen mit Nahrung.

Nachdem die Küken geschlüpft sind, werden sie von beiden Teilen gefüttert. Die Nahrung für die Nestlinge besteht aus Spinnentieren und Insekten.

Nach etwa zwanzig Tagen verlassen die Jungvögel ihr Nest. Die Eltern versorgen ihre Jungen noch weitere drei Wochen.

Lebenserwartung

Haubenmeisen können drei Jahre alt werden.