Orchideen in Pflanzgefäß

    • Orchideen in Pflanzgefäß

      Hallo Leute,

      ich bin auch mal wieder da. ;)
      Im Rahmen einer Weiterbildung muss ich eine Arbeit schreiben. Als Thema habe ich Orchideen gewählt (ist ja naheliegend :D ) oder um etwas genauer zu sein Pflanzgefäße für Orchideen. Ich gehe also Vor- und Nachteile verschiedener Pflanzgefäße durch. Da ich persönlich nur im Topf kultiviere habe ich ergo weniger Ahnung mit Aufbinden.
      So werde ich einige Fragen haben die ich Stück für Stück stelle und hoffe ihr mir diese beantworten oder mit passenden Links helfen könnt.

      Und so auch gleich die erste Frage.
      so steht in einem Buch das man am Fensterbrett "nur" im Topf kultivieren kann und nicht auf Rinde o.ä. Gründe keine gute Wasserregulierung u Moos dafür sei nicht der bringer. Ich hab ja schon hier gesehen das Wolfgang viel aufbindet aber das ist erstens in Thailand und zweitens nicht an der Fensterbank.
      So meine Frage: Wer hat Erfahrung (also in Miteleuropa) mit aufgebundenen Orchideen am Fenster, oder noch anders formuliert, Wer hat aufgebundene Orchideen und wo werden diese genau kultiviert.
      Auch negative Erfahrung gern gesehen.
    • Re: Orchideen in Pflanzgefäß

      hallo admiral

      also, ich selber habe die meisten meiner orchideen aufgebunden. noch auf korkeichenrinde mit etwas spaghmum, bald kann ich sie auf tonscheiben binden.
      aufgebunden habe ich phalaenopsen, oncidium, encyclia, dendobium.
      im moment kann ich ja nur über korkeiche berichten. es funktioniert, man muss nur einiges beachten, vor allem im winter wenn durch die heizung die luftfeuchtigkeit geriger ist.dann muss man auch schon mal 2X die orchideen besprühen. damit die luftfeuchtigkeit einigermaßen konstant bleibt habe ich mir einen kleinen brunnen gebaut. aus eigener erfahrung kann ich sagen das es meinen orchideen besser geht. denn die wurzeln bekommen licht, können atmen usw.
      durch wolfgang habe ich gelernt das ich weniger spaghmum nehmen muss, er hat recht, denn meine habe ich erst fast erstickt, es war einfach zuviel davon.
      eine miltoniopsis hatte ich auch aufgebunden, funktioniert nicht, die blätter wurden faltig wie ein faltenrock. wolfgang hat mir geraten die miltoniopsis in einem unglasierten tontopf zu pflanzen. das funktioniert besser sie hat jetzt sogar das erstemal einen blütentrieb.
      das hätte ich fast vergessen, 2X in der woche werden alle aufgenunden getaucht.

      da wir diesen sommer eine recht hohe luftfeuchtigkeit haben, habe ich etwas weniger arbeit. das spaghmum bleibt länger feucht . ich sprühe und wässer nach bedarf.

      die blüht dieses jahr zum 2. mal

      hier siehst du links das sich die phal. erholt, ich mache davon aber noch eine andere aufnahme
      rechts oben siehst du neue gesunde wurzel,


      hier siehst du die phal. nochmal auch hier wachsen neue gesund wurzeln

      oncidium, auch hier gesunde wurzeln

      und hier noch eine andere phal.


      aber wie du siehst funktioniert es, es ist nur mehr arbeit.
      schade das ich noch keine erfahrung mit den tonscherben habe, wann musst du denn deine arbeit fertig haben? weil in einigen wochen könnte ich dir auch darüber berichten.
      LG Lena
      LG Lena
    • Re: Orchideen in Pflanzgefäß

      Erfahrungen habe ich auch mit aufgebundenen Phalaenopsen, jedoch nur negative. Benötigen zuviel Zeit (ständig besprühen, spezielle Modelle zur Luftfeuchtigkeitserhöhung) die ich nicht habe. Zudem vertragen sie dabei sehr schlecht kühlere Temperaturen. Für Phalaenopsen, gibt es meiner Meinung bessere Möglichkeiten. Zu den anderen Orchideen hab ich keine, bis nur wenig Erfahrung.

      gez. Hauzi
      Ich kultiviere einen Großteil meiner Orchideen mit SGK.

      gez. Hauzi
    • Re: Orchideen in Pflanzgefäß

      @ admiral
      die aufgebundenen sind fuer mich leichter in der pflege.
      1. mit einem blick erkenne ich den zustand der pflanze, incl wurzelwerk
      2.beim spruehen fliesst das wasser schnell ab ( kein stauwasser, keine restl. duengersalze ( ich spruehe mit einer art metallduschkopf )
      3. bei der topfppflanze muss ich oft mit dem finger im substart nachfuehlen, wie die restfeuchte ist.
      4. die aufgebundene pflanze nimmt weniger platz weg als die im topf.
      falls du weitere fragen hast, beantworte ich dir die gerne.
      gruesse aus chiangmai
      wolfgang
    • Re: Orchideen in Pflanzgefäß

      @chiangmai, durch das Gießen immitierst du ja regnerische Tage. Die natürliche Luftfeuchtigkeit fehlt bei uns, wodurch deutlich häufiger getaucht, besprüht etc. werden muss, dennoch ist das nicht dasselbe, denn das Wasser, die konstante Feuchte auf die sich die Pflanze einstellen kann hält sich nicht lange. Die Luftfeuchtigkeit in der Pflanzenumgebung nimmt stetig ab, bis erneut gesprüht, getaucht wird. Man erkennt es bei uns sehr gut. Freiliegende Wurzeln wachsen an schwülen Tagen besonders stark. Bei Hybriden sehr gut zu beobachten. Für die Pflanzen leider ein zu seltenes Szenario. Vor allem der Winter bringt die Pflanzen dazu das Wachstum beinahe einzustellen. Vorwiegend dann, wenn auch die Temperatur etwas niedrieger ist (folglich auch extrem trockene Luft). Dabei ist die Gefahr, die Pflanze zu ertränken (Wurzelfäule,...) besonders groß. Bei schlechter Regulierung ist andererseits die Luftfeuchtigkeit besonders gering durch das ständige Heizen und der kalten Luft außerhalb des Hauses. Sehr schwierig ist es somit die Bedinungen übers Jahr konstant zu halten und das ist Gift für die Wurzeln. In manchen Wohnungen/Häuser bei guter Regulierung (Dämmung, Glasflächen,...) der Variablen (Temperatur, Luftfeuchtigkeit,...) funktioniert das recht gut. Somit kann ich mir gut vorstellen, dass diese Variante bei dir einen deutlich geringeren Zeitaufwand für die Pflege entspricht.

      gez. Hauzi

      ps.: bitte korrigiert mich, falls ich mich irre.
      Ich kultiviere einen Großteil meiner Orchideen mit SGK.

      gez. Hauzi
    • Re: Orchideen in Pflanzgefäß

      hallo admiralT
      mir ist eingefallen, das ich ganz am anfang dieses “normale“ moos benutzt habe,ich weiß leider den namen nicht, was man in jeder gärtnerei kaufen kann. das war nicht der hit. es bröselte und die feuchtigkeit wurde nicht so gespeichert. dann kam ich auf dieses spaghnum das man auch für terrarien benutzen kann. nur darf man auch nicht zuviel davon nehmen, das war ein großer fehler von mir. die wurzeln haben dadurch sehr gelitten, das ist genauso wenn man die orchideen in einem topf pflegt und sich staunässe bildet.

      und noch etwas habe ich vergessen, im brunnen ist noch eine heizung, weil wasser besser verdunstet wenn es etwas wärmer ist als die raumtemperatur.

      bevor ich mit einem brunnen anfing, hatte ich ein nebler gekauft, ist bestimmt sinnvoll wenn man orchideen hinter glas pflegt, aber im wohnzimmer, nicht wirklich.
      höchstens 3 orchideen haben den nebel abbekommen. und die wurden dann auch noch krank. weil der nebel immer auf die gleiche stelle sich absetzte.
      LG Lena
      LG Lena
    • Re: Orchideen in Pflanzgefäß

      @admiral
      und das gibt es so zu kaufen? das sah bestimmt schön aus
      und gerade die aufgebunden brauchen in europa wirklich mehr zuwendung was das wasser betrifft,damit sie nicht verdursten.
      für leute die den ganzen tag berufstätig sind, und nur am wochenende richtig zeit haben ist diese art der haltung wirklich nichts.

      LG Lena
      LG Lena
    • Re: Orchideen in Pflanzgefäß

      @ hauzi,
      ich gebe dir recht, das es im winter wirklich schwer ist die orchideen richtig zu pflegen. und das diese art der haltung in unseren breiten sehr viel mehr zeit in anspruch nimmt.
      aber mit bestimmten vorkehrungen und viel fingerspitzengefühl funktioniert auch diese art der haltung auch bei hybriden (die ich nur habe). wurzelfäule kann ich nicht mehr bestätigen, da ich die pflanzen nicht mehr in spaghnum eingepfercht habe. sehr hilfreich ist auch ein hygrometer.


      LG Lena
      LG Lena
    • Re: Orchideen in Pflanzgefäß

      hallo admiralT,
      aufgebunden habe ich nur eine brassavola nodosa ( seit ca. 4 monaten).
      sie sitzt auf einem korkeichenstück mit spaghnum. wie lena schon geschrieben hat, ist einmal täglich sprühen ein muß.
      da die brassavola jedoch auch sehr lichthungrig ist und daher am südfenster steht, habe ich das korkeichenstück in eine breite glasvase gehängt mit feuchtem moos am boden. diese variante bewährt sich auch beim sprühen gut, weil ich direkt in die vase sprühe und die umgebung dadurch sprühfrei bleibt (fensterscheiben, wand)
      dadurch hält sich die luftfeuchtigkeit auch an der südseite ganz gut.

      weiters habe ich noch ein paar vanda-jungpflanzen, die ich zwar nicht aufgebunden, aber nur im körbchen mit ganz wenig, sehr grober pinienrinde halte.
      auch hier ist täglich sprühen oder tauchen angesagt, im sommer kann es auch 2 x täglich sein.
      wobei meine versuche ergeben haben, dass sich die wurzeln besser entwickeln, wenn ich die körbchen auf glasgefässe mit feuchtem moos am boden stelle als wenn ich sie frei hängen habe.
      lg Bettina
    • Re: Orchideen in Pflanzgefäß

      Ich bin an dem Punkt wo Bücher oberflächig werden und meine Erfahrung aufhört.

      Zum Aufbinden: welche Materialien sollte man als Unterlage nehmen? Grundsätzlich müsste doch jedes Stück Holz aus der Natur funktionieren? Solange es groß genug ist und ich es von schädlichen Pilzen und Keimen befreien kann?
      Wo liegt der Unterschied von natürlichen Materialen (Holz, Kork) zu diesen Tonscheiben die ihr mal bestellt habt?

      @Hauzi
      Wo sind deine Themen zu deinen Orchideen in Gläsern? (oder suche ich an der falschen Stelle?)

      Eigene berichte und Links sind wieder gerne gesehen.
      Danke euch im vorraus