Straßentaube/ Stadttaube

Amsel

Die Straßentaube trägt den wissenschaftlichen Namen Columba livia f. domestica. Die Bezeichnung Columba livia ist der Name für die Felsentaube. Die Straßentaube – auch Stadttaube genannt – ist eine Brieftaube oder Haustaube, die verwildert ist. Haustauben sind die domestizierte Form der Felsentauben. Stadttauben leben weltweit in Städten und haben sich zum Kulturfolger entwickelt.

Aussehen der Straßentaube/ Stadttaube

Die Körperlänge einer Stadttaube beläuft sich auf 31 bis 34 Zentimeter.

Das Gefieder der Stadttauben weist sehr unterschiedliche Färbungen auf. So gibt es schwarze, rostbraune und weiße Tauben. Die meisten Straßentauben haben ein graues Gefieder, das am Hals rötlich oder grünlich glänzt. Zudem sind bei den überwiegenden Stadttauben die Bürzel weiß und sie haben zwei schwarze Flügelbinden.

Besonderheit

Brombeeren

Aussehen Jungvögel

Bestäubung

Merkmale Männchen und Weibchen

Brombeeren

Stimme

Stadttauben lassen ganzjährig das typische Gurren hören („guhgu guruh“), das je nach Situation unterschiedlich klingt. Das balzende Männchen gurrt im tiefen Ton und das Gurren hört sich kollernd an. Ebenso verständigen sich die Tauben untereinander mit verschiedenen Lauten. Zudem können sie mit dem Kropf Geräusche erzeugen, die klackend klingen.

Vorkommen

Stadttauben sind weltweit in fast allen Städten verbreitet. Dort leben sie nicht nur in Parks, sondern auch mitten in der Innenstadt.

Lebensraum

Der überwiegende Anteil der Straßentauben lebt in Städten. Manche Populationen sind auch außerhalb der Städte anzutreffen, aber sie besiedeln immer Gebiete, die von Menschenhand verändert wurden.

Zugverhalten

Stadttauben sind Standvögel.

Nahrung

Die Ernährung setzt sich aus Sämereien, Getreide, Trieben, Knospen und Blättern zusammen. Die Stadttauben fressen zwar auch menschliche Abfälle und Brot, aber diese Nahrungsquellen sind nicht unbedingt gesund für die Tauben.

Balzverhalten und Paarbildung

Stadttauben führen monogame Ehen und die Paare bleiben lebenslang zusammen. Ein Nestrevier, das einmal besetzt wurde, wird in der Regel lebenslang behalten. Dieses Revier umfasst oftmals mehrere Nistplätze.

Nestbau und Gelege

Das Nest wird in Löchern von Felswänden, auf Simsen, in Gebäudenischen, unter Brücken oder in geschlossenen, aber für die Tauben zugänglichen Räume gebaut. Am Nestbau sind Männchen und Weibchen beteiligt. Die Aufgabe des Männchens ist das Beschaffen von Nistmaterial: Halme, Wurzeln, Zweige, Federn oder auch Papier oder Stofffetzen. Manchmal legen die Tauben aber auch die Eier auf den Nistplatz ab, ohne vorher eine Unterlage zu fertigen. An älteren Nistplätzen befindet sich oftmals eine dicke Schicht mit Taubenkot.

Ein Gelege umfasst zwei, selten drei Eier. Die Eier haben eine weiße Farbe und glänzen etwas.

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Amselnest mit Eiern / Amselgelege,
von Martin Rosenlehner, CC BY-SA 4.0

Gelege

Brutverhalten

Die Bebrütung wird von beiden Partnern durchgeführt. Die Küken schlüpfen nach rund siebzehn Tagen und werden zu Beginn gehudert. Die Nestlinge werden von beiden Elternteilen mit Kropfmilch versorgt.

Je älter die Küken werden, desto häufiger bleiben sie alleine im Nest und werden nur noch vier Mal täglich gefüttert. Die Eltern beginnen in dieser Zeit schon mit einer nächsten Brut und suchen dafür das zweite Nest auf.

Die Jungvögel verlassen das Nest, wenn sie 23 bis 25 Tage alt sind. Im Alter von etwa 30 Tagen können die jungen Vögel fliegen und sind dann selbstständig. Sie bleiben aber in der Nähe des Nestes und im Familienverband, bis sie sich selbst mit einem Partner verbunden haben.

Lebenserwartung

Stadttauben können über zehn Jahre alt werden. Im Durchschnitt liegt die Lebenserwartung jedoch bei zwei bis drei Jahren. Im ersten Lebensjahr ist die Sterblichkeitsrate sehr hoch und liegt bei neunzig Prozent. Straßentauben werden oftmals Beute von Katzen, Marder, Sperber, Uhu oder Wanderfalke.