Zwergtaucher

Amsel

Zwergtaucher( Tachybaptus ruficollis) sind Teil der Familie der Lappentaucher und gehören zur Ordnung der Lappentaucherartigen. Zwergtaucher tauchen bei Gefahr blitzschnell ab und geschützt in der dichten Vegetation am Ufer wieder auf. Deshalb ist dieser Vogel schwer zu beobachten.

Aussehen der Zwergtaucher

Die Körperlänge des Zwergtauchers beträgt 25 bis 29 Zentimeter. Der Wasservogel wirkt rundlich.

Im Prachtkleid:

  • ist der Hals kräftig rostrot gefärbt und an der Schnabelbasis befindet sich ein gelber Fleck
  • . Die Oberseite hat eine schwarzbraune Färbung.
  • Der Oberkopf und der Hinterhals sind ebenfalls schwarzbraun oder ganz schwarz, wobei der Oberkopf oftmals leicht grün schimmert.
  • Halsseiten, Wangen, Unterhals und Kehle haben eine rotbraune Farbe.
  • An den schwarzbraunen Körperseiten befinden sich helle Striche.
  • Die Unterseite ist weiß mit schwärzlichen Farbtönen.
  • Die Schwungfedern haben eine dunkelbraune Färbung mit einem hohen Weißanteil. Sind die Flügel angelegt, ist ein weißer Spiegel erkennbar.
  • Der schwarze Schnabel hat eine weiße Spitze

Im Schlichtkleid:

  • ist der Schnabel blass und der Hals bräunlich gefärbt.
  • Die gesamte Färbung des Gefieders ist heller und unauffälliger

Besonderheit

Brombeeren

Aussehen Jungvögel

Halbwüchsige Jungvögel haben eine graubraune Oberseite. An den Halsseiten sind die rostroten Streifen deutlich abgesetzt. Die Streifen auf der Oberseite sind verwaschen. Auf der Stirn befinden sich silbrige Dunen.

Die Oberseite ist im Jugendkleid blass dunkelbraun gefärbt. An den Wangen, der Kehle und am Hals befinden sich einzelne Strichel, die rötlich, weiß oder schwärzlich sind und auf der vorderen Brust verdichten. Die Seiten des Körpers haben eine hellbraune Farbe. Die weiße Unterseite hat braune Strichel. Der Schnabel hat eine graubraune Färbung.

Merkmale Männchen und Weibchen

Brombeeren

Stimme

Die Kontaktrufe klingen hell und pfeifend („viit viit“). Während der Balzzeit sind vibrierende und lange Triller zu hören, die häufig von Männchen und Weibchen im Duett gesungen werden.

Der Alarmruf klingt metallisch und scharf („pit“).

Vorkommen

Das Verbreitungsgebiet des Zwergtauchers umfasst über 36 Millionen Quadratkilometer und verläuft von Westeuropa über Mitteleuropa nach Westasien, Indien bis nach Japan, China und Neuguinea. Zudem kommt der Vogel auf Madagaskar und in weiten Teilen von Afrika vor.

Im europäischen Raum sind große Populationen in Rumänien, Polen, Ungarn, Großbritannien, Irland und Portugal verbreitet.

Lebensraum

Zwergtaucher leben in stehenden Gewässern. Häufig besiedeln sie sehr kleine Binnengewässer. Außerhalb der Brutzeit halten sie sich auch in Flüssen auf. Gewässer mit großen Raubfischen werden gemieden.

Zugverhalten

Je nach Temperaturen im Winter des Brutreviers gehören die Zwergtaucher zu den Standvögeln oder zu den Teilziehern und Zugvögeln. Populationen, die in Norddeutschland und Nordeuropa brüten, ziehen zum Überwintern an die Atlantikküste, ans Mittelmeer oder ans Schwarze Meer. Brutvögel in Mitteleuropa bleiben meistens im Brutareal. Dort besiedeln sie dann große Stauseen oder Flussläufe. Nur wenn diese Gewässer zufrieren, ziehen sie etwas weiter südlich.

Nahrung

Zwergtaucher ernähren sich von Wasserinsekten, kleinen Krebstieren, Kaulquappen und Schnecken. Zudem fressen sie Fische und deren Brut sowie Amphibienlarven.

Balzverhalten und Paarbildung

Die Balz findet auf dem Wasser statt. Dabei ist ein anhaltendes Trillern zu hören und die Partner schwimmen sich schnell entgegen. Ebenso gehört Parallelschwimmen zum Balzverhalten sowie Tauchen. Beim Tauchen lassen sie mit den Füßen Wasser hochspritzen. Weitere Verhaltensweisen bei der Balz sind Scheinverfolgungen, Präsentieren von Nahrung oder Pflanzenmaterial und Parallelflüge.

Nestbau und Gelege

Der Nistplatz befindet sich am Rand des Gewässers. Dort wird im flachen Wasser ein Haufen aufgeschichtet, der aus Pflanzenteilen besteht. Für den Nestbau werden abgestorbene Wasserpflanzen verwendet. Das Nest wird von Männchen und Weibchen gebaut.

Mit kurzer Distanz zum Hauptnest werden drei oder vier Nestplattformen errichtet. Man geht davon aus, dass diese zum Ruhen während der Eiablage und des Brütens genutzt werden.

Ein Gelege umfasst vier bis sechs Eier, die zu Beginn eine weiße Farbe aufweisen und sich dann bräunlich umfärben.

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Amselnest mit Eiern / Amselgelege,
von Martin Rosenlehner, CC BY-SA 4.0

Gelege

Brutverhalten

Mit der ersten Eiablage beginnt die Bebrütung, die von beiden Elternteilen durchgeführt wird. Das Gelege wird mit Nistmaterial bedeckt, wenn die Altvögel das Nest kurzzeitig verlassen.

Nach zirka zwanzig Tagen schlüpfen die Küken. Die Fütterung wird auch von beiden Elternteilen übernommen.

Die Küken können bereits vom ersten Lebenstag an tauchen. Sie werden dennoch eine Woche lang auf dem Rücken ihrer Eltern getragen.

Ab dem dreißigsten bis vierzigsten Lebenstag sind die jungen Vögel selbstständig, aber bleiben noch bei den Eltern.

Lebenserwartung

Brombeeren