Kolbenente

Amsel

Die Kolbenente (Netta rufina) gehört zur Familie der Entenvögel, zur Unterfamilie Anatinae und zum Tribus Tauchenten. Sie ist den Gänsevögeln zugeordnet.

Aussehen der Kolbenente

Kolbenenten werden rund 55 Zentimeter groß. Im Schlichtkleid sehen sich Männchen und Weibchen sehr ähnlich: Das Gefieder ist braun, wobei Hals und Flanken einen helleren Farbton aufweisen als die Oberseite. Der Kopf ist von den Augen nach oben hin dunkelbraun gefärbt. Unterhals und Wangen sind hellgrau oder weißgrau.

Der Schnabel der Weibchen hat eine dunkelbraune Farbe und an der Schnabelspitze befindet sich ein Band in hellroter Farbe. Der Schnabel der Erpel ist durchgehend rot gefärbt.

Das Kopfgefieder ist beim Männchen kontrastreicher gefärbt. Bei beiden Geschlechtern fällt der runde große Kopf auf.

Besonderheit

Im Flug ist ein auffälliger weißer und breiter Flügelstreif erkennbar.

Aussehen Jungvögel

Bestäubung

Merkmale Männchen und Weibchen

Im Prachtkleid ist das Kopfgefieder des Erpels fuchsrot und der Schnabel lackrot gefärbt. Am Kopf befindet sich eine lose Federhaube. Die Augen haben eine rote Farbe. Bauch, Unterschwanzdecken, Kropf und Brust sind schwarz und die Flanken sind weiß. Die Flügel und die Oberseite haben eine braune Farbe.

Stimme

Der Ruf des Erpels klingt bei Erregung rau („bät“). Der Balzruf ist ein zweisilbiger Laut „bä ix“). Der Ruf des Weibchens hört sich knarrend an („körrr“). Während des Fluges ist ein „wa wa wa“ zu vernehmen.

Vorkommen

Kolbenenten kommen ursprünglich aus Asien. Im mitteleuropäischen Raum gibt es lediglich kleine Brutvorkommen. Ansonsten kommt sie als Brutvogel vom Schwarzen Meer bis zur Mongolei vor.

Lebensraum

Die Kolbenente bevorzugt flache Teiche und Seen, die eine üppige Uferbewachsung aufweisen.

Zugverhalten

Die Populationen Mitteleuropas ziehen zum Überwintern größtenteils in den mediterranen Raum. Es gibt aber auch Populationen, die in Mitteleuropa überwintern, beispielsweise auf dem Bodensee, dem Vierwaldstättersee und dem Neuenburgersee. Andere Überwinterungsgebiete sind Hinterindien, Vorderasien, Ägypten und das Schwarzmeergebiet.

Nahrung

Die Nahrung besteht überwiegend aus Wasserpflanzen. Manchmal fressen sie auch kleine Wassertiere. Kolbenenten gründeln oder tauchen nach Nahrung.

Balzverhalten und Paarbildung

Charakteristisch ist eine zuerst stattfindende Gruppenbalz im Herbst und Winter. Diese Gemeinschaftsbalz geht in eine Einzelbalz über, wenn die Paarbeziehungen fester werden und sich bereits viele Enten verpaart haben.

Zum Balzverhalten gehört das Balzfüttern, welches bei Entenvögeln nicht oft vorkommt.

Nestbau und Gelege

Das Nest ist eine Mulde, die in Wassernähe in der Vegetation versteckt errichtet wird.

Ein Gelege besteht aus sechs bis zwölf Eiern, die hellgrün bis cremefarben sind.

Ein Nest wird häufig von mehreren Weibchen genutzt. So konnten auch schon Gelege mit 21 Eiern gefunden werden. Ebenso legen Kolbenenten ihre Eier in Nester anderer Arten.

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Amselnest mit Eiern / Amselgelege,
von Martin Rosenlehner, CC BY-SA 4.0

Gelege

Brutverhalten

Sobald das vorletzte oder letzte Ei abgelegt wurde, beginnt das Weibchen mit der Bebrütung. Nach rund 26 Tagen schlüpfen die Küken, die als Nestflüchter bereits einige Stunden nach dem Schlupf das Nest verlassen. Im Alter von 45 bis 50 Tagen sind die jungen Enten flügge.

Das Männchen beteiligt sich gar nicht an der Bebrütung und der Aufzucht. Manchmal hält es Wache, wenn die Jungen vom Weibchen geführt werden.

Lebenserwartung

Kolbenenten können ein Alter von sieben Jahren erreichen.