Saatkrähe

Amsel

Saatkrähen (Corvus frugilegus) gehören zur Familie der Rabenvögel, zur Gattung der Raben und Krähen und sind den Sperlingsvögeln zugeordnet. Häufig werden sie mit den Aaskrähen verwechselt.

Aussehen der Saatkrähe

Saatkrähen werden rund 47 Zentimeter groß und ihr Gefieder ist vollständig schwarz gefärbt. Das Gefieder glänzt blau metallisch. Die Schnabelwurzel ist nicht befiedert und hat eine weißliche bis graue Farbe. Die Schnäbel sind spitz und hell. Das Schwanzende ist rundlich und Saatkrähen haben eine steile Stirn.

Besonderheit

Brombeeren

Aussehen Jungvögel

Bei den jungen Saatkrähen ist das Gesicht noch schwarz befiedert.

Merkmale Männchen und Weibchen

Brombeeren

Stimme

Meistens sind tiefe und raue Rufe zu hören („korr“ oder „krah“). Der Gesang klingt schwätzend und besteht aus Krächzen und hellen, metallisch klingenden Tönen.

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet der Saatkrähe verläuft vom Westen Europas bis zur Altairegion. Dieses Verbreitungsgebiet wird auch von der Nominatform (Corvus frugilegus frugilegus) besiedelt.

Corvus frugilegus pastinator ist die zweite Unterart, die im Osten an das Verbreitungsgebiet der Nominatform anschließt und bis zur Pazifikküste verläuft. Diese Unterart hat ein rötlich schimmerndes Gefieder.

Saatkrähen fehlen in vielen Teilen Italiens und Österreichs sowie im Süden der Schweiz.

Lebensraum

Saatkrähen bevorzugen offene Kulturlandschaften und besiedeln Feldgehölze sowie Parks und Städte. Besonders gerne besiedeln sie Gebiete mit Grünflächen, die zum Teil mit Ackerland durchzogen sind.

Während Saatkrähen Gebirge meiden, halten sie sich gerne in hügeligen Gebieten oder im Flachland auf.

Saatkrähen sind nicht besonders menschenscheu und nutzen gerne Schlafplätze, die sich im direkten Umfeld von Siedlungen oder in Parks großer Städte befinden.

Zugverhalten

Saatkrähen sind zum Teil Standvögel und zum Teil Zugvögel. Zum Beispiel bleiben die Populationen im Westen Europas meistens im Brutrevier. Die Saatkrähen, die in Mitteleuropa brüten, ziehen zum Großteil zum Überwintern in andere Gebiete, wobei maximal tausend Kilometer zurückgelegt werden. Andere Populationen ziehen bis zu dreitausend Kilometer weiter, um in wärmeren Regionen zu überwintern.

Nahrung

Die Nahrung besteht aus Insekten, Würmern, Larven, Mäusen, Schnecken sowie aus Pflanzenteilen und Samen. Zudem fressen Saatkrähen auch Abfälle.

Die Saatkrähe frisst zwar im Winter auch Aas, aber wesentlich weniger als die Aaskrähe.

Balzverhalten und Paarbildung

Saatkrähen führen monogame Ehen, wobei ein Paar in der Regel lebenslang zusammenbleibt. Die Geschlechtsreife tritt mit Beginn des dritten Lebensjahres ein.

Nestbau und Gelege

Saatkrähen brüten in Kolonien und bauen große Reisignester im oberen Bereich von Bäumen. Eher selten errichten sie ihre Nester an Brücken oder Gebäuden.

Am Nestbau beteiligen sich beide Partner, wobei sich die Saatkrähen auch gegenseitig Nistmaterial klauen – und zwar innerhalb einer Kolonie und ebenfalls bei anderen Kolonien.

Ein Gelege umfasst drei bis fünf Eier, die bläulich gefärbt und braun gefleckt sind.

Eier der xxx

xxxeier

Amselnest mit Eiern / Amselgelege,
von Martin Rosenlehner, CC BY-SA 4.0

Gelege

Brutverhalten

Die Brutzeit dauert zwischen 16 und 19 Tagen. Die Bebrütung wird vom Weibchen durchgeführt, das vom Männchen mit Nahrung versorgt wird.

Nach dem Schlüpfen versorgt das Männchen zunächst alleine die Küken. Nach zehn Tagen beteiligt sich auch das Weibchen an der Fütterung.

Haben die Jungvögel das Nest verlassen, werden sie noch eine Zeit lang von ihren Eltern versorgt.

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung von Saatkrähen liegt zwar bei über zwanzig Jahren, aber die Sterbensrate in den ersten zwei Lebensjahren ist sehr hoch. Bis zu 59 Prozent der Saatkrähen stirbt im ersten oder zweiten Lebensjahr. Grund für diese hohe Sterblichkeit ist meistens ein Mangel an Nahrung, wodurch die Vögel auch anfälliger für Krankheiten werden.