Rohrammer

Amsel

Die Rohrammer trägt den wissenschaftlichen Namen Emberiza schoeniclus. Dieser Singvogel gehört zur Familie der Ammern und zur Ordnung der Sperlingsvögel. Rohrammern sind meistens an Seen, Flussufern oder Teichen anzutreffen, denn sie brüten bevorzugt in Schilfgebieten.

Aussehen der Rohrammer

Rohrammern werden zwischen dreizehn und sechzehn Zentimetern groß. Außerhalb der Brutzeit sehen die Männchen den Weibchen sehr ähnlich. Die Weibchen haben ein bräunliches Gefieder, das mit dunklen Streifen versehen ist. Der Bartstreif ist schwarz-weiß gefärbt und der Überaugenstreif hat einen helleren Braunton.

Besonderheit

Brombeeren

Aussehen Jungvögel

Die jungen Rohrammern haben ein fast identisches Erscheinungsbild wie die adulten weiblichen Vögel.

Merkmale Männchen und Weibchen

Männchen und Weibchen lassen sich nur dann gut unterscheiden, wenn das Männchen sein Prachtkleid trägt:

  • Kehle und Kopf haben eine schwarze Farbe
  • das weiße Nackenband ist breit
  • Der Rücken des Männchens im Prachtkleid ist dunkelbraun und gestreift
  • Die Unterseite hat eine helle, gräuliche Färbung

Stimme

Der am häufigsten zu hörende Ruf klingt scharf und wie ein nach unten gezogener Ton („zieh“). Weiterhin ist oft ein Tschilpen zu vernehmen.

Der Reviergesang der männlichen Rohrammer besteht aus kurzen Strophen, die stammelnd wirken („zje zje zje tui zirri“). Häufig sitzen die Männchen auf Schilfhalmen, wenn sie ihren Reviergesang verlauten lassen.

Vorkommen

Die Rohrammer kommt als Brutvogel in Europa, im Norden Afrikas und bis zum Osten Asiens vor.

Lebensraum

Rohrammern bevorzugen Feuchtgebiete und nutzen Schilfflächen, Röhrichtflächen, Büsche an Gewässerrändern sowie grasbewachsene Sumpfgebiete als Lebensräume. Ebenso sind Rohrammern manchmal in Gärten anzutreffen, die sich in der Nähe eines Gewässers befinden.

Zugverhalten

In Mitteleuropa brütende Rohrammern ziehen meistens zum Überwintern in mediterrane Gebiete.

Nahrung

Rohrammern ernähren sich hauptsächlich von Grassamen. Im Sommer werden zudem Würmer, Schnecken und kleine Insekten gefressen. Die Nahrung wird meistens am Boden gesucht. Manchmal sucht die Rohrammer auch die unteren Bereiche von Bäumen oder Büschen nach Nahrung ab. Eher selten fängt sie Insekten im Flug.

Wirbellose wie Käfer, Raupen, Spinnen und Libellen sind die Hauptnahrungsquelle in der Fortpflanzungszeit.

Balzverhalten und Paarbildung

Das Balzverhalten zeigt sich zum größten Teil in einer raschen Verfolgungsjagd, deren Ende meistens eine heftige Balgerei ist. Das Männchen zeigt auch manchmal ein Imponierverhalten, bei dem es den weißen Kragen aufrichtet.

Nestbau und Gelege

Das Nest wird versteckt in dichter Vegetation gebaut. Dabei befindet das Nest sich entweder am Boden und wird von überhängenden Gräsern verborgen oder es wird etwa ein Meter hoch in Gebüsch errichtet.

Das Männchen ist zwar während des Nestbaues an der Seite des Weibchens, doch das Nest wird alleine vom Weibchen gebaut. Für das napfartige Nest werden Moos, Binsen, Seggen und Gras verwendet. Die Nistmulde erhält eine Polsterung auch Schilfrispen, Tierhaaren und Gras.

Ein Gelege besteht aus vier bis sechs Eiern.           

Eier der xxx

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Amselnest mit Eiern / Amselgelege,
von Martin Rosenlehner, CC BY-SA 4.0

Gelege

Brutverhalten

Die Bebrütung wird vom Weibchen übernommen. Die Brutzeit dauert zwischen zwölf und vierzehn Tage. Nach rund zwei Wochen verlassen die Jungvögel das Nest.

Rohrammern brüten zwei Mal jährlich.

Lebenserwartung

Brombeeren