Schwarzspecht

Amsel

Der Schwarzspecht (Dryocopus martius) gehört zur Familie der Spechte, zur Unterfamilie der Echten Spechte und zur Gattung Dryocopus. Er ist der größte Specht im europäischen Raum.

Aussehen der Schwarzspecht

Schwarzspechte werden zwischen 46 und 57 Zentimeter groß und sind somit fast so groß wie Saatkrähen.

Es gibt zwei Unterarten:

  • Die Nominatform (Dyrocopus martius martius) wird bis zu 57 Zentimeter lang
  • Dyrocopus martius khamensis hat längere Flügel

Der Körperbau ist schlank und das Gefieder ist kohlschwarz gefärbt. Im starken Kontrast dazu steht die rote Scheitelkappe der Männchen. Die Unterseite ist heller und glänzt weniger als die Oberseite.

Der lange Schwanz ist zweigeteilt. Der Schwarzspecht hat vier Zehen von hellgrauer Farbe.

Besonderheit

Brombeeren

Aussehen Jungvögel

Das Gefieder der Jungvögel ist wesentlich heller. Die Färbung der Kopfplatte ist fleischfarben.

Merkmale Männchen und Weibchen

Weibchen haben lediglich einen roten Fleck am Hinterkopf. Insgesamt ist das Gefieder der Weibchen blasser und nicht so glänzend, wie das der Männchen.

Stimme

Der Flugruf ist weit hörbar und besteht aus vielen Silben („krü krü krü“). Ist der Schwarzspecht gelandet, geht dieser Ruf in einen klagenden Laut über („kliöööh“).

Im Frühling sind schnelle Rufe zu vernehmen („kwi kwi kwi kwi“).

Vorkommen

Schwarzspechte sind in der gesamten zentralen und nördlichen Paläarktis verbreitet. In Island und auf den Britischen Inseln kommen sie jedoch nicht vor.

Lebensraum

Schwarzspechte bevorzugen ausgedehnte Misch- und Nadelwälder mit einem hohen Bestand an Altholz. Manchmal bewohnen sie auch Gärten, die sich am Waldrand befinden.

Generell sind Schwarzspechte sehr anpassungsfähig, sodass sie in verschiedenen Lebensräumen brüten können.

Zugverhalten

Schwarzspechte sind Standvögel.

Nahrung

Der Schwarzspecht ernährt sich von Insekten und überwiegend von großen Ameisen und Käfern, die in vermodertem Holz leben.

Im Frühling, Sommer und im frühen Herbst frisst der Schwarzspecht überwiegend Ameisenarten, die in Holz oder in totem Holz leben. Er legt die Nester und Gänge mit kräftigen Schlägen frei. Am Holz sind dann die typischen Hackspuren zu sehen, die an rechteckigen und länglichen Umrissen erkennbar sind. Am Boden dieser angehackten Bäume liegen mitunter große Mengen an Holzspänen, denn der Schwarzspecht hackt tief ins Holz hinein.

Im späten Herbst sowie im Winter öffnet er vorwiegend Ameisenhaufen der Waldameisen und beutet sie aus.

Balzverhalten und Paarbildung

Schwarzspechte führen monogame Saisonehen. Oft verpaaren sie sich mit dem Brutpartner des Vorjahres. Die Paarbindung bleibt nach der Brutzeit lose bestehen.

Zwecks Reviermarkierung sind laute Trommelwirbel und Rufreihen zu hören. Das Balzverhalten umfasst Balzrufe, Höhlenzeigen sowie Höhlenbauen.

Die Paarbildung ist abgeschlossen, wenn beide gemeinsam eine Höhle zimmern und das Weibchen eine geduckte Haltung einnimmt und damit zur Paarung auffordert.

Nestbau und Gelege

Der Schwarzspecht zimmert eine etwa fünfzig Zentimeter tiefe Bruthöhle. Der Boden wird mit den Spänen ausgepolstert. Manchmal werden aber auch die Nisthöhlen des Vorjahres wieder verwendet.

Die Höhle wird vom Paar gemeinsam gebaut, wobei das Männchen eher für den Innenteil zuständig ist. Oft fangen die Schwarzspechte Höhlen an zu zimmern und stellen sie erst dann fertig, wenn das Einflugloch morsch genug ist und dadurch einfacher zu bearbeiten ist.

Für eine komplett neue Nisthöhle benötigen die Vögel rund vier Wochen.

Ein Gelege umfasst drei bis fünf weiße Eier.

Eier der xxx

xxxeier

Amselnest mit Eiern / Amselgelege,
von Martin Rosenlehner, CC BY-SA 4.0

Gelege

Brutverhalten

Sobald das letzte Ei abgelegt, beginnt die Bebrütung, bei der sich die Eltern abwechseln. Das Männchen brütet nachts und das Weibchen tagsüber. Nach rund dreizehn Tagen schlüpfen die Küken und werden in den ersten acht Tagen ständig gehudert. Anschließend halten sich Eltern nur noch in der Bruthöhle auf, wenn sie die Jungen füttern oder ihren Kot entfernen.

Sind die Jungvögel etwa siebzehn Tage alt, empfangen sie am Einschlupfloch das Futter, das ihnen von den Eltern gebracht wird.

Ab dem 25. bis 31. Lebenstag verlassen die jungen Schwarzspechte ihre Bruthöhle. Die Vogelfamilie splittet sich in zwei Gruppen und jedes Elternteil übernimmt die Betreuung einer Gruppe. Die Jungvögel werden mindestens vier Wochen von den Eltern geführt.

Lebenserwartung

Brombeeren