Sommergoldhähnchen

Amsel

Die wissenschaftliche Bezeichnung des Sommergoldhähnchens lautet Regulus ignicapillus. Dieser Sperlingsvogel gehört zur Familie der Goldhähnchen und sieht seinem verwandten Wintergoldhähnchen sehr ähnlich. Man sieht diesen aktiven Vogel häufig turnend auf Zweigen von Sträuchern und Büschen.

Aussehen der Sommergoldhähnchen

Sommergoldhähnchen sind – gemeinsam mit den Wintergoldhähnchen - die kleinsten europäischen Vögel. Sie sind neun Zentimeter groß und ihr Körpergewicht beträgt vier bis sechs Gramm. Die Flügelspannweite umfasst dreizehn bis sechzehn Zentimeter.

Der Rücken des Sommergoldhähnchens hat eine gelbgrüne und die Unterseite eine weiß-graue Färbung. Die dunkleren Flügel besitzen zwei Flügelbinden von weißer Farbe.

Im Gegensatz zum Wintergoldhähnchen hat das Sommergoldhähnchen einen weißen Streifen über den Augen.

Besonderheit

Das Sommergoldhähnchen steht manchmal im Rüttelflug in der Luft. Dabei sucht es die Oberseiten von Zweigen nach Nahrung ab.

Aussehen Jungvögel

Bestäubung

Merkmale Männchen und Weibchen

Das Weibchen hat einen gelben und das Männchen einen orangen Scheitelstreifen. Bei beiden Geschlechtern ist dieser Scheitelstreifen schwarz umrahmt.

Stimme

Die Stimme des Sommergoldhähnchens klingt leise und ähnlich der einer Meise. Der Ruf hört sich wie ein „sisisisi“ an.

Vorkommen

Sommergoldhähnchen kommen in Mitteleuropa, Südwesteuropa und in den Gebirgen von Kleinasien und Nordafrika vor.

Lebensraum

Sommergoldhähnchen bewohnen Misch- und Nadelwälder und sind ebenso in Gärten, Parks und auf Friedhöfen anzutreffen. Sie mögen Unterholz sowie verschiedene Büsche und Sträucher, in denen sie sich gerne aufhalten.

Zugverhalten

Sommergoldhähnchen sind Zugvögel, die im Herbst zum Überwintern in den mediterranen Raum ziehen. Im April ziehen sie wieder in ihre Brutreviere zurück. In Frankreich sind die Sommergoldhähnchen Standvögel.

Nahrung

Die Nahrung besteht aus Insekten und deren Larven und aus Spinnen.

Balzverhalten und Paarbildung

Im Alter von sieben bis neun Monaten sind die Sommergoldhähnchen geschlechtsreif. Im April beginnt die Paarungszeit, die bis zum Juli anhält. Die Paare führen eine monogame Saisonehe und brüten teilweise zwei Mal im Jahr.

Nestbau und Gelege

Das weibliche Sommergoldhähnchen baut ein kugelförmiges Nest, das an einer Zweigunterseite oder in einer Astgabel befestigt wird. Der Innenraum wird mit kleinen Federn ausgepolstert, wobei bis zu achthundert Federn verwendet werden. Durch diese dicke Polsterung liegen die dünnschaligen Eier geschützt. Das Gewicht eines Eies des Sommergoldhähnchens beträgt lediglich 0,6 Gramm. Ein Gelege besteht aus sieben bis zehn rötlichen Eiern, die braune Punkte aufweisen.

Eier der xxx

xxxeier

Amselnest mit Eiern / Amselgelege,
von Martin Rosenlehner, CC BY-SA 4.0

Gelege

Brutverhalten

Sommergoldhähnchen brüten ein bis zwei Mal jährlich. Die Brutzeit verläuft von April bis August. Die Bebrütung wird alleine vom Weibchen übernommen und dauert ungefähr zwei Wochen. Rund drei Wochen werden die Nestlinge gefüttert, bevor sie dann ihr Nest verlassen. Die Fütterung der Jungen wird von beiden Elternteilen durchgeführt.

Lebenserwartung

Die Lebenserwartung des Sommergoldhähnchens beträgt zwei bis drei Jahre.