Ringeltaube

Amsel

Ringeltauben (Columba palumbus) gehören zur Familie der Tauben und zur Gattung der Feldtauben. Sie sehen der Stadttaube ähnlich, sind jedoch etwas größer.

Aussehen der Ringeltaube

Die Körperlänge der Ringeltaube beläuft sich auf 38 bis 43 Zentimeter. Damit ist sie die größte mitteleuropäische Taubenart. Sie hat einen kräftigen Körperbau, einen relativ kleinen Kopf und einen langen Schwanz.

Schultern und Vorderrücken haben eine schiefergraue bis graubraune Färbung. Ansonsten ist die Oberseite blaugrau gefärbt.

Brust und Kropf haben eine diffuse grau-weinrote Färbung. Diese Färbung wird zum Bauch hin heller und geht vor den Unterschwanzdecken in ein helles Grau über.

Der Kopf hat eine blaugraue Farbe und an den Halsseiten befinden sich weiße leuchtende Abzeichen. Im Nacken und seitlich des Halses ist ein senkrecht verlaufendes Band mit einem grünen metallischen Schimmer erkennbar.

Besonderheit

Brombeeren

Aussehen Jungvögel

Jungvögel haben noch keinen weißen Halsfleck.

Merkmale Männchen und Weibchen

Es gibt keine auffälligen Geschlechtsmerkmale. Die Rotfärbung an der Brust ist bei den Weibchen weniger intensiv. Der weiße Halsfleck ist kleiner als der bei den Männchen.

Stimme

Typisch ist das Gurren, das sehr variabel eingesetzt wird. So klingt das Gurren des Reviergesanges viersilbig oder auch fünfsilbig.

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet der Ringeltaube verläuft von Nordafrika über Portugal bis Irland, Sibirien und bis nach Kaschmir.

Es gibt fünf anerkannte Unterarten, wobei die Übergänge der auf dem Festland vorkommenden Unterarten fließend sind:

  • Die Nominatform Columba palumbus palumbus kommt im größten Teil des Verbreitungsgebietes vor.
  • Columba palumbus iranica ist im Iran und Turkmenien verbreitet.
  • Columba palumbus casiotis kommt im Iran, in Kaschmir und in Afghanistan vor.
  • Columba palumbus maderensis ist auf Madeira verbreitet.
  • Columba palumbus azorica kommt auf den Azoren vor.

Lebensraum

Ringeltauben sind im Tiefland anzutreffen und besiedeln vorzugsweise Misch- oder Laubwälder, in deren Umgebung sich Felder, Hecken, Feldgehölze und Wiesen befinden. Ebenso leben Ringeltauben in Grünanlagen und Parks von Städten.

Zugverhalten

Manche Ringeltauben sind Teilzieher, die im mediterranen Raum überwintert. Auch überwintern manche Populationen in Mitteleuropa, jedoch nur in den Regionen mit mildem Klima.

Die Populationen im Mittelmeerraum sowie in Britannien sind Standvögel. Populationen in der Schweiz, im Nordosten Europas und Skandinaviens sind Zugvögel.

Nahrung

Die Hauptnahrungsquellen sind Beeren, Samen, Getreide, Baumfrüchte und grüne Pflanzenteile. Manchmal frisst die Ringeltaube auch Würmer und Insekten. Ringeltauben suchen auf dem Boden sowie auf Sträuchern und Bäumen nach Nahrung.

Balzverhalten und Paarbildung

Ringeltauben führen monogame Saisonehen. Bei den Standvögeln kommen aber auch Paarbindungen vor, die lebenslang halten.

Das Männchen wirbt mit Gesang um ein Weibchen. Zudem erfolgt ein Balzflug, bei dem das Männchen aufsteigt und mehrmals mit den Flügeln klatscht und anschließend wieder langsam herabgleitet. Zudem bietet das Männchen dem Weibchen Nistplätze an und letztlich entscheidet das Weibchen, welcher Platz zum Brüten genommen wird.

Nestbau und Gelege

Das Nest wird in der Regel im oberen Baumbereich gebaut. Sind keine hohen Bäume vorhanden, wird das Nest in Hecken oder Sträuchern angelegt. Die Populationen, die in Städten leben, nutzen Gebäudenischen oder Vorsprünge als Brutplatz.

Als Nistmaterial dienen belaubte Zweige, aus denen zunächst eine Plattform gebaut wird, in die eine Mulde errichtet wird. In der Regel trägt das Männchen das Nistmaterial heran und das Weibchen baut daraus ein Nest.

Meistens besteht ein Gelege aus zwei Eiern. Selten wird auch nur ein Ei gelegt. Die Eier haben eine weiße Farbe und glänzen matt.

Eier der xxx

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Amselnest mit Eiern / Amselgelege,
von Martin Rosenlehner, CC BY-SA 4.0

Gelege

Brutverhalten

Die Bebrütung dauert sechzehn bis siebzehn Tage. Die Küken werden mit Kropfmilch gefüttert, bekommen jedoch auch von Anfang an pflanzliche Nahrung. Im Laufe der Zeit wird immer mehr Pflanzennahrung gefüttert, bis die Nahrung in der dritten Woche zu achtzig Prozent pflanzlich ist.

Die jungen Vögel sind im Alter von 35 Tagen flugfähig.

Lebenserwartung

Brombeeren