Wiedehopf (Upupa epops)

Amsel

Der Wiedehopf (Upupa epops) gehört zur Familie der Wiedehopfe und ist den Hornvögeln und Hopfen zugeordnet.

Aussehen der xxx

Der Wiedehopf erreicht eine Körpergröße von etwa 28 Zentimeter.

Auffällig sind der lange und dünne Schnabel sowie die große Fächerhaube, die aufgerichtet werden kann. Die Federhaube wird im Ruhezustand zusammengelegt. Bei Erregung und beim Landen stellt der Vogel die Fächerhaube auf.

Das Gefieder hat eine blassbraune Färbung. Im Kontrast dazu stehen Rücken, Schwanz und Flügel, die mit schwarz-weißen Querbänderungen versehen sind.

Besonderheit

Der Flügelschlag des Wiedehopfes ist unregelmäßig. Deshalb sieht sein Flug, wellenförmig flatternd und schmetterlingshaft aus. Nach jedem Flügelschlag werden die tief gefingerten und breiten Flügel angelegt.

Verhalten gegenüber Feinden

Erwachsene und junge Wiedehopfe zeigen ein besonderes Verhalten, wenn plötzlich ein Greifvogel auftaucht und es nicht mehr möglich ist, sich zu verstecken: Sie legen sich flach auf den Boden, spreizen den Schwanz und die Flügel breit und strecken ihren Kopf, den Schnabel und den Hals weit nach oben. In dieser Position bleiben sie reglos liegen und werden von den Greifvögeln nicht entdeckt.

Nestlinge geben ein schlangenähnliches Zischgeräusch von sich, wenn sie bedroht fühlen. Sind die Nestlinge schon etwas älter, spritzen sie bei Bedrohung mit Kot.

Eine besonders gute Feinabwehrwirkung hat das Sekret der Bürzeldrüse. Diese ist bei den Nestlingen und während der Brutzeit auch beim Weibchen sehr gut entwickelt. Das Sekret hat einen übelriechenden Geruch und wird von den Nestlingen und dem Weibchen regelmäßig abgegeben. Auch in Bedrohungssituationen wird das Sekret verstärkt abgegeben.

Aussehen Jungvögel

Bestäubung

Merkmale Männchen und Weibchen

Brombeeren

Stimme

Der Ruf des Wiedehopfes ist sehr weittragend und klingt wie ein dumpfes „bub bub bub“. Ist der Wiedehopf erregt, hört sich der Ruf krächzend an („chräää“).

Vorkommen

Die Nominatform (Upupa epops epops) kommt als Brutvogel auf Madeira und den Kanarischen Inseln vor. Ostwärts zieht sich das Verbreitungsgebiet über Europa, ausgenommen den Niederlanden, der Britischen Inseln und Skandinavien. Weiterhin verläuft das Verbreitungsgebiet über den Nahen Osten nach Pakistan, Afghanistan, Iran bis in den Nordwesten Indiens. Zudem ist die Nominatform in manchen Oasen der Zentralsahara sowie in Maghreb vertreten.

In Deutschland kommt er nur vereinzelt vor und das in milden Regionen von Süddeutschland und Mitteldeutschland.

  • Die Unterart Upupa epops saturata ist vom Ob bis zur Taiga und zum Pazifik verbreitet. Diese Unterart hat ein insgesamt dunkleres Gefieder und eine leicht graue Oberseite.
  • Upupa epops longirostris kommt in Südostasien bis Sumatra vor und hat eine rötlichbraune Färbung.
  • Die Unterart Upupa epops ceylonensis ist von Zentralindien bis Sri Lanka verbreitet. Das Obergefieder hat eine intensive rötlichbraune Färbung.
  • Upupa epops major ist im Niltal bis zum Norden des Sudans verbreitet und kommt auch in manchen Oasen von Ägypten und Ostlibyen vor. Diese Unterart ist fahlgefärbt und hat einen längeren und stärkeren Schnabel.

Lebensraum

Der Wiedehopf bevorzugt offene Kulturflächen sowie lichte Parklandschaften und Wälder in trockenen und warmen Regionen. Die Vegetation der Lebensräume ist immer spärlich und kurz.

Zugverhalten

Der Wiedehopf ist als Nominatform ein Zugvogel, der in die tropischen Gebiete Afrikas zum Überwintern zieht. In Südspanien, Sizilien und auf den Balearen überwintern kleine Populationen im Brutrevier.

Nahrung

Der Wiedehopf ernährt sich vor allem von großen Käfern und Grillen. Damit er diese finden kann, benötigt er einen Lebensraum mit einer geringen Bodenvegetation. Daneben frisst er auch Regenwürmer, Tausendfüßler, Assen und Spinnen und manchmal werden kleine Echsen und Frösche erbeutet. Der Wiedehopf frisst zudem gelegentlich Gelege und Nestlinge anderer Vögel.

Balzverhalten und Paarbildung

Wiedehopfe führen monogame Saisonehen. Bei der Balz lässt das Männchen Rufreihen erklingen, die sehr laut sind. Dabei stellt es die Fächerhaube auf und sträubt das Kehlgefieder.

Sobald ein Weibchen auf dieses Balzverhalten reagiert, möchte das Männchen das Weibchen beeindrucken. Dazu übergibt es dem Weibchen Futter und häufig folgen längere Verfolgungsflüge.

Das Männchen zeigt dem Weibchen Bruthöhlen und das mit lauten, krächzenden Rufen. Die Paarbildung ist abgeschlossen, wenn das Weibchen in eine dieser Bruthöhlen hineinschlüpft.

Nestbau und Gelege

Das Nest wird in der Regel in Baumhöhlen errichtet. Es kommt aber auch vor, dass der Wiedehopf Mauernischen oder Felsnischen als Brutplatz wählt. Ebenso werden Spechthöhlen genutzt oder Erdhöhlen zum Nisten verwendet.

Ein Gelege besteht aus fünf bis acht Eiern in weißer Farbe.

Eier der xxx

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Amselnest mit Eiern / Amselgelege,
von Martin Rosenlehner, CC BY-SA 4.0

Gelege

Brutverhalten

Die Bebrütung wird vom Weibchen alleine übernommen. Nach sechzehn bis neunzehn Tagen schlüpfen die Küken. Im Alter von 20 bis 28 Lebenstagen verlassen die Jungvögel das Nest.

Das Männchen versorgt das Weibchen während der Brutzeit mit Nahrung. Auch in den ersten zehn Tagen nach dem Schlüpfen der Küken ist das Männchen für die Nahrungsversorgung zuständig. Das Weibchen beteiligt sich an der Futtersuche, sobald sie die Jungvögel nicht mehr hudern muss.

Nachdem die jungen Wiedehopfe das Nest verlassen haben, sind sie flügge, werden aber noch ungefähr fünf Tage lang von beiden Elternteilen gefüttert.

Lebenserwartung

Brombeeren