Waldkauz

Amsel

Der Waldkauz (Strix aluco) gehört zur Familie der Eigentlichen Eulen, zur Gattung der Strix und zur Ordnung der Eulen. 2017 wurde der Waldkauz in Deutschland zum Vogel des Jahres ernannt.

Aussehen der Waldkauz

Der Waldkauz ist etwa 40 Zentimeter groß. Das Gefieder ist rindenfarben mit rotbraun bis grau als Grundfärbung. An den runden, breiten Flügeln befinden sich zwei Reihen mit weißen Tupfen. Die Unterseite ist heller als die Oberseite.

Der große Kopf ist weiß gestreift. Am oberen Rand des überwiegend beigebraunen Gesichtsschleiers sind zwei weiße Farbstriche erkennbar.

Der Waldkauz wird oft mit der Waldohreule verwechselt. Der Kauz wirkt jedoch rundlicher, kompakter und er besitzt keine Federohren. Zudem sind seinen Augen schwarz.

Besonderheit

Brombeeren

Aussehen Jungvögel

Bestäubung

Merkmale Männchen und Weibchen

Brombeeren

Stimme

Das Lautrepertoire des Waldkauzes ist groß, wobei die Laute unterschiedlich laut sind und in verschiedenen Klangfarben gerufen werden.

Der Reviergesang des Männchens klingt tief („guuoh gu gurruuuh“). Vom Weibchen sind oftmals laute Rufe zu hören („ku witt“).

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet verläuft von Europa bis zum Iran und dem Westen Sibiriens. Ebenso kommt der Waldkauz im Südosten Asiens vor.

In Mitteleuropa gehört der Waldkauz zu den häufigsten Eulenarten.

Es gibt elf anerkannte Unterarten:

  1. Die Nominatform Strix aluco aluco ist von Skandinavien bis zum Schwarzen Meer und bis zum Mittelmeergebiet verbreitet
  2. Strix aluco sylvatica kommt im Westen Europas vor
  3. Strix aluco nivicola ist von Nepal bis zum Südosten Chinas sowie in Thailand und im Norden Burmas verbreitet
  4. Strix aluco biddulphi kommt in Pakistan und im Nordwesten Indiens vor
  5. Strix aluco willkonskii ist im Kaukasus und von Palästina bis zum Norden des Irans beheimatet
  6. Strix aluco mauratanica ist von Tunesien bis Marokko und bis Mauretanien verbreitet
  7. Strix aluco sanctinicolai kommt im Nordosten des Iraks und im Westen des Irans vor
  8. Strix aluco ma ist in Korea und im Nordosten Chinas beheimatet
  9. Strix aluco harmsi kommt in Turkmenistan vor
  10. Strix aluco yamadae ist in Taiwain beheimatet
  11. Strix aluco siberiae kommt vom Ural bis zum Westen Sibiriens vor

Lebensraum

Der Waldkauz besiedelt Mischwälder und Laubwälder sowie Gärten, Parks und Friedhöfe mit alten Baumbeständen. Oft ist er sogar mitten in Städten anzutreffen.

Der sehr anpassungsfähige Waldkauz besiedelt aber auch andere Landschaften. So ist er in den Niederlanden in Dünenlandschaften anzutreffen, in denen es keine Bäume gibt. Dort nutzt er Kaninchenhöhlen zum Brüten.

Zugverhalten

Waldkäuze sind Standvögel.

Nahrung

Die Hauptnahrungsquelle sind Mäuse. Der Waldkauz frisst aber auch kleine Vögel, kleine Säugetiere und Frösche, Regenwürmer, Käfer und Fische.

Balzverhalten und Paarbildung

Waldkäuze führen monogame Ehen. Die Paare bilden gemeinsam ein Revier, das sie das ganze Jahr über verteidigen. Nach der Jungenaufzucht lockert sich die Paarbindung und tagsüber ruhen Männchen und Weibchen an unterschiedlichen Plätzen. Während der Balzzeit verbringen die Paare wieder mehr und mehr Zeit am gleichen Ruheplatz.

Die Balzzeit ist von Wechselrufen geprägt. Manchmal kraulen sie sich gegenseitig das Gefieder an Hals und Kopf.

Nestbau und Gelege

Meistens wird in Baumhöhlen gebrütet. Der Waldkauz übernimmt aber auch Krähennester oder nistet in Mauerlöcher oder Felsnischen. Ebenso kommt es vor, dass er auf Dachböden brütet. Stellt man ihm entsprechende Nistkästen zur Verfügung, werden auch diese gerne angenommen.

Das Männchen sucht verschiedene Nisthöhlen aus und das Weibchen entscheidet, welche Höhle genutzt wird.

Das Weibchen wird bereits vor der Eiablage vom Männchen mit Nahrung versorgt.

Ein Gelege umfasst drei bis fünf weiße Eier.

Eier der xxx

xxxeier

Amselnest mit Eiern / Amselgelege,
von Martin Rosenlehner, CC BY-SA 4.0

Gelege

Brutverhalten

Die Bebrütung übernimmt das Weibchen. Nach 28 bis 30 Tagen schlüpfen die Küken und werden in den ersten Tagen vom Weibchen gehudert. Ab dem zehnten Tag beteiligt sich das Weibchen an der Nahrungssuche. Die Beute wird dann nur noch an der Nistmulde abgelegt.

Wenn die Jungvögel 29 bis 35 Tage alt sind, verlassen sie die Bruthöhle und halten sich im Geäst auf. Sie werden weiterhin von ihren Eltern bis zum 100. Lebenstag mit Nahrung versorgt. Ab dem 50. Lebenstag folgen die jungen Eulen ihrer Mutter fliegend. Waldkauz

Die Eltern verteidigen ihre Jungvögel sehr rigoros und attackieren auch Menschen, wenn sich diese der Bruthöhle oder den jungen Eulen nähern. Sie fliegen lautlos von hinten den Störenfried an und streifen Schultern und Kopf mit den Krallen und Flügeln. Mit diesen Attacken hören sie erst auf, wenn der Störenfried sich zurückzieht und sich von der Bruthöhle oder den Ästlingen entfernt.

Lebenserwartung

Brombeeren