Mehlschwalbe

Amsel

Mehlschwalben tragen den wissenschaftlichen Namen Delichon urbica. Sie gehören zur Familie der Schwalben sowie zur Ordnung der Sperlingsvögel. Die etwa zwölf bis dreizehn Zentimeter großen Singvögel brüten an Gebäuden und bauen kunstvolle Nester aus Lehm.

Mehlschwalben können eine Fluggeschwindigkeit von 74 km/h erreichen, wenn sie von Greifvögeln verfolgt werden. Die Durchschnittsgeschwindigkeit beim Zug liegt bei 43 km/h.

Aussehen der Mehlschwalbe

Mehlschwalben werden zwischen zwölf und dreizehn Zentimeter groß und zwischen 16 und 25 Gramm schwer.

  • Rücken, Flügeloberseiten, Schwanz und Kopf haben eine blauschwarze Färbung
  • Die Unterseite ist reinweiß bis mehlweiß gefärbt
  • Füße und Beine haben eine weiße Befiederung
  • Der kurze Schnabel ist schwarz

Der Bürzel hat - im Gegensatz zu allen anderen Schwalbenarten Europas – eine weiße Färbung.

Manchmal sind unter den Mehlschwalben sogenannte Weißlinge zu entdecken, die ein vollständig weißes Gefieder oder ausgedehntere weiße Partien aufweisen.

Besonderheit

Die Mehlschwalbe wurde 1974 zum Vogel des Jahres in Deutschland und 2010 in der Schweiz gekürt.

Maßnahmen zum Schutz der Mehlschwalben

Mehlschwalben waren früher tolerierte Gäste, denn weil sie ihre Nester an Hauswänden bauen, konnten die Hausbesitzer sicher sein, dass Mücken, Fliegen und andere Insekten reduziert werden. Der Bestand der Mehlschwalben ging jedoch zurück, weil immer mehr Pestizide eingesetzt wurden und die Hausfassaden von Neubauten zu glatt für den Nestbau sind. Ebenfalls sind zu viele Flächen versiegelt, sodass zu wenig Nistmaterial zur Verfügung steht.

In Deutschland wurde die Mehlschwalbe deshalb 2002 auf die Vorwarnliste bedrohter Vogelarten gesetzt. Nach §44 Absatz 1 Nr. 3 des Bundesnaturschutzgesetzes ist es verboten, Nester der Mehlschwalben zu zerstören.

Um den Mehlschwalben behilflich zu sein, stehen im Handel Kunstnester zur Verfügung. Wenn in der Umgebung weitere Mehlschwalben nisten, werden diese Nester gerne angenommen.

Aussehen Jungvögel

Bei jungen Mehlschwalben ist das Gefieder auf der Oberseite erst bei wenigen Partien glänzend blauschwarz gefärbt. Der überwiegende Teil der Oberseite hat eine braune bis braunschwarze Farbe. Flanken und Kehle sind grau und der Bürzel der Jungvögel ist ebenfalls grau mit weißen Spitzen.

Nestlinge sehen aufgrund des pelzigen Dunenkleides weißwollig aus.

Merkmale Männchen und Weibchen

Brombeeren

Stimme

Die äußerst ruffreudigen Mehlschwalben lassen am häufigsten schwatzend leise Leier- oder Zwitschertöne hören. Laute wie „driddrli“ oder „tritri“ sind dann zu vernehmen, wenn die Mehlschwalbe das Nest anfliegt oder sich im Flug befindet.

Ein hart klingender Laut („trieer“) wird als Kontaktlaut oder auch im Überwinterungsquartier gerufen. Droht Gefahr, wird mit einem schrillen Ruf alarmiert („tseep“ oder „tsier“).

Nestlinge fallen durch ihren einsilbigen Bettellaut auf („tik tik tik“), der sich bei den älteren Nestlingen zu einem „zittritvitvii“ umwandelt. Diese Bettellaute sind auch nachts zu hören, sobald die Nestlinge ungefähr vierzehn Tage alt sind.

Vorkommen

Mehlschwalben kommen als Brutvögel in allen europäischen Gebieten vor, ausgenommen Island.

Lebensraum

Ursprünglich waren Mehlschwalben Brutvögel mit Brutplätzen an senkrecht stehenden Felswänden und solche Brutkolonien kommen heute noch vor, beispielsweise im Gebirge des Tibets, Österreichs, Spaniens oder der Schweiz. Mehlschwalben sind bis in Höhen von über 4000 Metern zu finden.

In Europa werden überwiegend Kulturlandschaften als Lebensräume genutzt, die sowohl offen als auch besiedelt sein können. Mehlschwalben benötigen freie Flächen mit einem niedrigen Pflanzenwuchs. Dadurch können sie auch bei Regen oder Sturm auf Beutejagd gehen, wenn Luftplankton nur niedrig fliegen kann. Ebenso mögen sie es, sich nahe an größeren Gewässern aufzuhalten, denn dort finden sie genügend Nistmaterial vor.

Wahrscheinlich meiden Mehlschwalben Siedlungen mit hoher Luftverschmutzung. So siedelten sich diese Vögel in London oder anderen britischen Städten erst wieder an, nachdem die Luftverschmutzung aufgrund eines Gesetzes zurückging.

Zugverhalten

Mehlschwalben sind Zugvögel, die zum Überwintern in den südlichen Teil der Sahara ziehen. Der Großteil der Mehlschwalben Mittel- und Westeuropas beginnt ihren Zug von Ende August bis Oktober. Je nach Region kehren die ersten Mehlschwalben im April wieder in ihre Brutgebiete, bzw. an ihre Geburtsorte zurück.

Nahrung

Hauptsächlich wird sich von fliegenden Insekten ernährt. Mehlschwalben fangen ihre Beute im Flug. Der überwiegende Teil der Ernährung besteht aus Mücken, Blattläusen und Fliegen. Weiterhin ernährt die Mehlschwalbe sich von Wasserinsekten, Käfern, Webspinnen und Schmetterlingen.

Der Beuteflug geschieht von unten nach oben. Das heißt, die Mehlschwalbe fliegt mit schnellen Flügelschlägen nach oben, packt das vorüberfliegende Insekt mit dem Schnabel und gleitet dann auf die vorausgegangene Flughöhe zurück. Die Beute wird sofort gefressen. Sind allerdings Nestlinge zu versorgen, werden die Beutetiere im Kehlsack gesammelt und zum Nest gebracht.

Balzverhalten und Paarbildung

Das kunstvoll aus Lehmklumpen gebaute Nest sieht wie eine Viertelkugel aus. Das Einflugloch ist halbrund und befindet sich auf der Oberseite des Nestes. Mehlschwalben bauen ihre Nester an Gebäudewänden unter Mauervorsprüngen oder Dachvorsprüngen. In natürlicher Umgebung werden die Nester an Felsvorsprüngen gebaut. Diese Lehmnester werden in Kolonien von vier bis fünf Nestern gebaut. Belege zeigten jedoch auch Kolonien, die aus tausenden Nestern bestanden.

Wichtig für den Nestbau ist die Haftmöglichkeit des Lehms, der für die Errichtung des Nests verwendet wird. In natürlicher Umgebung werden deshalb Felsen ausgewählt, deren Oberflächen weder mit Flechten noch mit Moos bewachsen sind.

Das Nest wird von beiden Elternteilen gebaut. Das Nistmaterial besteht aus feuchten Erd- oder Lehmklumpen, die aus Regenpfützen, vom Gewässerufer oder ähnlichen Orten geholt werden. Damit mauern die Mehlschwalben das Nest auf und bauen dabei von der Innenseite des Nestes weiter aus.

Der Innenraum erhält eine Polsterung aus weichen Materialien wie Federn oder Halme. Für den Nestbau benötigen die Mehlschwalben zwischen zehn und vierzehn Tage.

Die Nester der Mehlschwalben sind auch bei anderen Vögeln begehrt. Zum Beispiel unternehmen Haussperlinge häufig Versuche, die noch im Bau befindlichen Nester zu besetzen. Falls die Eroberung erfolgreich war, suchen die Mehlschwalben neue Stellen für die Errichtung eines Nestes. Sind die Nester fertig gebaut, ist das Einflugloch für Haussperlinge zu klein. Auch weitere Vogelarten sind an der Besetzung der noch unfertigen Mehlschwalbennester interessiert, beispielsweise Grauschnäpper, Zaunkönige, Feldsperlinge, Baumläufer, Kohlmeisen und Blaumeisen.

Ein Gelege besteht aus drei bis fünf Eiern von weißer Farbe. Die Eier werden im Abstand von einem Tag abgelegt. Nachdem das erste Ei abgelegt wurde beginnt bereits die Brutzeit und ein Elternteil bleibt auf dem Ei sitzen.

Nestbau und Gelege

Das kunstvoll aus Lehmklumpen gebaute Nest sieht wie eine Viertelkugel aus. Das Einflugloch ist halbrund und befindet sich auf der Oberseite des Nestes. Mehlschwalben bauen ihre Nester an Gebäudewänden unter Mauervorsprüngen oder Dachvorsprüngen. In natürlicher Umgebung werden die Nester an Felsvorsprüngen gebaut. Diese Lehmnester werden in Kolonien von vier bis fünf Nestern gebaut. Belege zeigten jedoch auch Kolonien, die aus tausenden Nestern bestanden.

Wichtig für den Nestbau ist die Haftmöglichkeit des Lehms, der für die Errichtung des Nests verwendet wird. In natürlicher Umgebung werden deshalb Felsen ausgewählt, deren Oberflächen weder mit Flechten noch mit Moos bewachsen sind.

Das Nest wird von beiden Elternteilen gebaut. Das Nistmaterial besteht aus feuchten Erd- oder Lehmklumpen, die aus Regenpfützen, vom Gewässerufer oder ähnlichen Orten geholt werden. Damit mauern die Mehlschwalben das Nest auf und bauen dabei von der Innenseite des Nestes weiter aus.

Der Innenraum erhält eine Polsterung aus weichen Materialien wie Federn oder Halme. Für den Nestbau benötigen die Mehlschwalben zwischen zehn und vierzehn Tage.

Die Nester der Mehlschwalben sind auch bei anderen Vögeln begehrt. Zum Beispiel unternehmen Haussperlinge häufig Versuche, die noch im Bau befindlichen Nester zu besetzen. Falls die Eroberung erfolgreich war, suchen die Mehlschwalben neue Stellen für die Errichtung eines Nestes. Sind die Nester fertig gebaut, ist das Einflugloch für Haussperlinge zu klein. Auch weitere Vogelarten sind an der Besetzung der noch unfertigen Mehlschwalbennester interessiert, beispielsweise Grauschnäpper, Zaunkönige, Feldsperlinge, Baumläufer, Kohlmeisen und Blaumeisen.

Ein Gelege besteht aus drei bis fünf Eiern von weißer Farbe. Die Eier werden im Abstand von einem Tag abgelegt. Nachdem das erste Ei abgelegt wurde beginnt bereits die Brutzeit und ein Elternteil bleibt auf dem Ei sitzen.

Eier der xxx

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Amselnest mit Eiern / Amselgelege,
von Martin Rosenlehner, CC BY-SA 4.0

Gelege

Brutverhalten

Bis alle Eier abgelegt sind, geschieht die Bebrütung noch mit Unterbrechungen. Erst nach dem Ablegen des letzten Eies wird intensiv gebrütet. Die Bebrütung wird zwar von beiden Elternteilen übernommen, aber das Weibchen übernimmt den größeren Anteil. Die Brutzeit dauert zwischen 14 und 16 Tagen. Die Jungvögel verlassen nach 22 bis 32 Tagen das Nest, werden aber noch weitere sieben Tage von ihren Eltern mit Nahrung versorgt.

Mehlschwalben brüten zwei bis drei Mal im Jahr.

Lebenserwartung

Mehlschwalben können zwar zwischen zehn und vierzehn Jahre alt werden, aber der Großteil wird maximal vier Jahre alt. Nur wenige ausgewachsene Mehlschwalben erreichen überhaupt ihr nächstes Lebensjahr. So liegt das durchschnittliche Alter einer Population bei zwei Jahren.

Sehr oft ist ein Befall der Mehlschwalben mit Innenparasiten oder Außenparasiten. Ebenso sind die Nester häufig mit Ektoparasiten befallen, die die Vogelmalaria übertragen können.

Eher selten werden Mehlschwalben Opfer von Greifvögeln. Im Flug können sie den Greifvögeln in der Regel gut entkommen. Halten sie sich aber am Boden auf, weil sie Nistmaterial sammeln, kann es vorkommen, dass sie von einem Greifvogel geschlagen werden. Ruhen sie nachts in den Nestern kann es passieren, dass sie von Schleiereulen herausgezogen werden.

Die Nester werden manchmal von Schwarzspechten zerstört, da sie Eier oder Nestlinge rauben. Auch Elstern rauben auf diese Weise Nester der Mehlschwalben aus. Ratten und Marder können komplette Kolonien mit ihren Raubzügen zerstören.

Eine weitere Ursache für die hohe Sterblichkeitsrate von jungen Mehlschwalben ist die Witterung. So sterben viele Jungvögel, wenn der Sommer zu nass und kalt ist. Aber auch adulte Vögel sind einem hohen Risiko ausgesetzt, wenn schlechte Witterungsbedingungen während des Zuges auftreten.