Weißstorch

Amsel

Der Weißstorch (Ciconia ciconia) gehört zur Familie der Störche, zur Gattung der Eigentlichen Störche und ist den Schreitvögeln zugeordnet. Im Volksmund wird er auch als Klapperstorch bezeichnet. In den Jahren 1984 und 1994 wurde der Weißstorch in Deutschland zum Vogel des Jahres ernannt.

Aussehen der Weißstorch

Weißstörche werden etwa ein Meter groß. Die Flügelspannweite beträgt rund zwei Meter.

Das Gefieder ist weiß und die Schwungfedern sind schwarz gefärbt. Die langen Beine sowie der lange Schnabel sind leuchtend rot gefärbt.

Besonderheit

Wenn der Weißstorch fliegt, streckt er seinen Hals aus und die Beine nach hinten.

Aussehen Jungvögel

Die jungen Störche haben braune Beine und einen braunen Schnabel.     

Merkmale Männchen und Weibchen

Brombeeren

Stimme

Der Weißstorch ruft nicht, sondern gibt höchstens leise zischende Laut von sich. Er lässt aber oft ein Schnabelklappern hören.

Vorkommen

Es gibt zwei anerkannte Unterarten:

  • Ciconia ciconia ciconia ist die Nominatform, die in Europa, in Westasien, im Norden und Süden Afrikas und im Mittleren Osten vorkommt
  • Ciconia ciconia asiatica ist in Zentralasien vertreten

Lebensraum

Weißstörche besiedeln Kulturlandschaften mit Feuchtgebieten und Wiesen.

Zugverhalten

Der Weißstorch ist ein Zugvogel, der zum Überwintern nach Afrika zieht. Er benötigt Thermik, die nur über Land entsteht. Somit wird das Mittelmeer auf dem Zug nach Afrika umflogen.

Nahrung

Die Nahrung besteht aus verschiedenen Kleintieren, die im Flachwasser oder am Boden leben. So frisst der Weißstorch unter anderem Mäuse, Fische und Frösche. Der Storch frisst das, was sein Lebensraum hergibt. So ernähren sich die Störche auf der Insel Föhr beispielsweise von Fischen und Krabben. Er ist also ein Opportunist was die Nahrung angeht.

Zwecks Nahrungssuche schreitet der Storch durch seichtes Wasser, Sümpfe oder Wiesen, um dann plötzlich und schnell mit dem Schnabel auf seine Beute zu stoßen. Ebenso steht er bewegungslos mit angewinkeltem Bein wie ein Reiher, um seiner Beute aufzulauern oder durchschnäbelt seichtes Gewässer.

Balzverhalten und Paarbildung

Der Weißstorch erreicht mit vier Jahren seine Geschlechtsreife. Männchen kommen vor den Weibchen im Brutrevier an, sodass sie den Standort für den Nistplatz auswählen. Wichtig ist das Nahrungsangebot im Umkreis von rund fünf Kilometern. Solche Gebiete werden in Deutschland zunehmend knapper, sodass es heute große Brutkolonien nur noch selten vorkommen.

Nestbau und Gelege

Weißstörche bauen große Reisignester, die sie in hohen Bäumen oder auf Strommasten oder Schornsteinen errichten. Ein Horst wird über Jahrzehnte vom selben Paar genutzt und jährlich lediglich ausgebessert. Somit kann ein Storchennesteinige im Laufe der Zeit einige Meter hoch und bis zu zwei Tonnen schwer werden. Das Nest wird in der Regel nur dann gewechselt, wenn die Brut im Vorjahr erfolglos war oder das Männchen sich mit einem anderen Weibchen verpaart.

Ein Gelege umfasst drei bis fünf Eier, die eine weiße Farbe aufweisen.

Eier der xxx

xxxeier

Amselnest mit Eiern / Amselgelege,
von Martin Rosenlehner, CC BY-SA 4.0

Gelege

Brutverhalten

Das Storchenpaar wechselt sich mit der Bebrütung an. Die Brutzeit dauert zwischen 30 und 32 Tagen. Die Jungvögel bleiben 58 bis 64 Tage im Nest.

Lebenserwartung

Weißstörche können ein Alter von 35 Jahren erreichen.